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Cover Die Maiski-Tagebücher

Die Maiski-Tagebücher

Ein Diplomat im Kampf gegen Hitler, 1932-1943

von Iwan M. Maiski; Übersetzt von Karl Heinz Siber

Erschienen 2016 bei Beck
Sprache: Deutsch
896 Seiten; mit 87 Abbildungen; 225 mm x 161 mm
ISBN 978-3-406-68936-9

Besprechung

"Maiski war eine zentrale Figur im Kampf gegen Hitler. Seine glänzend geschriebenen Tagebücher erlauben uns den Blick hinter die Kulissen der großen Geschichte."
Peter-Paul Huth, 3sat Kulturzeit, 17. Mai 2017
"Die von Gabriel Gorodetsky hervorragend edierten Tagebücher von Ivan Maiski gewähren aufschlussreiche Einblicke in die streng abgeschirmte Kommunikation zwischen den Akteuren."
Bernward Dwörner, Zeitschrift für Geisteswissenschaft, 4/2017

"Bei Maiski wird sehr deutlich, wie wichtig der persönliche Faktor in der Geschichte ist."
Eckhard Stuff, RBB kulturradio, 2. Februar 2017

"Ein literarisches Zeugnis von Weltrang."
Michael Bittner, Sächsische Zeitung, 25. Oktober 2016

"Maiski (war) neben seinen politischen Leidenschaften ein begnadeter Schriftsteller (...) Mit welcher erzählerischen Kraft er Charaktere und Schauplätze, Geist und Atmosphäre seiner Zeit einfängt, ist hinreißend. Das macht die Tagebücher neben ihrem historischen Informationswert zugleich zu einem besonderen Lesevergnügen."
Uwe Wittstock, Die Presse, 22. Oktober 2016

"Sein Tagebuch liest sich wie ein Drama, in den Hauptrollen die mächtigsten Männer des Zweiten Weltkriegs."
FOCUS, 15. Oktober 2016

"Gorodetsky hat einen außergewöhnlichen Fund gemacht. Die Tagebücher (...) geben einen unschätzbaren Einblick in das Geschehen der 30er und 40er Jahre, als die Welt von der Nazi-Herrschaft in Atem gehalten wurde."

"Durch erhellende Zwischentexte mit Zitaten aus der Privatkorrespondenz, dem amtlichen Telegrammverkehr und den Memoiren Maiskis gekonnt ergänzt."
Rainer Blasius, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. September 201 6

"Ein faszinierendes Sittenbild des britischen Empire."
Martin Doerry, Der Spiegel, 10. September 2016

"Erstaunlich! Wirklich bemerkenswer (...) Vielleicht das bedeutendste politische Tagebuch des 20. Jahrhunderts."
Paul Kennedy

"Maiskys Tagebuch, makellos ediert von Gabriel Gorodetsky, ist nicht nur ein Werk von größter historischer Bedeutung. Es bietet auch einen faszinierenden Blick auf die anglo-sowjetischen Beziehungen und die britische Politik im entscheidenden Zeitraum von 1932 bis 1943."
Antony Beevor

"Seine unverblümten Darstellungen der politischen und sozialen Schauplätze Großbritanniens (...) sind eine Entdeckung von historischer Bedeutung und Faszination."
Nicholas Shakespeare, The Daily Telegraph, 23. September 2015

"Hitlers Krieg brachte einige bemerkenswerte politische Tagebücher hervor, die heute wesentliche Anhaltspunkte für Historiker sind (...) Auf diese ausgewählte Liste müssen wir jetzt den Namen Maisky hinzunehmen (...) Sein ausführliches Tagebuch ist eine faszinierende und außerordentlich wertvolle Quelle für die Beziehungen zwischen Moskau und London im Krieg. Dessen Veröffentlichung auf Englisch ist die Errungenschaft akribischer Wissenschaft und aufgeklärter Herausgabe (...) (Maiskys) Tagebuch kostete ihn beinahe sein Leben. Jetzt, dank eines qualifizierten und umsichtigen Herausgebers, wird es ihn unsterblich machen."
David Reynolds, Times Literary Supplement, November 2015

"Ein außergewöhnliches Dokument, von einem außergewöhnlichen Mann."
Andy McSmith, The Independent

"Sicherlich das wichtigste Tagebuch aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges seit den Downing Street Tagebüchern, Jack Colvilles Aufzeichnungen über seinen Dienst für Churchill, die vor mehr als 30 Jahren veröffentlicht wurden. Wie Colville zeigt Maisky echtes literarisches Talent sowie die Fähigkeit, fortwährend zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein (...) Alle kommenden Darstellungen dieser Zeit werden sie zukünftig zitieren müssen (...) ausgesprochen lesenswert, enthüllend und gut ediert."
Andrew Roberts, Evening Standard, 24. September 2015

"Vermutlich der wichtigste Beitrag der Geschichtswissenschaft des 21. Jahrhunderts zu unserem Verständnis von den Ursachen, Verläufen und Konsequenzen des Zweiten Weltkriegs (...) Es wird von jedem ge

Langtext

Die Tagebücher des Iwan Maiski, die Gabriel Gorodetsky in Moskau entdeckt hat, sind ein spektakulärer Fund, vielleicht der spektakulärste, der bisher überhaupt in den sowjetischen Archiven gemacht wurde. Wer immer sich für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs interessiert, wird sie mit angehaltenem Atem lesen. 1932 erhielt Iwan Maiski die Ernennung zum sowjetischen Botschafter in London. Früher als andernorts hatte man im Kreml erkannt, dass Hitler vor den Toren der Reichskanzlei stand und seine "Machtergreifung" Europa einen neuen Krieg bringen konnte. Maiski sollte eine Annäherung Moskaus an die Westmächte vorbereiten. Nach vielen Rückschlägen wurde er im Zweiten Weltkrieg tatsächlich zum Architekten des sowjetisch-westlichen Bündnisses. Der Kampf gegen das Dritte Reich war das Lebensthema des weltgewandten Diplomaten und zieht sich wie ein roter Faden durch seine Aufzeichnungen. Dass diese überhaupt existieren, ist eine Sensation, denn unter Stalins Terrorregime konnten sie ihren Urheber leicht den Kopf kosten. So sind Maiskis Tagebücher ein einzigartiges Dokument, das ungewöhnliche Einblicke gibt in die sowjetischen Versuche zur Eindämmung Hitlers. Doch Maiski war auch ein literarisch begabter Beobachter mit besten Kontakten. Seine brillant erzählten Einträge ergeben ein farbiges Gemälde seiner Zeit und bieten intime Einblicke in seine Gespräche - etwa mit Winston Churchill, dessen Hass auf Nazideutschland so tief saß, dass er sogar seine lebenslange Abneigung gegenüber dem Bolschewismus überwand und einen bislang unbekannten, vertrauten Umgang mit dem sowjetischen Botschafter pflegte.

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