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Cover Theo und das Geheimnis des schwarzen Raben

Theo und das Geheimnis des schwarzen Raben

von Ute Krause; Illustriert von: Ute Krause

Erschienen 2018 bei cbj Kinder- & Jugendbücher
Sprache: Deutsch
216 Seiten; ab 9 Jahre
ISBN 978-3-641-23097-5

Kurztext / Annotation

Eine verrückte Piraten-Crew, ein mächtiger Zauberer und ein dunkles Geheimnis
Als eines Nachts ein Schiff in der Platane vor Theos Fenster landet und ein waschechter Pirat klammheimlich in sein Zimmer einsteigt, glaubt Theo zuerst an einen schlechten Traum. Doch dann entführt ihn die verrückte Crew des großen Dreimasters auf eine abenteuerliche Reise über die Sieben Weltmeere. Dabei muss Theo immer wieder über sich selbst hinauswachsen - um den Gefahren der Ozeane zu trotzen, aber auch, weil ihn diese Reise seinem verschwundenen Vater ein Stück näher bringt ...

Ute Krause, 1960 geboren, wuchs in der Türkei, Nigeria, Indien und den USA auf. An der Berliner Kunsthochschule studierte sie Visuelle Kommunikation, in München Film und Fernsehspiel. Sie ist als Schriftstellerin, Illustratorin, Drehbuchautorin und Regisseurin erfolgreich. Ihre Bilder- und Kinderbücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und für das Fernsehen verfilmt. Ute Krause wurde u.a. von der Stiftung Buchkunst und mit dem Ver.di-Literaturpreis ausgezeichnet und für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Textauszug


Kapitel 2

Unheimlicher Besuch

Ein Wind war aufgekommen und eine leichte Böe stieß das Fenster auf. Die Fensterflügel schlugen aneinander und davon wurde Theo wach. Die Blätter rauschten, und das Rauschen wurde immer lauter, als kündigte sich ein Sturm an.

Verschlafen setzte Theo sich auf. Gerade als er aufstehen wollte, um das Fenster zu schließen, sah er, wie der alte Baum erbebte. Die Zweige schlugen wild gegeneinander und knackten laut. Die Blätter erzitterten und dann schob sich eine riesige dunkle Wand zwischen den Ästen hindurch und kam mit einem lauten Ächzen und Knarzen in leichter Schräglage zur Ruhe.

Theo drückte sich ängstlich in die Schatten. Er war wie gelähmt. Was hatte das alles zu bedeuten? Leise Stimmen drangen von oberhalb der Wand zu ihm. Kurz darauf wurde etwas durch sein Fenster geworfen und knallte klirrend zu Boden. Es war ein Seil mit einem Eisenhaken. Das Seil wurde angezogen und der Haken verfing sich unter dem Fensterbrett.

Dann sah Theo den Raben, der ihn schon mehrfach besucht hatte. Er hörte den leisen Flügelschlag und sah den schwarzen Schatten, der die Wand hinaufflog. Plötzlich war ein Surren zu hören und es erschien eine Strickleiter. Sie landete direkt auf Theos Fenstersims.

Das Ganze wurde immer unheimlicher. Vorsichtig ließ sich Theo über die Bettkante gleiten und versteckte sich unterm Bett. Sein Herz hämmerte so laut, dass man es sicher im ganzen Zimmer hören konnte. Was passierte hier? Waren Außerirdische im Baum gelandet, die ihn entführen wollten? Oder waren es Einbrecher? Er wollte nach Mama rufen, aber als er den Mund öffnete, kam kein Pieps heraus.

Der Mond schob sich über das Dach des gegenüberliegenden Hauses, und in seinem blassen Licht erkannte Theo eine dunkle Gestalt, die langsam die Leiter hinabkletterte. Der Mann stieß das Fenster auf und ließ sich lautlos zu Boden gleiten.

Er war, soweit Theo das erkennen konnte, etwas merkwürdig gekleidet, trug kniehohe Stiefel, einen breitkrempigen Hut und eine altmodische blaue Uniformjacke mit goldenen Knöpfen. Außerdem hatte er einen Säbel und einen Revolver im Gürtel stecken.

Der Mann sah sich suchend im Zimmer um, bis sein Blick auf Theos Bett fiel. Er stutzte. Ob er wohl bemerkt hatte, dass es leer war?

Theo drückte sich unter seinem Bett fest an die Wand und hielt den Atem an. Der Mann ging zur Kommode, wo er nacheinander alle Schubladen aufzog und sie durchstöberte. Anscheinend fand er nicht, was er suchte, und ging zum Kleiderschrank, der direkt neben dem Bett stand. Seine Stiefel waren nur wenige Zentimeter von Theos Gesicht entfernt und rochen nach Leder und Seetang. Sie hatten Sporen und wirkten schon ziemlich abgetragen. Der Mann durchwühlte den Kleiderschrank und fluchte leise, weil er auch hier nichts zu finden schien. Kein Wunder, Theos T-Shirts und Jeans hätten ihm ganz bestimmt nicht gepasst.

Der Mann wandte sich um, verließ murrend das Zimmer und verschwand im Flur.

Wo wollte er jetzt hin?

Theo schob sich vorsichtig ein Stück unter dem Bett hervor und lauschte. Im Flur war es still. Was machte der Eindringling wohl gerade? Ob er Martins Anzüge anprobierte? Mama würde garantiert einen Schreikrampf bekommen, wenn sie den Mann vor ihrem Kleiderschrank entdeckte.

Theo stand leise auf. Sein Blick fiel auf das große dunkle Ding, das da im Baum vor seinem Fenster festsaß. Es war kein UFO mit Außerirdischen, nein, es war ein riesiges altes Schiff. Es hatte rote Segel und Ausbuchtungen für Kanonen. In goldenen Buchstaben stand ein Name am Bug. Er war leicht nach vorne geneigt und zwischen zwei breiten Ästen eingeklemmt. Theo entzifferte den Namen: Halbmond.

Wieso war ein Schiff in dem Baum vor seinem Fenster gelandet?

Er kniff sich in den Arm. Bestimmt würde er gleich aufwachen. Aber das Kneifen tat weh, also war es wohl doch kein Traum.

Ein Windstoß fuhr durch die Äste, die unter dem Gewicht des

Beschreibung für Leser

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