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Cover Chaplin

Chaplin

Sein Leben, seine Kunst

von David Robinson; Übersetzt von: Matthias Müller; Brigitte Mentz

Erschienen 2017 bei Diogenes
Sprache: Deutsch
944 Seiten
ISBN 978-3-257-60791-8

Kurztext / Annotation

Mit umfangreichem Apparat und großem Bildteil. Sir Charles Spencer Chaplin jr. war ein britischer Komiker, Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Komponist und Produzent. Geboren am Ende des 19. Jahrhunderts, prägte er das Filmschaffen des 20. Jahrhunderts wie kaum ein Zweiter. Als Ikone des Stummfilms bleibt der kleine Mann mit Schnauz und Melone unvergessen. David Robinsons einzigartiges Monumentalwerk wird Chaplins Person und seinem Schaffen mit vielen Details und Hintergrundinformationen gerecht.

David Robinson, geboren 1930 in Lincoln, ist ein englischer Filmkritiker und Autor. Er verantwortete das Ressort Film bei der Financial Times Times

Textauszug

{7} Vorwort zur ersten Ausgabe

Die Welt besteht nicht nur aus Helden und Schurken, sondern aus Männern und Frauen mit allen Leidenschaften, die Gott ihnen gegeben hat.

Die Unwissenden verdammen,

aber die Weisen haben Mitleid.

Charles Chaplin
Vorspanntext zu Eine Frau in Paris , 1923

Diese enormen Schuhe sind mit 50 000 000 Ösen geschnürt.

Gene Morgan
Journalist aus Chicago, 1915

C harles Chaplins Autobiographie erschien 1964 . Er war zu diesem Zeitpunkt fünfundsiebzig Jahre alt. Das Buch war über fünfhundert Seiten dick, eine phantastische Gedächtnisleistung, wenn man bedenkt, dass es zum größten Teil ohne dokumentarische Hilfsmittel entstand. Manchen Rezensenten erschien diese Leistung damals allerdings zu phantastisch: Sie bezweifelten, dass sich jemand derartig detailliert an Ereignisse erinnern konnte, die ein ganzes Leben zurücklagen.

Nach Chaplins Tod gewährte man mir Zugang zu der gewaltigen Menge an Arbeitsunterlagen, die er hinterließ - Papiere, die zum Teil mehr als ein halbes Jahrhundert lang unberührt geblieben waren. In den öffentlichen Archiven Londons und in alten Theaterakten stieß ich auf längst vergessene Spuren des jungen Chaplin und seiner Familie. Außerdem haben viele Menschen in England und Amerika großzügig ihre Erinnerungen und persönliche Dokumente zur Verfügung gestellt.

Nach Durchsicht dieser riesigen Menge von Material war mein {8} Respekt vor Chaplins phänomenalem Erinnerungsvermögen größer denn je, ich stieß auf nichts, was die Wahrhaf tigkeit seiner Aufzeichnungen hätte in Zweifel ziehen können. Als Beispiel für seine Detailtreue, die durch Archivmaterial immer wieder belegt wird, mag eine Erinnerung aus seinem dreizehnten Lebensjahr dienen, derzufolge sein Bruder , als er zum ersten Mal zur See fuhr, von seiner Heuer fünfunddreißig Schillinge nach Hause geschickt hat. In Sydney Chaplins Seemannspapieren - die für Chaplin nicht zugänglich waren, als er schrieb - ist genau diese Summe aufgeführt. Kleine Ungenauigkeiten sprechen sogar eher für sein Gedächtnis als dagegen. Ein Kinderschreck, einer seiner Lehrer, bekommt in seiner Erinnerung den Namen 'Captain Hindrum', eine alte Varieté-Freundin seiner Mutter heißt 'Dashing Eva Lestocq' und ein freundlicher Inspizient am Duke of York's Theatre 'Mr. Postant'. Wie sich herausstellte, hießen sie Hindom, Dashing Eva Lester und William Postance . Wahrscheinlich hat Chaplin keinen dieser Namen je geschrieben gesehen, und zweifellos hat er sie so wiedergegeben, wie er sie als Kind gehört hatte. Eigentlich zeigen diese kleinen Irrtümer ganz deutlich, dass sich Chaplin beim Niederschreiben seiner Lebensgeschichte eher auf sein phänomenales Gedächtnis verließ als auf nachträglich angestellte Untersuchungen und Rekonstruktionen. Seine Erinnerungen werden fast immer durch andere Belege gestützt, so dass man bei eventuellen Unstimmigkeiten im Zweifel gut daran tut, Chaplin recht zu geben.

Das vorliegende Buch, ursprünglich zwanzig Jahre nach Chaplins eigenem Lebensbericht geschrieben, stellt in Teilen eine Ergänzung zu My Autobiography ( Die Geschichte meines Lebens , Frankfurt 1964 ) dar. An das Werk anknüpfende Nachforschungen haben es ermöglicht, die manchmal etwas zufällig ausgewählten Erinnerungen des Meisters durch weitere Dokumente und Einzelheiten zu vervollständigen. Raoul Sobel und David Francis haben in ihrer Untersuchung Chaplin, Genesis of a Clown bemängelt, dass in den Anfangskapiteln von My Autobiography klare Fak

Beschreibung für Leser

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