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Cover Triple Crown

Triple Crown

von Felix Francis; Übersetzt von: Malte Krutzsch

Erschienen 2019 bei Diogenes
Sprache: Deutsch
416 Seiten
ISBN 978-3-257-60982-0

Kurztext / Annotation

Gerade als Jeff Hinkley beginnt, sich bei der British Horse Racing Authority zu langweilen, flattert ein Hilferuf aus den USA auf seinen Tisch: Vor dem Triple Crown, der hart umkämpften Trophäe des amerikanischen Pferderennens, häufen sich die Hinweise, dass im großen Stil Rennen manipuliert werden. Als bei einer Razzia ein Trainer ermordet wird und nur wenig später alle seine Pferde verschwinden, beschließt Hinkley, auf amerikanischem Turf undercover zu gehen - mit ungeahnten Folgen.

Felix Francis, geboren 1953 als jüngerer Sohn des verstorbenen Bestsellerautors und Ex-Jockeys Dick Francis. Er firmierte bei vier Büchern als Co-Autor seines Vaters und leistete die Recherchearbeit für viele weitere. Bevor er eigene Thriller in der Tradition seines Vaters zu schreiben begann, arbeitete er als Physiklehrer. Felix Francis lebt in England.

Textauszug

2

" D uretika!"

"Ja. Hauptsäch lich Diuretika, dazu ein paar Abführmittel."

"Kein Kokain?"

"Nicht ein Stäubchen."

"Amphetamine? Oder Ecstasy?"

"Nein. Nichts dergleichen."

"Mist!"

Das war am darauf folgenden Morgen in meinem Büro in der BHA -Zentrale in Mittellondon. Nigel überbrachte Tony und mir die traurige Nachricht vom Inhalt des beschlagnahmten Päckchens.

"Der Polizei schmeckt das weiß Gott auch nicht besonders", sagte Nigel. "Meinem Kontaktmann zufolge haben sie die Ermitt lung eingestellt, Jimmy Robinson ohne Anschuldigung laufen lassen und ihn tausendmal um Verzeihung gebeten. Der Hauptkommissar ist echt sauer und will Paul Maldini dafür noch den Marsch blasen." Paul Maldini war der Einsatzleiter der BHA - unser Vorgesetzter. "Der Kommissar meint, wir hätten sie wie einen Haufen Amateure aussehen lassen."

Das stimmte, muss man sagen. Aber wir hatten uns auch selbst blamiert.

Nigel hatte von einem seiner langjährigen Informanten den Tipp bekommen, Jimmy Robinson sei wieder mit Drogen zugange. Vielleicht war es naiv oder voreilig von mir, anzunehmen, es handele sich dabei um verbotene Mittel, aber mit solchen war Jimmy eben schon mal aufgefallen. Ich hatte die Polizei eingeschaltet und nicht lockergelassen, bis der Leiter der National Crime Agency beim Innenministerium eine Abhörgenehmigung für Robinsons Mobiltelefon einholte. So hatten wir erfahren, wann und wo die Übergabe stattfinden sollte.

"Konnten sie Robinson denn gar nichts anhängen?", fragte Tony.

"Erwerb von Medikamenten ohne Rezept?" Nigel zog die Brauen hoch. "Das ist nicht gerade ein Schwerverbrechen. Sie und ich könnten das einfach übers Internet machen."

"Wozu dann die Nacht-und-Nebel-Aktion auf einem abgelegenen Rastplatz?", fragte ich. Aber die Antwort kannte ich schon. Die gekauf ten Medikamente fielen zwar nicht unters Betäubungsmittelgesetz, aber sowohl Diuretika wie auch Abführmittel waren laut Rennordnung für Jockeys verbotene Substanzen.

"Hat Jimmy Robinson Gewichtsprobleme?", fragte ich.

"Hat die nicht jeder Jockey?", fragte Nigel zurück.

Wohl wahr.

Die Renngewichtsvorgaben hatten nie mit der Zunahme an Körpergröße und Gewicht in der Gesamtbevölkerung Schritt gehalten. Bevor harntreibende Mittel 1999 auf die Liste der verbotenen Substanzen gesetzt wurden, hatten Jockeys aller Klassen sie zur Gewichtskontrolle angewendet.

Ein ehemaliger Champion Jockey hatte mir einmal im Spaß erzählt, er habe jeden Tag zum Frühstück nichts als eine Handvoll Pinkelpillen zu sich genommen. "Das Schlimme war, die haben mir so viel Wasser entzogen, dass ich furchtbare Krämpfe bekam", sagte er. "Einmal warf mich jemand im Führring aufs Pferd, und ich kriegte wegen der Krämpfe den Fuß nicht ins Eisen. Erst als wir zum Start geruckelt waren, ging es dann."

Ein anderer erzählte mir von regelmäßig und päckchenweise eingenommenen Abführmitteln. "Explosionsartige Entladung", meinte er lachend. "Ich hätte die Decke bespritzt, wenn ich nicht aufgepasst hätte."

Auf meine Frage, was die Jockeys denn jetzt nach dem Verbot dieser Mittel machten, antwortete er: "Finger in den Hals, mein Freund. Man frisst die Hungerschmerzen weg und lässt dann alles wieder hochkommen, damit man nicht zunimmt. Klug ist anders."

"Bestimmt nicht gut für die Zähne."

"Zähne?" Noch ein Lachen. "Pfeif drauf. Die schlägt man sich bei irgendeinem Sturz sowieso aus."

Ich kam auf die vorliegende Angelegenheit zurück.

"Jimmy musste doch klar sein, dass wir ihn auf Diuretika testen würden", sagte ich.

"Laut Polizeilabor haben wir hier was Neues. Ein Thiazid zwar, was immer das heißt, aber ein synthetisches. Vielleicht dachte Jimmy, davon sieht man im Test nichts. Und vielleicht hat er recht."

"Warum kommt die P

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