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Cover Der freie Hund

Der freie Hund

Commissario Morello ermittelt in Venedig

Erschienen 2020 bei Kiepenheuer & Witsch
Sprache: Deutsch
336 Seiten; 215 mm x 135 mm
ISBN 978-3-462-05245-9

Besprechung

"Venedig-Feeling einmal anders!" Woman, Österreich 20200326

Langtext

Ein Commissario aus Sizilien in Venedig - spannend und hochpolitisch.

Commissario Antonio Morello, genannt "Der freie Hund", hat in Sizilien korrupte Politiker verhaftet und steht nun auf der Todesliste der Mafia. Um ihn zu schützen, wird er nach Venedig versetzt. Er hasst die Stadt vom ersten Augenblick an. Zu viele Menschen, trübes Wasser, Kreuzfahrtschiffe, die die Luft verpesten und die Stadt gefährden - selbst der Espresso doppio, ohne den er nicht leben kann, schmeckt ihm in Sizilien besser. Doch Venedig ist eine große Verführerin. Unaufhaltsam entwickelt sie ihre Anziehungskraft. Als Silvia, die schöne Nachbarin, ihm ihr persönliches, verborgenes Venedig zeigt, werden Morellos Widerstandskräfte auf eine harte Probe gestellt. Da wird der junge Anführer einer Bürgerinitiative gegen die Kreuzfahrtschiffe ermordet, und der freie Hund hat seinen ersten Fall, der ihn tief in die Verstrickungen von italienischer Politik und Verbrechen führt.

Wolfgang Schorlau, Erfinder des Privatermittlers Georg Dengler, und Claudio Caiolo, in Sizilien geboren und in Venedig zum Schauspieler ausgebildet, werfen einen neuen Blick auf ein altes italienisches Desaster. Die beiden Freunde tun dies heiter, gelassen und gekonnt - inmitten der aufregenden Kulisse einer großen Stadt.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Schorlau, Wolfgang
Wolfgang Schorlau lebt und arbeitet als freier Autor in Stuttgart. Neben den neun »Dengler«-Krimis »Die blaue Liste«, »Das dunkle Schweigen«, »Fremde Wasser«, »Brennende Kälte«, »Das München-Komplott«, »Die letzte Flucht«, »Am zwölften Tag«, »Die schützende Hand« und »Der große Plan« hat er die Romane »Sommer am Bosporus« und »Rebellen« veröffentlicht. 2006 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis, 2012 und 2014 mit dem Stuttgarter Krimipreis sowie 2019 mit dem Stuttgarter Ebner Stolz Wirtschaftskrimipreis ausgezeichnet.

Caiolo, Claudio
Claudio Caiolo wurde ein Sizilien geboren und besuchte 1988 bis 1993 die Theaterschule Avogaria in Venedig. 1996 zog er nach Stuttgart und gründete mit Holger Krabel die Theatergruppe LaoTick und schrieb, inszenierte und spielte viele Theaterstücke für Kinder und Erwachsene. Zusammen mit Stefan Jäger schrieb er mehrere Drehbücher für Filmproduktionen.

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Kundenbewertungen

Venedig erfahren 04. März 2020
von begine
?Der freie Hund? ist ein Venedig ? Krimi von den Autoren Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo. Es ist das erste gemeinsame Werk und wieder hoch politisch. Der sizilianische Commissario Antonio Morello wird zu seiner Sicherheit nach Venedig versetzt. Er wird Der freie Hund genannt.Er hat gegen die Mafia gearbeitet. Die Kollegen sind erst nicht so begeistert. Morello setzt sich durch. Er ist ziemlich eigenwillig und handelt oft auf eigene Faust. Mann erfährt, das es die Mafia auch in Venedig gibt und ihre Machenschaften bis hoch in die Regierung bringt. Es ist interessant Morello zu begleiten. Die beiden Autoren schaffen es gekonnt uns in diese Atmosphäre hinein zu bringen. Ich war von dem Krimi gefangen und zitterte bei einigen Stellen. Zum Schluss muss ich das tolle Cover von dem Buch loben.
Venedig zwischen Espresso doppio und Mafia 04. März 2020
Beim Lesen dieses Buches hatte ich filmisch plastisch-intensive Bilder vor Augen. Insbesondere italienisches Lebensgefühl übertrug sich direkt auf mich, nicht nur was die italienische ?Pünktlichkeit? betrifft. Commissario Morello steht in Sizilien auf der Todesliste der Mafia. Zu seinem Schutz wird er nach Venedig versetzt, an einen Ort, an dem ihm alles verhasst ist. Stinkendes Wasser, stinkende Kreuzfahrtschiffe, Massentourismus und Mitarbeiter, die ihn, den Sizilianer, ablehnen. Der Mordfall eines jungen Mannes, der Anführer einer Bürgerinitiative gegen die Kreuzfahrtschiffe war, fordert Commissario Morello heraus, denn entgegen aller Bemühungen der Obrigkeit, ihn zu bremsen, lässt er nicht ab zu ermitteln und gerät dabei tief in politische und mafiöse Verstrickungen und damit selbst in höchste Gefahr. Den beiden Autoren ist ein kurzweilig zu lesender und von Anfang bis Ende spannender Roman gelungen. Viel wörtliche Rede, die sehr ?echt? wirkt, lockert auf und macht das Erzählte lebendig. Angenehm ist, dass die reichlich eingestreuten italienischen Sätze unmittelbar übersetzt werden. Atmosphärisch dicht geschildert überträgt sich auf den Leser unmittelbar die italienische Lebensart, bei der neben der Arbeit noch ganz viel Platz ist für Genuss. Sogar ein verlockendes Kochrezept lässt sich finden. Vielleicht wird ein bisschen viel Kaffee gekocht in der legendären Bialetti-Kaffeemaschine. Vielleicht sind die eingestreuten Infos, Zahlen und Fakten mitunter etwas zu gewollt in die Handlung eingebaut, wobei ich sie durchaus als interessant empfand. Vielleicht wirkt nicht immer alles Geschilderte ganz realistisch, wie zum Beispiel die Kampfszene in der Osteria da Mino. Dennoch macht es Spass, das Buch zu lesen, das im Gesamten gesehen genau das richtige Maß zwischen Humor, Spannung und politischen Seitenhieben findet. Die Spaziergänge durch Venedig mit dem kritischen Blick von Morello und dem liebevollen Blick auf diese besondere Stadt seiner Nachbarin Silvia waren für mich sehr reizvoll. Commissario Morello ist so sympathisch geschildert, dass man seinen Lebensweg gerne weiter verfolgen würde. Fazit: Spannend, durchweg unterhaltsam, macht Lust auf Fortsetzung.
Spannend mit aktuellem Hintergrund 26. Februar 2020
Commissario Antonio Morello, genannt ?Der freie Hund?, wird von Sizilien nach Venedig versetzt, da er dort der Mafia zu nahegekommen ist. Um ihn aus der Schusslinie zu nehmen, soll er sich dort ein neues Leben aufbauen. Die Venezianer sagen, dass ihre Stadt friedlich ist, doch bereits am zweiten Tag wird ein erstochener Mann gefunden. Er war der Anführer eines Komitees gegen die Kreuzfahrt und den Massentourismus. Das Buch beginnt gleich am Anfang sehr turbulent mit einer Verfolgungsjagd durch Venedig. Allerdings ist die Luft dann relativ schnell raus und die nächsten Seiten laufen eher mit. Man erfährt viel über die Hintergründe des Toten und seiner Freunde. Im Laufe des Buches erfährt man auch einiges über die Vorgeschichte von Morello, auch viele Details über die Entstehung und die Macht der Mafia. Teilweise ist es etwas trocken, aber trotzdem sehr interessant. Der Start mit seinen Kollegen ist ebenfalls alles andere als einfach, umso erstaunlicher ist die Wandlung im Laufe des Buches. Gut getroffen ist das Thema des Tourismus in Venedig. Es ist zum einen die Lebensquelle der Stadt, aber die Folgen sind teilweise nicht absehbar. Alles in allem ein sehr aktuelles Buch, das im Laufe der Zeit an Fahrt aufnimmt. Als großer Venedig Fan, kann ich das Buch sehr empfehlen.

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