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Cover Grand Prix

Grand Prix

Der neunte Fall für Bruno, Chef de police

von Martin Walker; Übersetzt von: Michael Windgassen

Erschienen 2017 bei Diogenes
Sprache: Deutsch
384 Seiten
ISBN 978-3-257-60789-5

Kurztext / Annotation

language="ger">Es ist Hochsommer im Périgord und Hochsaison für ausgedehnte Gaumenfreuden und Fahrten mit offenem Verdeck. Eine Oldtimer-Rallye, von Bruno, Chef de police, organisiert, bringt auch zwei besessene junge Sammler nach Saint-Denis. Sie sind auf der Jagd nach dem wertvollsten Auto aller Zeiten: dem letzten von nur vier je gebauten Bugattis Typ 57 SC Atlantic, dessen Spur sich in den Wirren des Zweiten Weltkriegs im Périgord verlor. Ein halsbrecherisches Wettrennen um den großen Preis beginnt.

Martin Walker, geboren 1947 in Schottland, ist Schriftsteller, Historiker und politischer Journalist. Er lebt in Washington und im Périgord und war 25 Jahre lang bei der britischen Tageszeitung The Guardian Bruno

Textauszug

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D em Mondkalender zufolge war heute ein besonders guter Tag, um Brokkoli, Kopfsalat und Blumenkohl zu pflanzen. So wie die Tage davor, bei abnehmendem Mond, besonders geeignet gewesen waren, um Unkraut zu jäten und einen neuen Komposthaufen anzulegen. Bruno Courrèges fragte sich, ob das nicht alles in Wirklichkeit Hokuspokus sei, während er die Setzlinge, die er in seinem Treibhaus vorgezogen hatte, in die Erde steckte. Andere Hobbygärtner, die Bruno kannte und denen er vertraute, nahmen die Ratschläge des Mondkalenders jedenfalls ernst, allen voran der Bürgermeister der französischen Kleinstadt Saint-Denis, in der Bruno Chef de police war. Die Qualität der Produkte, die sie ernteten, gab ihnen recht. Darum wollte es auch Bruno auf einen Versuch ankommen lassen. Sein kleiner Hund Balzac, ein Basset, kauerte auf der anderen Seite des Gemüsebeetes, beobachtete sein Herrchen neugierig und schien sich zu fragen, warum er in diesem Teil des Gartens nicht spielen durf te.

"Das ist wissenschaftlich belegt", hatte Bürgermeister Gérard Mangin beteuert. "Denken Sie nur an die Gezeiten des Meeres. Die Anziehungskraft des Mondes wirkt sich auf die Feuchtigkeit im Boden aus, mal mehr, mal weniger. Also pflanzt man Blattgemüse bei zunehmendem und {8} Wurzelgemüse bei abnehmendem Mond. Ich habe nur gute Erfahrungen damit gemacht."

Als alle Setzlinge Reihe um Reihe gepflanzt waren, wässerte Bruno die zarten grünen Sprossen mit der Gießkanne. Dann reckte er sich, um den Rücken zu entspannen, und wandte sein Gesicht der Morgensonne zu. Wie vom Mondkalender empfohlen, hatte er das letzte Wintergemüse geerntet. Am Vorabend hatte er aus zwei geviertelten Hühnchen, Karotten, Zwiebeln und Kartoffeln ein einfaches, aber wohlschmeckendes Mahl für seine Freunde zubereitet. Jetzt wollte er die Reste mit einer weiteren Portion Gemüse, Knoblauch und grünen Linsen zu einem herzhaften Eintopf verlängern, der ihn und seinen Hund über die nächste Woche bringen würde.

Als er dann in der Küche stand, hörte Bruno seinen Besuch im neu ausgebauten Gästezimmer unterm Dach hin- und hergehen. Er steckte noch ein paar Scheite in den Herd, schloss die Klappe und öffnete sie dann wieder einen Spaltbreit, damit der Eintopf wie gewünscht den ganzen Tag still vor sich hin köcheln konnte. Zum Schluss goss er noch den vom Vorabend übriggebliebenen Rotwein und etwas heißes Wasser in den großen Suppentopf.

Bruno wollte seinen Landrover waschen und schon früh zum Tennisclub fahren, um an dem verabredeten Treffen und der anschließenden Oldtimer-Parade teilzunehmen, einer neuen Attraktion im Veranstaltungskalender von Saint-Denis. Seine Gäste würden im eigenen Wagen nachkommen. Bruno hatte viel Arbeit in die Vorbereitung der Parade gesteckt, konnte sich selbst aber nicht wirklich für Autos begeistern. Weder las er einschlägige Magazine, noch erkannte {9} er auf Anhieb die neuesten Automodelle. Bei Bedarf füllte er Treibstoff und Wasser in die dafür vorgesehenen Tanks und verließ sich ansonsten darauf, dass Autos funktionierten. Sie waren für ihn nichts weiter als Transportmittel für Personen und Güter. Reparatur und Wartung vertraute er Experten an. Er hatte schon viele verschiedene Fahrzeuge gesteuert, zivile und militärische. Heute fuhr er hauptsächlich seinen alten, von einem Jagdfreund geerbten Landrover sowie den Polizeitransporter, der ihm von seinem Arbeitgeber, dem Bürgermeister und Stadtrat von Saint-Denis, zur Verfügung gestellt wurde.

Zu seiner eigenen Überraschung hatte er fast so etwas wie Zuneigung zu seinem Landrover entwickelt. Der Wagen war fast zwanzig Jahre älter als er selbst, so dass er offiziell als Oldtimer galt. Er stammte noch aus einer Zeit vor der standardmäßigen Ausstattung von Kraftfahrzeugen mit verstellbaren Sitzen, Servolenkung oder Antiblockiersystem und war alles andere als bequem. Aber dafür war er geländegängig. Bruno konn

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