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Cover Das Geheimnis der verlorenen Zeit

Das Geheimnis der verlorenen Zeit

Roman

von John Wray; Übersetzt von Bernhard Robben

Erschienen 2016 bei Rowohlt, Reinbek
Sprache: Deutsch
736 Seiten; 210 mm x 138 mm
ISBN 978-3-498-07364-0

Besprechung

Das 'Geheimnis der verlorenen Zeit' schert sich um nichts, lässt kein Genre aus - switcht frech hin und her zwischen ernster Literatur und Thriller-Elementen, zwischen phantastischem Roman und Science Fiction und kommt irgendwo zwischen Grass 'Blechtrommel' und 'Alice im Wunderland' zum Stehen. Neue Zürcher Zeitung

Langtext

"Das Geheimnis der verlorenen Zeit" ist einer der megalomanischsten Romane der jüngeren amerikanischen Literaturgeschichte: ein gewitzter, raffinierter Mix aus Wissenschaft, Philosophie, Pop und Unterhaltung. Ein wilder Abenteuertrip, vom Wien der Jahrhundertwende bis ins Manhattan der Gegenwart, von der ersten Dimension in die vierte.
Eingeschlossen in einer Blase angehaltener Zeit sitzt der junge Waldemar Tolliver in einem vermüllten Apartment am Central Park in New York und versucht, Herr seiner Geschichte zu werden. (Aber vielleicht hat er auch nur zu viel Science-Fiction gelesen.) Über hundert Jahre Familiengeschichte muss er erforschen und verstehen, um wieder in die Welt zurückkehren zu können. (Glaubt er.)

Ein grandioses Panorama breitet sich aus: Waldemars Urgroßvater, Produzent eingelegter Gurken und Hobby-Physiker aus dem k.u.k. Znaim, war dem Geheimnis der Zeit auf der Spur. Nein, besser noch: dem Geheimnis menschlicher Reisen durch die Zeit! Leider gingen die Unterlagen bei einem dummen Unfall mit einem Automobil verloren.

Drei Generationen von Tollivers - Genies, Kriminelle, Verlierer, Visionäre - ruhen fortan nicht, das Geheimnis zu lüften, obwohl bald ein deutscher Patentamtsangestellter namens Einstein mit ganz ähnlichen Theorien Schlagzeilen machen wird ...

Um es mit Jonathan Lethem zu sagen: "John Wray ist die nächste Welle der amerikanischen Literatur."

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Kundenbewertungen

Verlorene Zeit 26. September 2016
Ohne auf, die meiner Meinung nach, vielen Schwächen des Buches einzugehen: Für mich waren schon die rund 100Seiten,welche ichgelesen habe- und mehr waren für mich nicht zu schaffen- verlorene Zeit. Schade!
Verlorene Zeit 19. Juli 2016
Das Geheimnis der verlorenen Zeit ist eine wahnwitzige Geschichte über den Begriff der Zeit und deren subjektives Erfassen - den Sprachwitz erkennt man nur in ruhigen Minuten. Eine faszinierende Idee, die Zeit anzuhalten und aus dieser stehenden Zeitblase wieder zu entfliehen müssen. Anhand einer Familiengeschichte wird das Thema Zeit-Wahrnehmung skurril abgearbeitet. Damit die Zeit während des Lesens nicht verloren geht, sollte man sich ausreichend Zeit zum Lesen nehmen.
Unnachahmlich! 19. Juli 2016
Drei Generationen Tollivers jagen auf unnachahmliche Weise nach dem Geheimnis der verlorenen Zeit. Da ist Ottokar, der Gewürzgurkenhändler und Hobbyphysiker aus Znaim um 1903. Da sind Waldemar und Kaspar, seine Söhne, die in Wien studieren. Waldemar, inzwischen SS-Mann und berüchtigt für seine Experimente in Äschenwald. Kaspar, Physiker, flüchtet mit seiner jüdischen Frau und den Zwillingen Enzian und Gentian nach Amerika, wo in seiner zweiten Ehe sein Sohn Orson geboren wird, und Orsons Sohn Waldy ist es, der die Geschichte Mrs. Haven erzählt. Das geschieht schon in der Gegenwart. Egal ob in Znaim, Wien oder Manhattan, die Suche nach der verlorenen Zeit endet immer im Chaos. Da ist von Chronojamming, Chrononavigation, von Trinestridern und Kryptophotonenklingen die Rede, von Andro-Robotern und Photonenblastern. Irgendwie scheinen alle drei Generationen aus der Zeit gefallen zu sein, man war nie sicher ist jetzt die Gegenwart oder ein beliebiger Moment aus den letzten hundert Jahren.

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