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Cover Meine Familie und andere Tiere

Meine Familie und andere Tiere

Roman

von Gerald Durrell; Übersetzt von: Andree Hesse

Erschienen 2018 bei Piper
Sprache: Deutsch
400 Seiten; 210 mm x 134 mm
ISBN 978-3-492-05917-6

Besprechung

"'Meine Familie und andere Tiere' ist meine diesjährige Empfehlung für Weihnachtsgeschenkesuchende. Es ist herzerwärmend, aber nicht kitschig, leicht zu lesen, aber nicht seicht, witzig, aber nicht albern, kurz: es ist nahezu perfekt.", fraulehmannliest.com, 20.11.2018

Langtext

"Auf Korfu zu leben, war ein bisschen so, als wäre man in eine dieser opulenten, komischen Opern geraten." Man schreibt das Jahr 1935. Die Durrells sind das britische Klima leid. Was also läge näher, als auszuwandern? So kehrt der zehnjährige Gerry gemeinsam mit seinen drei Geschwistern und seiner Mutter Louisa England den Rücken - und betritt eine zauberhafte Welt, die für die ganze Familie prägend sein wird: die griechische Insel Korfu.
In seinen literarischen Erinnerungen erzählt Gerald Durrell, wie sich sein Blick für die Natur öffnete. Und macht dabei so geistreiche wie witzige Beobachtungen über Mensch und Tier. Über die eigensinnigen Einheimischen, die herrlichen Marotten seiner Familie und die tierischen Gäste in ihrem Haus.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Durrell, Gerald
Gerald Durrell wurde 1925 im indischen Jamshedpur geboren. Als Kind zog er mit seiner Familie auf die griechische Insel Korfu, wo er ein ausgeprägtes Interesse an der heimischen Tierwelt entwickelte. Später leitete er internationale Expeditionen zur Erforschung seltener Arten, aus denen zahlreiche Schriften und Fernsehdokumentationen hervorgingen und engagierte sich im Tierschutz. Durrell starb im Jahr 1995 im Alter von 70 Jahren auf der britischen Kanalinsel Jersey.

Hesse, Andree
Andree Hesse, geboren 1966 in Braunschweig, wuchs in der Nähe von Celle auf. Nach einer Sattlerlehre studierte er an der Hochschule für Fernsehen und Film München. 2001 erschien sein erster Roman »Aus welchem Grund auch immer«, es folgten drei Krimis. Andree Hesse lebt und arbeitet als freier Schriftsteller und Übersetzer englischsprachiger Literatur in Berlin.

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Kundenbewertungen

Turbulent und liebenswert 06. Dezember 2018
Als ich in den frühen 70igern meine Ausbildung zur Buchhändlerin begann, war dieses Buch von Gerald Durrell immer noch ein Standardtitel. Regelmäßig wurde diese heiter-turbulente Familiengeschichte verkauft. Nun bringt der Piper Verlag eine neu übersetzte Ausgabe auf den Markt und aus Nostalgie habe ich das Buch gelesen. Es hat nichts von seinem Charme verloren. Es mutet fast exotisch an, wie die englische Familie 1935 nach Korfu übersiedelt. Sonne und Wärme und wahrscheinlich auch die günstigen Lebenshaltungskosten waren wohl der Grund. Die inzwischen verwitwete Mutter Durell und ihre vier Kinder stammen aus einer typischen Kolonialbeamten-Familie. Sie lebten in Indien, dort wurden die Kinder geboren und haben ihre Kindheit verbracht. Die Rückkehr nach England war wohl auch ein Kulturschock, was zart angedeutet wird, wenn die Mutter ihre indischen und ceylonesischen Kochbücher hortet und auch auf Korfu Currys und andere asiatische Köstlichkeiten zubereitet. Die Beschreibung der Insel mutet fast archaisch an, Hirten und einfache Bauern werden Freunde, immer zur Gastfreundschaft bereit und Trauben, Feigen und Melonen zu teilen. Eine untergegangene Welt, in die ich hier eintauchen konnte. Für Gerry war Korfu Freiheit und Paradies. Ohne lästige Schule ? ein Freund der Familie erteilt ein wenig planlos Privatunterricht ? kann er sich ganz seiner Leidenschaft widmen: Tiere zu beobachten. Hier wird der Grundstein zu seiner Karriere als autodidaktischer Zoologe gelegt. In der Familie geht es turbulent zu: der älteste Bruder schreibt an seinem Roman, Gerry schleppt allerlei Viehzeug an, die Schwester testet ihre Wirkung auf Inselbewohner und allerhand seltsame und skurrile Gäste bevölkern das Haus. Diese Idylle dauert einige Jahre, bis der drohende Zweite Weltkrieg die Familie wieder zurück an England bringt. Auch wenn das Buch schon 1956 zum ersten Mal erschien, es hat sich seine Frische bewahrt und lohnt auch heute noch das Lesen. Eine amüsante, mit typisch englischem Humor geschriebene Geschichte, die viel von der Faszination Durrells für Flora und Fauna vermittelt
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