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Cover Neben uns die Sintflut

Neben uns die Sintflut

Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis

Erschienen 2016 bei Hanser Berlin
Sprache: Deutsch
224 Seiten; 208 mm x 132 mm
ISBN 978-3-446-25295-0

Besprechung

"Lessenich spricht aus, was viele nicht hören wollen. ... Fair einkaufen ist nicht genug, das wird einmal mehr deutlich durch das Buch 'Neben uns die Sintflut'. Doch statt zu entmutigen, versetzt Stephan Lessenich den Leser und die Leserin in eine Art Aufbruchstimmung." Barbara Streidl, taz, 28.02.17

"Dieses Buch würde man manchmal am liebsten in die Ecke feuern, denn der Soziologe Stephan Lessenich konfrontiert einen mit Tatsachen, die man gern verdrängt, weil man sein Leben ändern oder wenigstens ein schlechtes Gewissen haben müsste, wenn man es nicht täte." Susanne Lenz, Frankfurter Rundschau, 14.12.16

"Eine verstörende Analyse weltweiter Ungleichheit. ... 'Neben uns die Sintflut' ist soziologische Analyse und moralischer Appell zugleich. Das Buch legt den Finger in die Wunde, indem es daran erinnert, dass der Reichtum einer Minderheit nicht allein ihrem Fleiß oder einer produktiven Wirtschaft zuzuschreiben ist, sondern maßgeblich, wie Lessenich sagt, der strategischen Position in der Weltwirtschaft." Isabell Fannrich, Deutschlandfunk, 21.11.16

"'Neben uns die Sintflut' erklärt Zusammenhänge einfach und pointiert. ... Es bleibt immer verständlich und spannend zu lesen. Dass man über die Zugespitztheit von Lessenichs Argumenten streiten kann, spricht nicht gegen diese." Wolfgang Seibel, Radio Ö1, 18.11.16

"Lessenich zeigt, dass die Externalisierung kein Unfall ist, auch wenn Politik und Wirtschaft das immer wieer behaupten, sondern dass sie systematisch erfolgt." Roman Herzog, SWR2, 16.11.16

"Der Titel suggeriert es deutlich: Das betrifft uns, eben weil es direkt neben uns passiert - und zwar keineswegs nur moralisch." Gerd Dehnel, rbb Inforadio, 14.11.16

"Lessenich prangert die Schattenseiten unserer auf Konsum und Wachstum basierenden Wirtschaft an." Matthias Hanselmann, Deutschlandradio Kultur, 05.11.16

"Über dieses Buch kann man sich prächtig ärgern, weil es Illusionen zerstört. Aus demselben Grund kann man sich freuen über das Buch, weil man nach der Lektüre einiges klarer sieht. Es ist eines der wichtigsten Debattenbücher dieses Herbstes." Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 22.10.16

"Es gibt Wachstum, aber nicht für alle. Bisher haben die Bewohner armer Länder für unser Wachstum die Zeche bezahlt. ... Lessenichs Buch stellt den Kapitalismus als System in Frage, überzeugend." Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung, 21.10.16

"Stephan Lessenichs Analyse läuft immer wieder auf den Punkt zu, wo er den Leser empfindlich bei der eigenen Lebenswirklichkeit packt." Christian Buß, Spiegel Online, 13.10.16

"Stephan Lessenich legt in 'Neben uns die Sintflut' furios dar, wie sehr unser Wohlstand in der globalisierten Welt darauf basiert, dass wir Armut und Ungerechtigkeit auslagern." Patrick Bauer, Süddeutsche Zeitung Magazin, 29.07.16

Kurztext / Annotation

Wer zahlt den Preis für unseren Wohlstand? Der Soziologe Stephan Lessenich über das soziale Versagen unserer Weltordnung.

Langtext

Uns im Westen geht es gut, weil es den meisten Menschen anderswo schlecht geht. Wir lagern systematisch Armut und Ungerechtigkeit aus, im kleinen wie im großen Maßstab. Und wir alle verdrängen unseren Anteil an dieser Praxis. Der renommierte Soziologe Stephan Lessenich bietet eine brillante, politisch brisante Analyse der Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnisse der globalisierten Wirtschaft. Er veranschaulicht das soziale Versagen unserer Weltordnung, denn es profitieren eben nicht alle irgendwie von freien Märkten. Die Wahrheit ist: Wenn einer gewinnt, verlieren andere. Jeder von uns ist ein verantwortlicher Akteur in diesem Nullsummenspiel, dessen Verlierer jetzt an unsere Türen klopfen.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Lessenich, Stephan
Stephan Lessenich, 1965 in Stuttgart geboren, lehrt am Institut für Soziologie der LMU München und ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Von ihm erschienen zahlreiche Publikationen, u. a. Die Neuerfindung des Sozialen (2008).

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Kundenbewertungen

Wir leben auf Kosten anderer 04. März 2018
Lange Zeit war es üblich, Untersuchungen zur sozialen Ungleichheit auf die jeweiligen nationalen Gesellschaften zu fokussieren. So berechtigt diese Perspektive im jeweiligen Fall auch sein mag, so plädiert der Autor doch dafür, die Folgen des kapitalistischen Wirtschaftens im globalen Maßstab verstärkt in den Blick zu nehmen. Denn dann werde deutlich, dass die Länder in den hochindustrialisierten Zentren des globalen Nordens ihren Reichtum auf Kosten der Länder des globalen Südens erwirtschaften. Das lasse sich nicht zuletzt auf eine durch die Kolonialgeschichte historisch gewachsene, ungleiche Machtverteilung zurückführen. So weit, so bekannt. Bemerkenswert ist an den Überlegungen Lessenichs jedoch die Betonung auf die in vielfacher Hinsicht eingespielte und nicht weiter reflektierte Praxis des Externalisierens von Kosten jeglicher Art, die so selbstverständlich geworden sei, dass sie uns gleichsam zur zweiten Natur wurde. Als Beispiel führt er unter anderem das in den westlichen Ländern sich immer stärker verbreitende Mobilitätsverhalten an: ein für sich persönlich in Anspruch genommenes und als selbstverständlich empfundenes Recht, das man jedoch auf keinen Fall verallgemeinert sehen will. Der kategorische Imperativ bzw. die Goldene Regel werde hier ? und in vielen weiteren Beispielen, die der Autor anführt ?, regelrecht umgedreht: Was du nicht willst, das man dir tut, das füge halt einem anderen zu ? Allerdings stößt nach Ansicht Lessenichs die Praxis des Externalisierens der Kosten zunehmend an seine Grenzen ? wie etwa am Beispiel des Klimawandels und der ?Flüchtlingskrise? deutlich wird ? und es werde daher immer schwieriger, vor dieser Praxis die Augen zu verschließen und die Ungerechtigkeiten nicht wahrhaben zu wollen.
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