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Cover GIER - Wie weit würdest du gehen?

GIER - Wie weit würdest du gehen?

Roman - Der neue Bestseller vom Blackout-Autor

Erschienen 2019 bei Blanvalet
Sprache: Deutsch
448 Seiten
ISBN 978-3-641-21517-0

Kurztext / Annotation

Wenn Fiktion zur Realität wird, dann macht Marc Elsberg einen Bestseller daraus! Nach BLACKOUT, ZERO und HELIX der neue Thriller zu einem explosiven Thema.
"Stoppt die Gier!", rufen sie und "Mehr Gerechtigkeit!". Auf der ganzen Welt sind die Menschen in Aufruhr. Sie demonstrieren gegen drohende Sparpakete, Massenarbeitslosigkeit und Hunger - die Folgen einer neuen Wirtschaftskrise, die Banken, Unternehmen und Staaten in den Bankrott treibt. Nationale und internationale Konflikte eskalieren. Nur wenige Reiche sind die Gewinner. Bei einem Sondergipfel in Berlin will man Lösungen finden.
Der renommierte Nobelpreisträger Herbert Thompson soll eine Rede halten, die die Welt verändern könnte, denn angeblich hat er die Formel gefunden, mit der Wohlstand für alle möglich ist. Doch dazu wird er nicht mehr kommen. Bei einem Autounfall sterben Thompson und sein Assistent - aber es gibt einen Zeugen, der weiß, dass es Mord war, und der hineingezogen wird in ein gefährliches Spiel. Jan Wutte will wissen, was hinter der Formel steckt, aber die Mörder sind ihm dicht auf den Fersen ...

Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung "Der Standard". Heute lebt und arbeitet er in Wien. Mit seinen internationalen Bestsellern BLACKOUT, ZERO und HELIX etablierte er sich auch als Meister des Science-Thrillers. BLACKOUT und ZERO wurden von "Bild der Wissenschaft" als Wissensbuch des Jahres in der Rubrik Unterhaltung ausgezeichnet und machten ihn zu einem gefragten Gesprächspartner von Politik und Wirtschaft.

Textauszug

8

Vor Jörn Schesta inspizierten Feuerwehrmänner in schwerem Brandschutz das rauchende Autogerippe und die verkohlten Reste der Insassen. Hinter ihm hielten seine Kollegen mindestens fünf Dutzend Schaulustiger an den Flatterbändern zurück.

Ein Stück weiter vorn klappte ein Notarzt seinen Koffer zu. In seinem Rücken reckten die Gaffer die leuchtenden Bildschirme ihrer Mobiltelefone in die Luft. Wie auf einem Pop-Konzert. Mistkerle!

Entlang der Straße reihte sich eine Kolonne zwölf verschiedener Einsatzfahrzeuge. Zwei Löschzüge der Feuerwehr, noch ein kleinerer der Roten, drei Rettungswagen, Polizei in verschiedenen Varianten.

"Haben wir gerade noch gebraucht, was?", sagte Jörn zum Chef der Feuerwehr. Dessen Gesicht war vom Ruß so schwarz wie sein gewaltiger Schnurrbart. Er sah aus wie Jörns Lieblings-Videospielfigur aus Kindertagen. Machte ihn sofort sympathisch. Statt der blauen Latzhose trug dieser hier einen dicken roten Overall. "Als ob wir nicht schon genug Stress hätten."

Brand-Mario schob den Helm in den Nacken.

"Irgendwo brennt es immer", meinte er lakonisch.

"Mussten Sie schon zu den Demos?", fragte Jörn. Gemeinsamkeit unter Blaulichtlern herstellen.

Der Feuerwehrchef nickte.

"Aber noch nichts Schlimmes", sagte er.

Jörn warf einen Blick über die Schulter des Mannes, auf das Wrack. Nicht schön.

"Schon eine Idee, was hier passiert ist?",

"Sieht klassisch aus. Fahrer verliert die Kontrolle, prallt gegen Bäume, aus."

Von den Leichen zwischen dem verkeilten, von schmutzigen Schaumresten bedeckten Blech sah Jörn kaum etwas.

"Waren sie sofort tot?"

"Wird die Gerichtsmedizin feststellen."

"Das war ein modernes Auto. Brennt das so einfach?"

Brand-Mario zuckte mit den Schultern.

"Nicht so einfach. Aber der hier flog ein paar Meter durch die Luft. Muss ein ganz schönes Tempo gehabt haben für die Stadt. Da werden Kräfte frei. Der Tank kann platzen. Das Metall der Karosserie schlägt beim Aufprall ein paar Funken ... und - wumm! Kann passieren, wenn's blöd läuft." Er wandte sich dem Wrack zu. Betrachtete es andächtig, fast wie ein Kunstwerk. "Jetzt, wo Sie es sagen ... Die Brandfläche könnte etwas anders aussehen, wenn er gleich beim Aufprall explodierte. Unregelmäßiger ... es sei denn ..."

Jörn zügelte seine Neugier und blieb still. Ließ Brand-Mario untersuchen, nachdenken, Schlüsse ziehen.

"... es sei denn, er lag noch kurz da, und das Benzin sickerte nur aus dem Tank, bevor alles in die Luft flog. Und dort", er ging ein paar Schritte zur Seite, zeigte auf Glassplitter. "Die hier stammen von keinem Auto. Sondern von einer Flasche."

"Sie meinen, ein Molotowcocktail?!"

"Waren zum Unfallzeitpunkt Demonstrationen in der Nähe?"

"Ein paar hundert Meter weiter", sagte Jörn.

"Dann sind die Splitter wohl simpler Müll, den irgendjemand hier liegen gelassen hat."

"Was hätte das Benzin entzündet, wenn es keine Funken von der Karosserie waren? Wenn der Wagen da schon ruhig gelegen hat?"

Sein Blick wanderte zu dem angeblichen Zeugen, der bei den Kollegen seine Aussage machte.

"Werden wir herausfinden", sagte Brand-Mario.

"Wann?"

"Heute? Morgen? In einer Woche? Wie Sie sagten: Gerade sollten wir wahrscheinlich woanders sein."

"Das sollten wir immer."

"Wie wahr."

Hinter sich hörte Jörn eilige Schritte. Zwei Polizisten kamen rasch auf ihn zu. Einer hielt sein leuchtendes Handy.

"Das Kennzeichen ist identifiziert", sagte er zu Jörn.

"Bis später", sagte Jörn zu dem Feuerwehrkommandanten und wandte sich den Kollegen zu.

"Es gehört zum Wagen eines Limousinenservices", erklärte der Polizist. "Er war heute Abend für einen Gipfelteilnehmer gebucht."

Jeder von ihnen stöhnte auf.

"Hoffentlich kein hohes Tier", sagte Jörn.

"Ein gewisser Herbert Thompson", erklärte der

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