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Cover Touristenfrühstück

Touristenfrühstück

Roman

von Zaza Burchuladze; Sonstiger Urheber: Nino Haratischwili; Übersetzt von: Natia Mikeladse-Bachsoliani

Erschienen 2017 bei Blumenbar
Sprache: Deutsch
176 Seiten; 210 mm x 182 mm
ISBN 978-3-351-05036-8

Besprechung

" "Touristenfrühstück" ist das Psychogram eines Autoren, der wie viele Exilanten, innerlich zerrissen ist. Teils beschimpft der Erzähler sich selbst, Georgien und die Georgier, teils überhöht er sich und die anderen. " WDR 5 20180614

Kurztext / Annotation

Heimat ist immer die weiteste Reise
Touristenfrühstück erzählt von einem Mann, einer Frau und einem Neugeborenen auf der Suche nach einem Zuhause. Es ist zugleich die älteste Geschichte und ein Journal unserer Tage.
Touristenfrühstück ist ein Flaneurroman, und hinter den Fassaden Berlins scheinen immer auch die Erinnerungen an Tbilissi durch. Das Spazieren durch die Stadt ist auch ein Spazieren durch die Zeit: zurück zu dem Tag, als er zum ersten Mal mit silbernen Nike-Schuhen zur Schule kam, zurück zu der Nacht, als vor den Augen des Patriarchen seine Landsleute, die für Unabhängigkeit demonstrierten, von sowjetischen Soldaten getötet wurden.
Zaza Burchuladze streift gleichermaßen Hoch- und Popkultur, verbindet das Augenscheinlichen mit dem Verborgenen, schafft Tunnel zwischen den entlegenen Enden unserer Welt.
"Ich hatte lange Angst, Berlin wird zu gemütlich. Zaza Burchuladze wird das verhindern." Bov Bjerg
"Eine literarische Entdeckung." Thomas André, Spiegel Online

Langtext

Touristenfrühstück erzählt von einem Mann, einer Frau und einem Neugeborenen auf der Suche nach einem Zuhause. , Es ist zugleich die älteste Geschichte und ein Journal unserer Tage. Es ist ein Flaneurroman im schwerelosen Raum zwischen Berlin und Tbilissi, Gegenwart und Erinnerung, Geborgenheit und Fremde.

"Mit Zazas Worten begann ich meinen eigenen Boden zu ertasten, mich zu fragen, ob er denn fester ist als seiner, ob unsere beiden Brücken nicht bloß Hängebrücken wären und nicht aus Beton und Stahl, wie wir dies zuweilen anzunehmen hofften.
Ob die pointierten Passagen über den Berliner Alltag oder die Erinnerungen an eine Welt, die es so nicht mehr gibt, die Tage, Wochen und Jahre durchquerend, sie alle führten zu der unweigerlichen Frage, die er sich selbst zu fragen schien und die ich mich als Leserin ebenfalls zu stellen gezwungen sah: Was bedeutet Identität, der wir uns meist so sicher sind, woraus setzt sie sich zusammen, und aus welchen Erfahrungen, Bildern, Gerüchen, Erinnerungen, Auseinandersetzungen, Verletzungen, aus welchen Worten ist sie gestrickt?" NINO HARATISCHWILI

"Ich hatte lange Angst, Berlin wird zu gemütlich. Zaza Burchuladze wird das verhindern." BOV BJERG

"Touristenfrühstück beschreibt, wie Nostalgie in
der heutigen Zeit ihre Bedeutung verlieren kann
und wie dann scheinbar bedeutungslose Dinge
wieder zum Kern der Nostalgie zurückführen.
Die Erinnerungen und gegenwärtigen Eindrücke
schwirren als polyphone Zeilen umher, klanglos,
in der Hoffnung, die einst begrabene Musik zu
wecken." KHATIA BUNIATISHVILI

"Was soll man über Berlin schon Neues sagen?
Alles wurde schon tausend Mal gesagt. Doch
plötzlich kommt da so ein frecher Georgier daher
und eröffnet einem diese unglaubliche Stadt
noch einmal ganz neu." MICHAIL SCHISCHKIN

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Burchuladze, Zaza
Zaza Burchuladze, 1973 in Tbilissi geboren, übersetzte Fjodor Dostojewski und Daniil Charms ins Georgische. Seine Romane und Essays wurden von religiösen Extremisten verbrannt und vom Präsidenten Saakaschwili in der georgischen Tagesschau angeprangert. Im Sommer 2012 wurde er von Unbekannten angegriffen und musste mit seiner Familie nach Deutschland fliehen. Heute lebt und arbeitet er in Berlin. Für seine Romane wurde er mehrfach ausgezeichnet. Bei Blumenbar erschien 2015 sein Roman »adibas«, der von der Stiftung Buchkunst zum »schönsten Buch des Jahres« gewählt wurde. 2017 folgte sein Flucht- und Heimatroman "Touristenfrühstück", für den er 2018 mit dem Brücke-Berlin-Preis ausgezeichnet wurde.

Mikeladse-Bachsoliani, Natia
Natia Mikeladse-Bachsoliani, geboren in Tbilissi, arbeitet beim Goethe-Institut in Tbilissi und übersetzte aus dem Georgischen u. a. Tamta Melaschwilis preisgekrönten Roman "Abzählen" (2015).

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