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Cover Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

Roman

Erschienen 2017 bei Kiepenheuer & Witsch
Sprache: Deutsch
288 Seiten; 208 mm x 184 mm
ISBN 978-3-462-04870-4

Besprechung

"An keiner Stelle wird dieses Buch pathetisch oder gar rührselig. Dieser Roman ist keiner, der Angst vorm Sterben macht. Im Gegenteil. Er macht Lust auf das Leben." Christine Westermann, Frau tv

Langtext

Wie begegnet man einer Frau, die höchstens noch ein halbes Jahr zu leben hat? Fred glaubt es zu wissen. Er ist alleinerziehender Vater und hat sich zum ehrenamtlichen Sterbebegleiter ausbilden lassen, um seinem Leben mehr Sinn zu geben. Aber Karla, stark, spröde und eigensinnig, arrangiert sich schon selbst mit ihrem bevorstehenden Tod und möchte nur etwas menschliche Nähe - zu ihren Bedingungen.
Als Freds Versuch, sie mit ihrer Vergangenheit zu versöhnen, grandios scheitert, ist es nur noch Phil, sein 13-jähriger Sohn, der Karla besuchen darf, um ihre Konzertfotos zu archivieren. Dann trifft Hausmeister Klaffki in einer kritischen Situation die richtige Entscheidung - und verhilft Fred zu einer zweiten Chance.
Susann Pásztor erzählt in ihrem dritten Roman eine berührende Geschichte über die erstaunliche Entwicklung einer Vater-Sohn-Beziehung - unpathetisch und humorvoll, einfühlsam und mit sicherem Gespür für menschliche Gefühlslagen.

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Kundenbewertungen

Sterbebegleitung 09. Mai 2017
von
Die ehrenamtliche Sterbebegleiterin schreibt eine Geschichte über eine todkranke Frau, die ihre kurze Zeit, die ihr noch bleibt, bestmöglich nützen möchte, um die Welt so ordentlich wie möglich zu verlassen. Fred ist ehrenamtlicher Sterbebegleiter, von seiner Frau getrennt und Vater eines 13-jährigen Jungen, der für sein Alter sehr reif und vernünftig ist. Er lernt die ehemalige sterbenskranke Fotografin kennen und hilft ihr, ihre Negative in den PC einzuscannen. Es entwickelt sich eine Freundschaft, die beide genießen, soweit das in dem Zustand von Karla möglich ist. Dadurch entwickelt sich auch die Vater-Sohnbeziehung im Positiven. Ein berührendes, gut geschriebenes Buch.
28. Februar 2017
?Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster? von Susann Pásztor war mein erstes Buch der Autorin und hat mir gut gefallen. Der Schreibstil und die Sprache passen sich den einzelnen Charakteren an und sind dadurch sehr authentisch und auch realistisch. Die Charaktere sind allesamt sehr eigensinnig gezeichnet und haben für mich gerade durch diese Eigenwilligkeit, ihre Ecken und Kanten, an Authentizität gewonnen. Die Charaktere, egal ob nun Protagonisten oder Nebenfiguren, sind mit ausreichend Details versehen, um mir eine bildhafte Vorstellung von ihnen machen zu können. Die Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven von Fred und Phil erzählt, zwischendurch gibt es auch Einschübe von Karla, es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine Weitererzählung der eigentlichen Handlung, sondern eher um gedankliche Wortfetzen. Der Perspektivwechsel in der ?Erzählung? hat mir gut gefallen, so konnte ich mich sowohl in Phil als auch in seinen Vater Fred hineinversetzen. Gut gefallen hat mir, dass die Beziehung zwischen Fred und Karla nicht dem Klischee entspricht, das man sofort mit Sterbebegleitung und Hospizarbeit verbindet. Durch den Einbezug von Phil wurde die anfänglich doch etwas beklemmende und tatsächlich dem Klischee entsprechende Situation aufgelockert und hat eine besondere Dynamik erfahren. Schön fand ich es, dass auch ein Augenmerk auf die Vater-Sohn-Beziehung geworfen wurde und es nicht hauptsächlich um die Sterbebegleitung von Karla ging. Für mich persönlich war die Beziehung zwischen Karla und Phil am interessantesten und mich hat sehr gefreut, dass Phil sich durch die Zeit bei Karla entwickelt hat. Insgesamt hat mir dieses Buch sehr gut gefallen, es hat mich zum Nachdenken angeregt und wird mich noch eine Weile beschäftigen.
Bewegende Geschichte vom Leben und Sterben 19. Februar 2017
Zum Inhalt Das Buch erzählt davon, wie der etwas unbeholfene Fred Wiener seine erste Sterbebegleitung durchführt. Er ist ehrenamtlicher Hospizmitarbeiter und ist etwas überfordert mit seiner ersten Betreuungsperson: Karla zeigt sich stark und eigensinnig und sieht eigentlich keinen Bedarf eines Sterbebegleiters. Seine Vorstellung davon, wie er Sterbenden die letzten Wochen verschönern kann, indem er unerfüllte Wünsche oder unausgesprochene Träume erfüllt, erweist sich als naiv. Während Fred sich immer wieder die Zähne ausbeißt, ist es sein Sohn, der durch einen kleinen Nebenjob Karla besser kennen lernt. Er ist es schließlich, dem sich Karla nach und nach etwas öffnet. So wächst der sensible Junge, der Vorher nur seine Liebe zu Wörtern im Kopf hatte, ein Stückchen über sich selbst hinaus und wird ein wichtiger Bestandteil von Karlas letzten Wochen. Zur Leseerfahrung Das Buch behandelt ein schwieriges Thema: Sterben und Sterbebegleitung. Ein Thema, das wohl die meisten Menschen überfordert, weil es kein Patentrezept gibt, damit umzugehen. Das Buch zeigt, wie viele Facetten dieser Prozess haben kann und zeigt dem Leser auf diese Weise, dass es kein ?richtig? und ?falsch? gibt, sondern vielmehr, dass das ein sehr individueller Prozess ist. Die große Stärke dieses Buches ist die ruhige Erzählweise, die Emotionen hervorruft, ohne die Geschichte zu dramatisieren. Zum Fazit Ein wunderbares Buch, das dabei hilft, sich mit dem Thema Sterben zu befassen. Mit ihrem unaufgeregten Erzählstil lädt die Autorin den Leser ein, an Karlas Geschichte teilzunehmen und gibt damit die Möglichkeit zu verstehen, was in einem sterbenden Menschen vorgehen kann. Zu den Eckdaten Titel: Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster Autor: Susann Pásztor Verlag: Kiepenheuer & Witsch ISBN: 978-3462048704 Preis: 20,00?

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