Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website zu bieten und erlauben das Setzen von Drittanbieter-Cookies. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Weitere Informationen zu den verwendeten Cookies und zu ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
Cover Das Lob der Torheit

Das Lob der Torheit

Was bedeutet das alles?

von Erasmus von Rotterdam; Übersetzt von: Anton J. Gail

Erschienen 2012 bei Reclam, Ditzingen
Sprache: Deutsch
148 Seiten; 9 mm x 98 mm
ISBN 978-3-15-019036-4

Langtext

Moriae Encomium (so lautet die latinisierte Fassung des griechischen Ausdrucks Morias Enkomion , unter dem das Werk bekannt und berühmt wurde) bedeutet wörtlich übersetzt: Lobrede auf die Torheit . Erasmus hatte den Text bei einer Alpenüberquerung grob entworfen und dann im Hause seines Freundes Thomas Morus ausgearbeitet: Er führt dabei mit beißender Ironie und großem Witz etwas vor, das eigentlich gar nicht gelobt werden sollte, indem er nämlich die Torheit als Person auftreten und eine Verteidigungsrede in eigener Sache führen lässt. Mit Witz und Scharfsinn werden auf diese Weise Missstände offengelegt: Aller Schein gefällt den Menschen besser als die Wirklichkeit. Mitglieder aller Stände sind dünkelhaft und arrogant, ihre Weisheit ist nur eingebildet: Also ist sie, die Torheit, eine der mächtigsten und geschätztesten Figuren überhaupt. Nicht ohne Behagen preist sie ihre Tochter Eigenliebe, Schmeichelei, Vergesslichkeit, Faulheit und Lust an und behauptet felsenfest von sich überzeugt: Jeder Narr ist umso glücklicher, je reichhaltiger nach der Meinung der Torheit seine Verrücktheit ist, nur muss er bei jenem Wahn bleiben, der uns gemäß ist . Indem Erasmus so seiner Zeit den Narrenspiegel vorhält, bewahrt sein ebenso amüsanter wie bitterböser Text eine geradezu beunruhigende Aktualität und enttarnt auch die Torheiten der Folgezeiten bis auf den heutigen Tag.

Drucken

Kundenbewertungen

5,20 €
(inkl. MwSt.)
Versandfertig innerhalb 24h