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Cover Die Schneeschwester

Die Schneeschwester

Eine Weihnachtsgeschichte

von Maja Lunde; Übersetzt von: Paul Berf; Illustriert von: Lisa Aisato

Erschienen 2018 bei btb
Sprache: Deutsch
200 Seiten; Durchgehend vierfarbig illustriert; 247 mm x 223 mm
ISBN 978-3-442-75827-2

Langtext

Bald ist Heiligabend. Für Julian ist das der schönste Tag des Jahres. Lebkuchen und Klementinen, das Knistern und Knacken im Kamin, das flackernde Licht der Kerzen. Außerdem wird Julian an Heiligabend zehn Jahre alt. Doch dieses Jahr ist alles anders. Juni, Julians große Schwester, ist tot. Ein tiefer Schatten liegt über der Familie. Und Julian hat eigentlich nur ein Gefühl: Weihnachten ist abgesagt.

Bis Julian eines Wintertages Hedvig begegnet. Hedvig hat grüne Augen, redet schneller als der Wind und liebt Weihnachten über alles. Ganz langsam glaubt Julian, dass es doch ein Weihnachten für ihn geben könnte. Doch Hedvig hat ein großes Geheimnis.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Lunde, Maja
Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie mit ihrer Familie auch lebt. Sie war bereits eine bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin, als ihr erster Erwachsenenroman, "Die Geschichte der Bienen", international für Furore sorgte. Das Buch wurde in 30 Länder verkauft, stand monatelang auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und war der meistverkaufte Roman 2017. Im Frühjahr 2018 erschien der zweite Teil ihres literarischen Klima-Quartetts, "Die Geschichte des Wassers".

Aisato, Lisa
Lisa Aisato, 1981 geboren, ist eine gefeierte norwegische Illustratorin, Autorin, Künstlerin. Sie wurde nominiert für den Astrid Lindgren Memorial Award, den H.C. Andersen Award, den Brageprisen, den norwegischen Kritikerpreis und den Preis der Buchblogger. 2016 erhielt sie den Sørlandet Literaturpreis. Aisato lebt mit ihrer Familie auf einer südnorwegischen Insel, wo sie eine eigene Galerie betreibt.

Berf, Paul
Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, Kjell Westö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

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Kundenbewertungen

Wunderwunderschön 02. Januar 2019
Julian ist fast 10, an Weihnachten hat er Geburtstag und es sind nur noch wenige Tage bis dahin. Doch dieses Jahr ist alles anders, nichts ist weihnachtlich bei ihm zu Hause, es gibt kein bisschen Freude im Haus. Denn es wird das erste Weihnachten ohne seine Schwester sein, die gestorben ist. Doch dann tritt Hedvig in sein Leben, mit ihrem breiten Lachen und ihrer Lebensfreude. Was für ein wunderwunderschönes Buch! Sowohl die Geschichte, als auch die Illustrationen sind herzberührend und magisch. Ich habe mich auf jedes einzelne Umblättern gefreut und war gespannt, was mich dort erwartet. Ich glaube nicht, dass es möglich gewesen wäre, bessere Illustrationen zu erschaffen. Sie sind nicht nur wunderschön, sondern sie vermitteln die Emotionen perfekt. Julians Eltern sind verständlicherweise sehr traurig. Er nennt sie "Elternkopien", da sie aussehen wie seine Eltern, aber sich kein bisschen so benehmen. Wenn man die Bilder der Eltern anschaut, kann man diese Traurigkeit förmlich in sich spüren. Und genauso sprühen die schönen Bilder vor Freude oder vor Gemütlichkeit. Und nicht nur die Bilder wecken Emotionen, auch die Geschichte. Ein paar Tränen haben sich beim Lesen in meine Augen geschlichen. Das ganze Buch ist so liebevoll gestaltet. Der Einband hat sogar einen Hauch Glitzer. Das Buch ist einfach ein Gesamtkunstwerk. Die Geschichte ist einerseits sehr traurig, aber andererseits auch so voller Hoffnung und Freude. Sie berührt den Leser. Ein Weihnachtsmärchen für Erwachsene. Genau richtig.
Emotionen und Tränen beim Schauen und Lesen 23. Dezember 2018
Julian wird am Heiligabend 10 Jahre alt. In jedem Jahr schlich Julian am Morgen seines Geburtstages nach unten, wo seine Eltern und seine beiden Schwestern ihn erwarteten um mit ihm Geburtstag zu feiern. Doch in diesem Jahr ist alles anders, denn Julians große Schwester Juni lebt nicht mehr. Seine Eltern sprechen kaum noch und Julian hat das Gefühl, dass sie ihn und seine kleine Schwester gar nicht mehr wahrnehmen. Also gibt es in diesem Jahr keine Geburtstagsfeier und kein Weihnachtsfest in Julians Familie. Dazu kommt, dass alle Fotos von Juni aus der Wohnung verschwunden sind. Niemand spricht mehr über sie und zum Friedhof geht auch keiner. Das macht Julian so traurig, dass auch er sich immer mehr zurückzieht. Doch dann lernt Julian ein gleichaltriges Mädchen kennen. Hedvig spricht Julian an und schon bald verbringen die Beiden sehr viel Zeit miteinander. Hedvig ist ein ganz besonderes Mädchen, lacht viel und sogar Julian hat wieder etwas Freude. Ob er wohl mit Hedvig über seine Schwester sprechen kann? ?Die Schneeschwester? ist ein wunderschönes Buch zum Thema Trauer und Trauerbewältigung. Es ist einfühlsam geschrieben ? traurig, hoffnungsvoll und herzerwärmend. Genau dazu passend sind die wunderbaren Illustrationen, die ebenso viele Gefühle ausdrücken wie die erzählte Geschichte. Wunderbar, wie Bilder und Texte miteinander "verschmelzen". Das Buch über Trauer, Freundschaft, Mitgefühl, große Gefühle, Liebe und nicht zuletzt die Magie von Weihnachten hat mein Herz berührt wie bisher kein anderes Buch. Niemals haben mich Emotionen so übermannt, dass ich über große Passagen immer wieder meinen Tränen freien Lauf lassen musste und auch gar nicht anders gekonnt hätte. Ich liebe dieses Buch wie kein anderes. Es bekommt in der Reihe meiner Lieblingsbücher den schönsten Platz.
Tränen garantiert 13. Dezember 2018
Julians Schwester Juni ist im Sommer gestorben. Nun naht Weihnachten und Julian ist traurig: seine Eltern denken vor lauter Kummer nicht daran, dass sie noch zwei Kinder haben und dass bald Weihnachten ist. Julian lernt im Schwimmbad Hedvig kennen und freundet sich mit ihr an. Doch Hedvig hat ein Geheimnis ? und wer ist eigentlich der alte Mann, der immer im Garten von Hedvigs Haus steht? Ein wunderschönes Buch, das zu Tränen rührt! Aber mit sehr trauriger Grundstimmung. Eine Familie verliert ihr Kind, ihre Schwester und versinkt in Trauer und Lethargie. Doch das Leben muss weiter gehen und in Julian hat die Autorin hier einen kleinen Jungen erschaffen, der darum kämpft, dass sich die Eltern aus ihrer Trauer befreien. Wenigstens Schritt für Schritt. Dabei hilft ihm Hedvig, die ihm eine Freundin ist und wieder Freude in sein Leben bringt. Wie süß fand ich die Freundschaft zwischen den beiden Kindern. Und wie habe ich geweint, als Hedvigs Geheimnis ans Tageslicht trat. Das Buch ist schon von außen ein Hingucker. Quadratisch, glitzernd und schön verziert. Aber die Illustrationen im Innern können das Ganze noch toppen. Selten habe ich Bilder gesehen, die Stimmungen so perfekt einfangen können. Die Gesichter der Kinder und Eltern spiegeln ihre Trauer, ihre Freude oder auch ganz einfache alltägliche Szenen so gut, dass man meint, die Personen real vor sich zu sehen. Fazit: Das Buch ist aufgebaut wie ein Adventskalender. 24 Kapitel laden dazu ein, täglich eins davon zu lesen oder vorzulesen. Allerdings habe ich das Buch an einem Tag durch gehabt, weil ich einfach immer wissen wollte, wie es weiter geht. Für Kinder finde ich das Buch jedoch nicht geeignet, es sei denn, auch sie haben den Verlust eines Familienmitgliedes zu verkraften.
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