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Cover Taxi am Shabbat

Taxi am Shabbat

Eine Reise zu den letzten Juden Osteuropas

Erschienen 2017 bei Beck
Sprache: Deutsch
271 Seiten; mit 19 Abbildungen und 1 Karte; 207 mm x 126 mm
ISBN 978-3-406-71297-5

Inhaltsverzeichnis

Vorwort Tschechien - "Ich hatte keine Ahnung, dass es irgendwo eine Synagoge gibt". Der lange Weg von "zionistischen Provokateuren" zu respektierten jüdischen Gemeindemitgliedern Slowakei - "Hören Sie auf Gottes Stimme und helfen Sie uns in unserem tiefsten Unglück". Das Ringen um die Definitionsmacht, wer Täter und wer Opfer ist Ungarn - "Ich bin die Renaissance des Judentums". Leben in einem Land zwischen Selbstbewusstsein und Bedrohung Polen - "Wir erinnern uns, aber wir schauen in die Zukunft". Wie man eine polnische und eine jüdische Identität haben kann Weißrussland - "In jedem Weißrussen steckt im Grunde ein Jude". Die Kunst, in Frieden zu leben und unsichtbar zu bleiben Litauen - "Die hübschesten Mädchen sind schon weg". Die Erinnerung verdrängen, bis es nicht mehr weh tut Ukraine - "Ich will die Kinder nicht nur für Odessa, sondern für die Welt retten". Die Nachwirkungen des Schreckens in einem zerrissenen Land Bibliographie
Bildnachweis
Karte

Besprechung

"Der Blick in die Vergangenheit erhellt aktuelle politische Entwicklungen - die Renaissance des Judentums hängt davon ab, ob Europa sich gegen den erstarkenden Antisemitismus stellen wird."
Ludwig Kramer, Süddeutsche Zeitung, 10. Oktober 2017 "Eindringliches, überaus lesenswertes Buch."
Alexander Kluy, wina, Oktober 2017 "Einfühlsam gegenüber den traurigen Schicksalen der durch den Nationalsozialismus und den Kommunismus doppelt Verfolgten und kenntnisreich in der Sache, gelingt es den Autoren meisterlich, die persönlichen Geschichten in den allgemeinen Geschichten zu spiegeln." Rachel Salamander "Eva Gruberová und Helmut Zeller haben das Buch der letzten jüdischen Überlebenden geschrieben, aber auch der vielen jungen Menschen in Osteuropa, die auf einem Grabmal ein neues Haus errichten wollen."
Ágnes Heller

Langtext

Mehr als 75 Jahre nach Beginn des Holocaust reisen zwei Journalisten an die Orte, die vor dem Zweiten Weltkrieg Zentren des osteuropäischen Judentums waren. Sie wollen wissen, wie sich jüdisches Leben nach 1945 in sieben ehemals kommunistisch beherrschten Ländern im Osten Europas entwickelt hat.

Wurden Juden wieder in ihren Rechten anerkannt, ihr Eigentum restituiert und die Täter zur Rechenschaft gezogen? Verschwand der Antisemitismus oder wurde er verdrängt? Wie spielt sich jüdisches Leben heute ab in Krakau, Prag oder Budapest? Sie sprechen mit den letzten Überlebenden, mit Rabbinern, Gemeindevertretern, jüdischen Intellektuellen, Museumsgründern, Friedhofswärtern, mit den Heimkindern in Odessa und den Bewohnern von Altersheimen, sie erzählen von den Respekt und Bewunderung einflößenden Lebenserfahrungen im Strom der Regimewechsel, der Tauwetter und Repressionen, bis hin zur Auflösung der Sowjetunion und ihren Folgen. Für die jüdischen Gemeinden wird heute viel davon abhängen, ob die Länder Osteuropas bereit sind, der jüdischen Geschichte den ihr zustehenden Platz in den nationalen Erinnerungskulturen einzuräumen. Danach sieht es allerdings nicht aus. Manche glauben zwar an eine "Renaissance des Judentums". Aber in das Europa des noch jungen 21. Jahrhunderts ist der Hass zurückgekehrt.

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