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Cover Die Mauer

Die Mauer

Roman

von John Lanchester; Übersetzt von: Dorothee Merkel

Erschienen 2019 bei Klett-Cotta
Sprache: Deutsch
348 Seiten; 210 mm x 138 mm
ISBN 978-3-608-96391-5

Besprechung

""Die Mauer" [ist] ein packender Roman [...], spannend, actionreich, handfest und konkret - so konkret wie Beton."
Falter, Bücher-Frühling 2019

"Lanchesters Buch rüttelt auf, ist spannend und gibt einen beklemmenden Einblick in eine Zukunft, die wir noch verhindern können, auf die wir aber unweigerlich zusteuern."
Andreas Wallentin, WDR5 - Bücher, 22.02.2019

"Ein erschütternd gut geschriebener Roman."
Bernd Melichar, Kleine Zeitung, 16.02.2019

""Die Mauer" bleibt bis zur letzten Seite spannend."
Florian Schmid, Straubinger Tagblatt / Landshuter Zeitung, 14.02.2019

"John Lanchester hat mit "Die Mauer" eine Dystopie geschrieben, die umso mehr erschreckt, als vieles davon bereits Realität ist. Der britische Autor nimmt auch seine Leser in die Pflicht."
Doris Kraus, Die Presse, 11.02.2019

"Bedrückend aktuell"
Welt am Sonntag, 03.02.2019

""Die Mauer" [gehört] definitiv zu den interessantesten und lesenswertesten Dystopien der letzten Jahre."
Christian Endres, die Zukunft, 01.02.2019

"Man wird immer tiefer in einen Albtraum verstrickt. [...] Die Szenen, die auf dem offenen Meer der Einbildungskraft treiben, sind fern und nah zugleich. Nach der Logik des Traums verknüpfen sich darin das fesselnde Garn der Abenteuergeschichte unauflöslich mit den höchst konkreten Bildern heutiger Flüchtlingsrealität"
Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 01.02.2019

"Die Mauer ist ein außerordentliches Buch. [...] Für Lanchester ist die Mauer ein Faktum, das die Seelen verwandelt, die zentrale Tatsache inmitten von Wind, Himmel, Meer und Kälte; und diesem starken Bild schafft er Präsenz."
Burkhardt Müller, Die Zeit, 31.01.2019

"Wie es sich anfühlt, auf dem Meer rettungslos umherzutreiben, stellt John Lanchester in seinem Roman ergreifend dar. Das Meer ist kein Überlebensraum. Die Mauer ist es auch nicht, genauso wenig wie die Insel. Wie wollen wir leben?, fragt John Lanchester. Und er fragt es dringlich, weil es ums Überleben geht."
Julia Encke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 20.01.2019

Kurztext / Annotation

Migration, Klimawandel, Brexit - "Die Mauer" - der Roman der Stunde von John Lanchester

In Großbritannien gilt das Gesetz des Stärkeren. Das Land ist von einer hohen Mauer umgeben, die von den Bewohnern um jeden Preis gegen Eindringlinge verteidigt wird. Während in England der Brexit vorbereitet wird, legt Bestsellerautor John Lanchester einen brisanten neuen Roman vor.

Langtext

In Großbritannien gilt das Gesetz des Stärkeren. Das Land ist von einer hohen Mauer umgeben, die von den Bewohnern um jeden Preis gegen Eindringlinge verteidigt wird. Während in England der Brexit vorbereitet wird, legt Bestsellerautor John Lanchester einen brisanten neuen Roman vor.

Joseph Kavanagh tritt seinen Dienst auf der Mauer an, die England seit dem großen Wandel umgibt. Er gehört nun zu jener Gruppe von jungen Menschen, die die Mauer unter Einsatz ihres Lebens gegen Eindringlinge verteidigt. Der Preis für ein mögliches Versagen ist hoch. Schaffen es Eindringlinge ins Land, werden die verantwortlichen Verteidiger dem Meer - und somit dem sicheren Tod - übergeben. Das Leben auf der Mauer verlangt Kavanagh einiges ab, doch seine Einheit wird zu seiner Familie, und mit Hifa, einer jungen Frau, fühlt er sich besonders eng verbunden. Gemeinsam absolvieren sie Kampfübungen, die sie auf den Ernstfall vorbereiten sollen. Denn ihre Gegner können jeden Moment angreifen. Und die sind gefährlich, weil sie für ein Leben hinter der Mauer alles aufs Spiel setzen.
John Lanchester geht in seinem neuen Roman alle Herausforderungen unserer Zeit an - Flüchtlingsströme, wachsende politische Differenzen und die immer größer werdende Angst in der Bevölkerung - und verwebt diese zu einer hochgradig spannenden Geschichte über Liebe und Vertrauen sowie über den Kampf ums Überleben.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

John Lanchester, geboren 1962 in Hamburg, wuchs im Fernen Osten auf und arbeitete in England als Lektor beim Verlag Penguin Books, ehe er Redakteur der »London Review of Books« wurde. Daneben war er für Zeitungen und Zeitschriften wie »Granta« und »The New Yorker« tätig sowie als Restaurantkritiker für »The Observer« und Kolumnist für »The Daily Telegraph«. Er gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern und führenden Intellektuellen Englands.

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Kundenbewertungen

Realistisches Gedankenspiel? 26. Februar 2019
?Die Mauer? spielt in einer unbenannten Zukunft, nach dem ?Wandel?. Um Großbritannien herum wurde eine Mauer gebaut, um ?Die Anderen? draußen zu halten. Jeder, Männer und Frauen, müssen zwei Jahre Wachdienst auf der Mauer leisten. Die Geschichte setzt ein, als Joseph Kavanagh seinen Dienst antritt. Zwei lange Jahre voller 12 Stunden Schichten in der Kälte liegen vor ihm. Und er muss diesen Job ernst nehmen, denn wenn es ein Anderer über die Mauer schafft, wird er selbst auf dem Meer ausgesetzt. Die Lage der Welt wird im Buch eher angedeutet als ausführlich erklärt. Anscheinend ist der Meeresspiegel gestiegen und viele Gegenden sind unbewohnbar. Großbritannien hat sich vom Rest der Welt durch die Mauer abgeschottet. Ein Szenario, wie es heute schon in Ansätzen vorhanden ist, Stichworte: Klimawandel und Flüchtlinge. Allerdings geht es im Roman kaum um die Lage der Welt als Ganzes, sondern eher ganz konkret um Joseph und welche Auswirkungen das auf ihn und sein Leben hat. Besonders gut beschrieben ist die Wut von Joseph Generation auf die der Eltern, die den ?Wandel? in seinen Augen zu verantworten haben und dessen Konsequenzen er nun tragen muss. Ich habe das Buch gerne gelesen, es ist spannend und die Gedankenspiele rütteln auf. Denn lassen wir nicht heute schon ?Andere? im Meer ertrinken, statt ihnen zu helfen? Auch ohne Mauer. Trotzdem ließ mich die Lektüre am Ende auch ein wenig unbefriedigt zurück. Sehr viel bleibt offen. Sehr wenig erfahren wir über die Welt. Ich hätte mir am Ende noch eine Art Aha Erlebnis gewünscht, für den Leser und für Joseph, aber das blieb aus. Man wird zurück gelassen in Hoffnungslosigkeit. Mein Fazit: ein spannendes Buch für alle, die realistische Dystopien gerne mögen. Und die damit leben können, dass nicht alle Fragen beantwortet werden. Ich habe es gerne gelesen, deswegen gebe ich 4 Sterne.
Es ist kalt auf der Mauer 23. Februar 2019
von Ele95
Die Mauer, Dystopie von John Lanchester, 320 Seiten, erschienen bei Klett ? Cotta. Ein sehr aktueller Zukunftsroman von John Lanchester über Klimawandel, Migration, Zukunftsangst. Dieser Roman schildert was passieren könnte, wenn wir unser Umweltbewusstsein nicht ändern. Und wie unsere Kinder und Enkel einst die Folgen dafür zu tragen haben. Nach dem ?Wandel? ist der Meeresspiegel soweit angestiegen, dass Großbritannien, bzw. was davon noch zu sehen ist, mit einer riesigen Mauer umgeben werden muss. Zum Schutz vor dem Wasser aber hauptsächlich vor den ?Anderen?. In dieser Zeit scheint Britannien der einzige Ort zu sein, an dem es sich noch einigermaßen gut leben lässt. John Kavanagh beginnt, wie alle jungen Briten seinen Dienst an der Mauer. D. H. sein Land gegen eindringende Flüchtlinge zu verteidigen. Für jeden Anderen, der es über die Mauer schafft, muss ein Verteidiger hinaus aufs Meer. Was John auf der Mauer erlebt und was er dort findet und verliert, ist in dieser Dystopie formidabel beschrieben. Die 320 Seiten des Romans sind in drei Teile gegliedert, Die Mauer, Die Anderen und Das Meer. Diese teilen sich in 25 Kapitel auf. Die einzelnen Kapitel sind mit einer Kapitelzahl versehen und in einer leserfreundlichen angenehmen Länge. Oft endet ein einzelnes Kapitel , besonders die im 2. Und 3. Teil so spannend, dass ich das Buch nur schwer zur Seite legen konnte. Das sorgt für ein hohes Lesetempo. Die 2.Hälfte habe ich in einem Rutsch ausgelesen, weil ich wissen wollte wie die Geschichte zu Ende geht. Der Autor erzählt in einer ausdrucksstarken, bildmalerischen Sprache aus der Sicht des Protagonisten John Kavanagh. Jederzeit ist der Leser somit ganz nahe am Geschehen. Schon zu Beginn war ich gefangen genommen, z.B. von der Beschreibung, wie der Protagonist an der Mauer ankommt und sie betritt, jede einzelne Stufe bin ich mit ihm emporgestiegen. Immer wieder schaffte es Lanchester mich mit den Augen des Hauptcharakters ?sehen und fühlen? zu lassen, das ist ihm wirklich hervorragend gelungen. Der Protagonist hat in diesem Roman eine beachtliche Wandlung gemacht. Seine anfängliche Einstellung den Eltern gegenüber finde ich schäbig, nicht sie allein und nicht ihre Generation allein ist für den Wandel verantwortlich. Doch im Verlauf der Geschichte wurde er immer sympathischer, da durch den Dienst, die Kameradschaft und spätere Notlage sein Charakter sich positiv veränderte. Die Beschreibung seiner Gefühle in Extremsituationen war einfach nur genial. Den Wind und die Kälte auf der Mauer habe ich beim Lesen gespürt, den ersten Energieriegel, den John auf der Mauer aß, habe ich selbst geschmeckt, unglaublich stark erzählt. Einige Sätze haben mich zum Nachdenken gebracht, z.B. auf S.46 ?Wir haben die Welt zerstört und haben kein Recht mehr sie noch weiterhin zu bevölkern?. Oder auf S. 257 ?Wenn ich ein Anderer war und sie Andere waren, dann war vielleicht keiner von uns mehr ein Anderer, sondern wir waren stattdessen einfach nur ein neues Wir?. In der ersten Hälfte des Buches geschieht nichts Aufregendes, aber das Unaufgeregte ist so genial beschrieben, dass es überhaupt nicht langweilig wird. Als später im Buch eine effektvoll inszenierte Wende eintritt, stieg die Spannung enorm. Die Charaktere sind gut gelungen, die Handlung ist nachvollziehbar. Diese Geschichte hat mich berührt, mich nachdenklich gemacht und wird wohl noch einige Zeit nachwirken. Das Buch beginnt mit demselben Satz, mit dem es auch endet: Es ist kalt auf der Mauer. Von mir einen absolute Leseempfehlung und wohlverdiente 5 Sterne ? volle Punktzahl.
Auf der Mauer, auf der Lauer 17. Februar 2019
Bundeswehr in der Zukunft: Joseph Kavanagh tritt seinen Dienst auf der Mauer an, die ganz Großbritannien umgibt, um sich vor den ?Anderen? zu schützen. Doch als das Reich angegriffen und einige Soldaten getötet werden, gibt man auch Joseph die Schuld daran und verbannt ihn zur Strafe aufs Meer. Harte Zeiten brechen an für den jungen Mann. Zum Glück ist immer Hifa an seiner Seite? Ein etwas düsterer Blick in die Zukunft. Keiner deutet an, wer ?die Anderen? sind, dennoch scheinen sie eine riesige Bedrohung darzustellen. Josephs Dienst auf der Mauer mit all seiner Härte wird sehr drastisch geschildert und man ist als Leser mitten drin in Kälte und Angst. Aber auch im kleinen Pflänzchen Liebe und Zuneigung. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Charaktere waren sympathisch und der Schreibstil sehr flüssig. Das Ende fand ich etwas offen, vielleicht gibt es ja einmal eine Fortsetzung.

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