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Cover Töte mich

Töte mich

Roman

von Amélie Nothomb; Übersetzt von: Brigitte Große

Erschienen 2017 bei Diogenes
Sprache: Deutsch
112 Seiten; 188 mm x 137 mm
ISBN 978-3-257-06989-1

Langtext

Die 17-jährige Tochter des Grafen Neville gibt Anlass zur Sorge. Eines Nachts läuft sie von zu Hause davon und wird im Wald halberfroren von einer Wahrsagerin aufgefunden. Als der Vater das Mädchen abholt, prophezeit ihm die Hellseherin, er werde demnächst einen Menschen töten. Die Tochter macht sich diese Weissagung zunutze. Sie versucht den Vater davon zu überzeugen, dass sie das perfekte Opfer ist. Ein Märchen voller böser Vorzeichen und mit einem Happyend.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. Seit ihrer Jugend schreibt sie wie besessen. Ihre Romane erscheinen in 39 Sprachen. Für 'Mit Staunen und Zittern' erhielt sie den Grand Prix de l'Académie française. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.

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Kundenbewertungen

Genial! 04. November 2017
Ein modernes Märchen mit krassem Titel aus Frankreich. Ich habe Töte mich geliebt! Die Bücher von Amelìe Nothomb mögen manchen vielleicht zu skurril sein, Töte mich ist allerdings meiner Meinung nach anders! Es erzählt die Geschichte einer Tochter, die von ihrem Vater verlangt, dass er sie umbringt. Zu viel verlangt? Wer weiß ? die Erzählung wird auf knapp 120 Seiten auf jeden Fall nicht langweilig. Ganz große Leseempfehlung!
Das Verbrechen des Grafen Neville 26. August 2017
von cosmea
In Amélie Nothombs ?Töte mich? (?Le crime du comte Neville?) geht es um den Grafen Henri Neville und seine Familie, bestehend aus seiner Frau Alexandra und den Kindern Oreste, Electre und Sérieuse. Eines Tages verbringt die 17jährige Sérieuse die Nacht im Wald, wo sie von der Wahrsagerin Rosalba Portenduère gefunden wird. Als Graf Henri seine Tochter abholt, muss er sich nicht nur die Vorhaltungen von Madame Portenduèrre anhören, sondern erfährt auch, dass er bei dem in Kürze stattfindenden großen Fest einen Gast ermorden wird. Die Garden Party wird das letzte gesellschaftliche Ereignis sein, bevor der hoch verschuldete Graf sein Schloss Le Pluvier in den belgischen Ardennen verkaufen und in eine einfache Behausung auf dem Grundstück ziehen wird. Serieuse drängt ihren Vater, sie zu töten, weil sie nichts mehr fühlt und des Lebens überdrüssig ist. Graf Henri ringt mit sich, ob er seine Tochter oder einen missliebigen Gast töten soll. Letzteres scheidet aus, weil ein vorsätzlicher Mord an einem Gast ihn ins Gefängnis bringen und das Ansehen seiner Familie für immer zerstören würde. Am Ende kommt alles natürlich anders gedacht. Amélie Nothomb siedelt ihren Roman in einem dekadenten Milieu an, wo nichts wichtiger ist, als den Schein zu wahren. Das ganze Jahr über wird eisern gespart, um einmal im Jahr alles, was Rang und Namen hat, zu einem glanzvollen Fest einzuladen. So hat es schon Henris Vater Aucassin gehalten, der seine Familie hungern und frieren ließ, so dass Henris geliebte ältere Schwester an Unterernährung starb. Manches ist dem Leser aus früheren Romanen vertraut, zum Beispiel die ausgefallenen Namen, bizarre Charaktere und groteske Elemente im Handlungsverlauf. Es gibt nichts wirklich Neues. Dieser Roman ist sicher nicht ihr bester. Mir haben ihre frühen Romane wesentlich besser gefallen, z.B. ?Stupeur et tremblements?. Einmal mehr ist mir im Übrigen klar geworden, wie viel bei der Übersetzung verloren geht. Als der Vater den Vorschlag der Tochter, sie als Opfer zu wählen, nicht ernst nimmt, sagt sie vermutlich ?Je suis sérieuse? - ?Ich meine es ernst.? (S. 64). Der Doppelsinn ?Ich bin Sérieuse? geht verloren. Die Antwort des Vaters ?Und machst auch noch billige Witze? muss dem deutschen Leser ziemlich rätselhaft vorkommen. Ich empfehle ?Töte mich? nur bedingt. Wirklich überzeugt hat mich der Roman nicht.
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