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Cover Bindungsstörungen

Bindungsstörungen

Von der Bindungstheorie zur Therapie

Erschienen 2019 bei Klett-Cotta
Sprache: Deutsch
378 Seiten; 233 mm x 161 mm
ISBN 978-3-608-94532-4

Inhaltsverzeichnis

Danksagung
Vorwort von Lotte Köhler
Vorwort des Autors
Vorwort des Autors zur überarbeiteten und erweiterten Neuauflage
Einleitung

Teil 1 Die Bindungstheorie und ihre Konzepte

Historischer Überblick
Entwicklung der bindungstheoretischen Konzepte
Grundannahmen der Bindungstheorie
Bindung, Genetik, Neurobiologie und Trauma
Konzept der Feinfühligkeit
Konzept der kindlichen Bindungsqualität
Klassifikation der Bindungsqualität des Kindes
Konzept der Bindungsrepräsentation
Bindung zwischen den Generationen und im Verlauf des Lebens
Bedeutung von Schutz- und Risikofaktoren
Bindung und Trennung in anderen psychotherapeutischen Schulen

Teil 2 Bindungsstörungen

Bindung und Psychopathologie
Bindung und Trauma
Theorie der Bindungsstörung
Bindungsklassifikation in diagnostischen Manualen
Diagnostik und Typologie von Bindungsstörungen
Keine Anzeichen von Bindungsverhalten
Undifferenziertes Bindungsverhalten
Übersteigertes Bindungsverhalten
Gehemmtes Bindungsverhalten
Aggressives Bindungsverhalten
Bindungsverhalten mit Rollenumkehrung
Bindungsstörung mit Suchtverhalten
Psychosomatische Symptomatik
Diagnostisches Vorgehen und Methoden der Bindungsdiagnostik
Feststellung der Feinfühligkeit in der Eltern-Kind-Interaktion
Einschätzung der Bindungsqualität von Säuglingen
und Kleinstkindern
Diagnostik von Bindungsstörungen
Diagnostik des Bindungsverhaltens im Vorschulalter
Diagnostik des Bindungsverhaltens im Kindergarten - bis Ende Grundschulalter
Bindungsklassifikation der Bezugspersonen
Fragebogeninstrumente in der Bindungsdiagnostik

Teil 3 Bindungsbasierte Psychotherapie (attachment-based psychotherapy )

Definition und Abgrenzung
Theorie der bindungsbasierten Psychotherapie
Technik der Behandlung
Allgemeine Gesichtspunkte zur Psychotherapie von Erwachsenen
Allgemeine Gesichtspunkte zur Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen
Spezielle Gesichtspunkte

Teil 4 Behandlungsbeispiele aus der klinischen Praxis

Präkonzeptionelle Bindungsstörung
Der unerfüllte Schwangerschaftswunsch - Bindungsangst vor dem phantasierten Kind
Pränatale Bindungsstörung
Angst der Schwangeren vor der Lösung der Bindung durch die bevorstehende Geburt
Schwangerschaftskomplikationen und Risikoschwangerschaft
Pränatale Fehlbildungsdiagnostik
Postpartale Bindungsstörung
Postpartal depressive Mutter
Postpartal psychotische Mutter
Trauma der Frühgeburt
Bindungsstörungen im Kleinkindalter
Keine Anzeichen von Bindungsverhalten
Undifferenziertes Bindungsverhalten
Soziale Promiskuität
Unfall-Risiko-Verhalten
Übersteigertes Bindungsverhalten
Exzessives Klammern
Übermäßige Anpassung
Aggressive Symptomatik
Rollenumkehr
Psychosomatische Symptomatik
Wachstumsretardierung
Eßstörung
Bindungsstörungen im Schulalter
Schulangst
Leistungsverweigerung
Aggressivität
Bindungsstörungen in der Adoleszenz
Suchtsymptomatik
Dissozialität und Delinquenz
Neurodermitis
Bindungsstörungen bei Erwachsenen
Angst-, Panik- und Agoraphobie-Symptomatik
Depressive Symptomatik
Verstrickte Bindung mit Störung in der Trennungsfähigkeit
Narzißtische Symptomatik
Borderline-Symptomatik
Psychotische Symptomatik
Altersdepression
Zusammenfassende Bemerkungen

Teil 5 Ausblick auf weitere Anwendungsgebiete der Bindungstheorie

Prävention
Das Präventionsprogramm " SAFE ® - Sichere Ausbildung für Eltern " Prävention durch B.A.S.E . ® - Babywatching
Familientherapie
Bindung und Gruppen
Gruppenbindungs-Psychopathologie
Gruppenpsychotherapie
Pädagogik
Kritischer Ausblick
Anhang
Fragen des Adult Attachment Interviews
Anmerkungen
Bibliographie
Personenregister
Sachregister

Besprechung

'"In seinem Buch "Bindungsstörungen" tritt Brisch, Papst der deutschen Bindungsforschung in der Tradition Bowlbys, zu dem ehrenhaften Versuch an, die Erkenntnisse der Bindungsforschung für die Psychotherapie zu erschließen. ... Brisch [zeigt] seine Stärken in der Übertragung der bindungstheoretischen Konstrukte auf die Psychotherapie. In beeindruckender Weise bietet er ein Verständnis von Therapie, in dem sowohl Bindungs- als auch Explorationswünschen der Klienten Rechnung getragen werden, und er ordnet dabei typischen Klient-Therapeut-Interaktionen neue Bedeutung zu. ... Brisch zeigt das gesamte Spektrum von Bindungsstörungen, was bei ihm präkonzeptuell, pränatal und postpartal anfängt und bei der Altersdepression aufhört. Er differenziert zwischen Lebensphasen und diagnostischen Kategorien."Bodo Fastje, Gestalt Zeitung, Januar 2016"Diesem Buch wünsche ich eine Entwicklung hin zu einem Grundlagenwerk für Hebammen, Ärztinnen, Psychologinnen, etc., die schwangere Frauen in ihr Muttersein begleiten. Da auch das geburtshilfliche Setting als äußere Realität einen Einfluss hat auf die Ausformung der inneren Realität und somit auch auf das Bindungserleben, ist es m. E. letztendlich auch für die Hebammen, Ärztinnen und Krankenschwestern, die im Kreißsaal oder auf Station arbeiten, unentbehrlich."Petra Schönberner, Hebammen Info, Januar 2012"Mit seinem Buch "Bindungsstörungen", 1999 erstmals erschienen, 2009 in neunter Auflage herausgegeben, hat Brisch die Psychoanalyse mit der Bindungstheorie, die letztlich ein Kind der Psychoanalyse ist, gleichsam wieder versöhnt und diese - wieder - zum Bestandteil eines psychoanalytischen Denkens gemacht."Hans Hopf, Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie, 3/2011"Brisch hat aufbauend auf der Arbeit von Bowlby seinen eigenen Ansatz entwickelt und im vorliegenden Buch dargestellt... Die Bindungstheorie nimmt auch in der Prävention einen wichtigen Platz ein. Sie ist Grundlage der Präventionsprogramme SAFE (Sichere Ausbildung für Eltern. Primäres Präventionsprogramm zur Bindungsentwicklung) und B.A.S.E. (Babywatching: sekundäre Prävention von aggressiven und ängstlichen Verhaltensstörungen bei kleinen Kindern). Auch in der Arbeit mit Familien, Gruppen und im pädagogischen Kontext spielt sie eine wesentliche Rolle."Lisa Rakos, Österreichische Hebammen Zeitung, April 2011"Auf über 300 Seiten findet sich hier ein Standardwerk zum Thema Bindung in der nunmehr 10. Auflage. ...Alles in allem bietet das Buch einen umfassenden und tiefgehenden Überblick in das Thema von einem der derzeit angesehensten Experten auf dem Gebiet."Amir Djawadi, schwangerschaft-baby-kind.de, 15.10.2011"Karl Heinz Brisch hat sein inzwischen in mehrere Sprachen übersetztes Buch über die Anwendung der Bindungstheorie in der klinischen Praxis überarbeitet und mit neuen Forschungsergebnissen erweitert. ... In zahlreichen Fallbeispielen erklärt er ... entsprechende psychotherapeutische Behandlungen vor dem Hintergrund der Bindungstheorie. ... Das Buch ist spannend und lesenswert, in einer verständlichen und anschaulichen Sprache geschrieben. PraktikerInnen werden insbesondere die Fallbeispiele schätzen, in denen gezeigt wird, wie die Bindungstheorie in der klinischen Praxis umgesetzt werden kann. In verschiedenen Settings - ambulant und stationär, in Kooperation mit Kinderärzten und Gynäkologen - kann der bindungstheoretische Ansatz ein wertvolles Mittel darstellen, psychische Störungen zu diagnostizieren und zu behandeln. Und nicht zuletzt eröffnet der Ansatz auch im pädagogischen Bereich wichtige Anhaltspunkte für hilfreiche Interaktionen.
Agnes von Wyl, punktum, 03/2010"Probably the fullest account on how attachment theory may be used to guide treatment methods when dealing with attachment-related problems is that provided by Brisch (2002) ."Sir Michael Rutter (Implications of Attachment Theory and Research

Kurztext / Annotation

Ein Standardwerk, das Strategien weist für Diagnostik, Therapie und Elternschaft: Karl Heinz Brisch entwickelt in dieser vollständig überarbeiteten Ausgabe der "Bindungsstörungen" die integrative therapeutische Praxis um John Bowlbys Paradigma der Bindung weiter und eröffnet neue Perspektiven des Helfens und der Prävention.

Textauszug

"Seit der ersten Auflage dieses Buches ist das Wissen in der Bindungsforschung sowie in der Anwendung der Bindungstheorie enorm gewachsen, so daß eine überarbeitete Neuauflage des Buches erforderlich wurde. Wesentliche neue Erkenntnisse zur Neurobiologie, Genetik, Psychotraumatologie und Präventionsforschung werden in gesonderten Kapiteln beschrieben sowie an einzelnen Stellen, zusammen mit Hinweisen auf die aktuelle Literatur, ergänzt, zudem in ihrer Bedeutung für die Entwicklung einer Psychopathologie diskutiert. Besonders die Bedeutung der desorganisierten Bindung für spätere psychische Störungen und die transgenerationale Verbindung zu traumatischen Erfahrungen der Eltern werden im Kontext der Erkenntnisse der Psychotraumatologie und der Genetik in einer Zusammenschau dargestellt. Dabei stellt sich immer mehr heraus, dass die Entwicklung von einer gesunden sicheren Bindung über die unsichere Bindung, die desorganisierte Bindung bis zur Bindungsstörung ein Kontinuum darstellt, das durch entsprechende Erfahrungen des Kindes mit seinen bedeutungsvollen Bindungspersonen beeinflußt wird. In diesem Zusammenhang wird die Verbindung zwischen desorganisierter Bindung und der Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätsstörung besonders diskutiert, ebenso neue Möglichkeiten der Bindungsdiagnostik in verschiedenen Altersgruppen. Feinfühlige empathische Erfahrungen eines Kindes - von Schutz, Sicherheit sowie von Exploration - fördern seine sichere Bindung, wogegen sich auf dem Boden von traumatischen Erfahrungen des Kindes, wie sie durch alle Formen der Gewalt entstehen, denen das Kind hilflos ausgeliefert ist, Pathologien bis hin zu schwersten Formen der Bindungsstörungen entwickeln können.

Das Kapitel über Prävention wurde um die Beschreibung der bindungsbasierten Präventionsprogramms SAFE ® - Sichere Ausbildung für Eltern sowie das Programm B.A.S.E. ® - Babywatching erweitert. Das Programm SAFE ® beginnt bereits in der Schwangerschaft und begleitet Eltern bis zum Ende des ersten Lebensjahres ihres Kindes, mit dem Ziel, daß sich möglichst viele Kinder sicher an ihre Eltern binden und auf diese Weise einen lebenslangen Schutzfaktor für ihre gesunde Persönlichkeitsentwicklung erwerben sollen. Dieses Programm findet inzwischen sowohl in Deutschland wie auch in anderen Ländern Europas, aber auch in Neuseeland, Australien und Singapur durch die Ausbildung von SAFE ® -Mentoren große Verbreitung. Ziel ist es, daß in Zukunft die Teilnahme an diesem Programm für Eltern so selbstverständlich wird wie der Besuch eines Kurses zur Geburtsvorbereitung. Das Programm B.A.S.E . ® - Babywatching ist eine besondere Form der Empathieschulung für Kindergarten- und Schulkinder ..."

Langtext

Ein Bestseller und Standardwerk, das Strategien weist für Diagnostik, Therapie und Elternschaft: Karl Heinz Brisch entwickelt in dieser vollständig überarbeiteten Ausgabe der "Bindungsstörungen" die integrative therapeutische Praxis um John Bowlbys Paradigma der Bindung weiter und eröffnet neue Perspektiven des Helfens und der Prävention.

"Bindungsstörungen" zeigt Mittel und Möglichkeiten, psychische Störungen aus dem bindungstheoretischen Blickwinkel zu diagnostizieren und zu behandeln - in verschiedenen Settings: ambulant, stationär und in Kooperation mit Kinderärzten und Gynäkologen. In eigenen Untersuchungen und vielen anschaulichen klinischen Beispielen entwirft Brisch die Prinzipien einer bindungsorientierten Psychotherapie. Die Neuauflage berücksichtigt neueste Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften, beispielsweise zu den Spiegelneuronen, und aus Längsschnitt- und Therapiestudien, neue Präventionsprogramme wie SAFE®-Sichere Ausbildung für Eltern und BASE®-Babywatching in Kindergarten und Schule.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Brisch, Karl Heinz
Karl Heinz Brisch, Privatdozent, Dr. med. habil., ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Nervenarzt und Psychoanalytiker. Er leitet als Oberarzt die Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie im Dr. von Haunerschen Kinderspital, Ludwig-Maximilians-Universität, in München. Er ist Dozent sowie Lehr- und Kontrollanalytiker am Psychoanalytischen Institut Stuttgart. Sein Forschungsschwerpunkt umfasst den Bereich der frühkindlichen Entwicklung zu Fragestellungen der Entstehung von Bindungsprozessen und ihren Störungen. Brisch war viele Jahre für Deutschland Vorsitzender der Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit (GAIMH e. V., German-Speaking Association for Infant Mental Health).

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