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Cover Die Frau, die liebte

Die Frau, die liebte

Roman. Mit einem Nachwort von Judith Hermann

von Janet Lewis; Übersetzt von: Susanne Höbel

Erschienen 2018 bei DTV
Sprache: Deutsch
136 Seiten; 215 mm x 150 mm
ISBN 978-3-423-28155-3

Besprechung

"Janet Lewis hat mit 'Die Frau, die liebte' einen verstörenden und zugleich kraftvollen Roman erschaffen, der von einer Frau erzählt, die in ihrer Ernsthaftigkeit und Tapferkeit über die Konventionen ihrer Zeit hinauswächst."
Stefanie Rufle, booksection.de 19.03.2018

Kurztext / Annotation

Eine bedeutende literarische Entdeckung, erstmals ins Deutsche übersetzt: die tragische Liebesgeschichte von Bertrande und Martin

Langtext

"Dieser Roman gehört mit zum Besten, was die amerikanische Literatur zu bieten hat." Vikram Seth

Als Martin Guerre nach langjähriger, rätselhafter Abwesenheit endlich zu seiner Frau zurückkehrt, ist Bertrande de Rols, eine Frau von 30 Jahren, von Sinnen vor Glück. Der inzwischen zehnjährige Sohn weicht dem Vater nicht mehr von der Seite, das Gut blüht auf, die große Familie ist wieder vereint. Acht Jahre lang hatte Bertrande sich gesehnt, hatte gebangt und gezürnt, war weder Witwe noch frei gewesen, und jetzt - endlich - kann sie sich hingeben. Der Liebe, ihrer Sinnlichkeit, seinem Begehren. Welcher Dämon treibt ihr plötzlich Zweifel ins Herz? Ist der Mann, den sie liebt, wirklich Martin? Hin- und hergerissen zwischen ihrer Sehnsucht nach Zugehörigkeit und einer düsteren Ahnung, entfesselt sie eine richterliche Untersuchung - und eine Tragödie.

Mit einem Nachwort von Judith Hermann

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Lewis, Janet
Janet Lewis (1899 - 1998) wurde in Chicago geboren und lebte zumeist in Kalifornien. Früh begann sie, Gedichte zu veröffentlichen. Zusammen mit ihrem Mann, dem Dichter Yvor Winters, war sie ihr Leben lang politisch streitbar und aktiv, vehemente Kriegsgegnerin und Fürsprecherin der Indianer und Schwarzen. Mit 'Die Frau, die liebte' griff Janet Lewis einen der berühmtesten Justizfälle Frankreichs auf und schuf den fulminanten Auftakt zu ihrer Trilogie um strittige Justizfälle. Gleichwohl ist sie in Europa bis heute völlig unbekannt.

Höbel, Susanne
Susanne Höbel, geboren 1953, lebt in Südengland und arbeitet seit fast dreißig Jahren als Übersetzerin englischer und amerikanischer Literatur. Sie wurde vielfach ausgezeichnet. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören Graham Swift, Nadine Gordimer, John Updike, Nicholson Baker, Margaret Forster und William Faulkner.

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Kundenbewertungen

Ein Meisterwerk 27. Juni 2018
Beim Lesen des Buches entstehen Historienbilder die sehr liebevoll und detailreich ausgeschmückt sind. Die Spannung hält vom ersten bis zum letzten Wort. Man bekommt Lust, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich eventuell eine Verfilmung anzusehen, bzw. mehr von Janet Lewis zu lesen.
Magisch - DIE FRAU, DIE LIEBTE ! 27. Juni 2018
Genial vom Anfang bis zum Ende - ich hab es in einem Stück durchgelesen, eine wunderbare Sprache. Das Cover so lieblich gestaltet, doch der Inhalt des Romans weit davon entfernt. Der Roman von Janet Lewis ist unbedingt lesenswert! Diese Geschichte nach einer wahren Begebenheit wurde verfilmt was mir bis dato nicht bekannt war - und zwar "Sommersby" mit Jodie Foster und Richard Gere.
Eine unbequeme Verweigerung von Sinn 26. Juni 2018
Es sind einfache Voraussetzungen, die das Leben auf einem Bergbauernhof in der Gascogne um die Mitte des 16. Jahrhunderts prägen: harte Arbeit und eiserne Vorratswirtschaft, eine streng patriarchale Familien- und Gesellschaftsordnung, unangefochtene katholische Moralvorstellungen. Die pragmatische Frage nach dem guten Leben gehört nicht dazu. Eine geringfügige, pragmatisch durchaus begründete Verletzung der traditionellen Ordnung zerstört das Leben einer ganzen Familie. Der aufbegehrende Sohn ? von ebenso hartem Charakter wie sein Vater ? wird und bleibt aus der Familie ausgeschlossen, und als er Jahre nach dem Tode des Patriarchen doch noch von den Soldaten zurückkehrt, scheint er ein sanfterer, verständnisvollerer Mensch geworden zu sein. Und wieder sind es kleine Abweichungen von der traditionellen ehelichen und wirtschaftlichen Norm, die eine familiäre Katastrophe ins Rollen bringen: Die Ehefrau entwickelt Zweifel an der Identität ihres Mannes, ein Darlehen wurde nicht zurückgezahlt ... der folgende Prozess endet mit der Zerstörung aller wohltuenden Täuschungen, die die friedliche Fortführung eines Familienlebens ermöglicht hätten. In diesem Zusammenhang ist der Titel der deutschen Übersetzung irreführend: Bei "The Wife of Martin Guerre" geht es auch um die Liebe zwischen Eheleuten, v. a. aber um Recht und wahre Identität ? es ist das unbedingte Streben nach DER Wahrheit, das zur Katastrophe führt. Aus dieser Wahrheit, die ein historischer Gerichtsfall letztlich zutage gefördert hat, lässt sich kein Sinn im Handeln der Figuren, in ihrem Schicksal erschließen. Das Leben ist, wie es ist, mit all seinen Irrungen, Zufällen und deren Folgen. Einfühlung wird uns beim Lesen nur in die Kinder ermöglicht; je weiter das Leben der Protagonisten voranschreitet, desto unbequemer wird die Verweigerung von Sinn in ihrem Leben. Aber das ist in gestochen präziser Sprache schnörkellos erzählt ? grandios verunsichernd.

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