Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website zu bieten und erlauben das Setzen von Drittanbieter-Cookies. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Weitere Informationen zu den verwendeten Cookies und zu ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
Cover Die Vertreibung aus der Hölle

Die Vertreibung aus der Hölle

Roman. Ausgezeichnet mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis 2002

Erschienen 2017 bei Suhrkamp
Sprache: Deutsch
492 Seiten; 189 mm x 119 mm
ISBN 978-3-518-39993-4

Kurztext / Annotation

Zwei jüdische Schicksale, getrennt durch vier Jahrhunderte
Was ist aus uns bloß geworden? Bei einem Klassentreffen, 25 Jahre nach dem Abitur, herrscht fröhliche Selbstzufriedenheit - bis Viktor seine ehemaligen Schulkollegen mit der Nazi-Vergangenheit ihrer Lehrer konfrontiert. Es kommt zu einem Eklat, der aus dieser Nacht eine Abenteuerreise in die Vergangenheit macht.

Langtext

Was ist aus uns bloß geworden? Bei einem Klassentreffen, 25 Jahre nach dem Abitur, herrscht fröhliche Selbstzufriedenheit - bis Viktor seine ehemaligen Schulkollegen mit der Nazi-Vergangenheit ihrer Lehrer konfrontiert. Es kommt zu einem Eklat, der aus dieser Nacht eine Abenteuerreise in die Geschichte macht.
Viktor Abravanel, geboren 1955 in Wien, stammt aus einer Familie von Nazi-Opfern. Er wurde Historiker, Spezialist für Frühe Neuzeit. Bei einem Spinoza-Kongreß soll er einen Vortrag halten über das Thema "Wer war Spinozas Lehrer?". Diese Arbeit und die damit verbundenen Recherchen mögen ihn auf die Idee gebracht haben, beim Klassentreffen, am Vorabend seiner Abreise nach Amsterdam, die Frage zu stellen: "Wer waren unsere Lehrer?" Der Lehrer von Baruch Spinoza war der Rabbiner Samuel Manasseh ben Israel, geboren 1604 in Lissabon, der als Kind mit seinen Eltern vor der Inquisition nach Amsterdam flüchtete. Die Rekonstruktion der Biographie dieses Rabbi und Viktors Erinnerungen an seine Schüler- und Studentenzeit zeigen verblüffende Parallellen. Wäre das die Erklärung dafür, daß unsere Biographien nach den Tragödien unserer Väter und Vorväter nur noch Farcen sind? Oder finden wir in der Geschichte immer nur Geschichten, die uns bekannt vorkommen? Im Grunde haben wir zu allen Zeiten immer dieselbe Lehrerin: die Geschichte. Und immer sind wir schlechte Schüler.
Robert Menasse hat einen großen Zeitroman geschrieben, der zwischen den Zeiten oszilliert. Die Erzählung, "wie es wirklich war", zeigt am Ende: unseren Umgang mit Geschichte.

Drucken

Kundenbewertungen

12,90 €
(inkl. MwSt.)
Versandfertig innerhalb 24h