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Cover Die Stille des Todes

Die Stille des Todes

Thriller

von Eva Garcia Saenz; Übersetzt von: Alice Jakubeit

Erschienen 2019 bei FISCHER Scherz
Sprache: Deutsch
576 Seiten; 216 mm x 136 mm
ISBN 978-3-651-02588-2

Besprechung

Atmosphärischer Thrill aus dem Baskenland: Eva García Sáenz überzeugt mit 'Die Stille des Todes'. Für Sie 20190715

Langtext

Der erste Fall für Inspector Ayala, genannt Kraken.

Es sterben immer zwei. Sie sind immer gleich alt. Und sie kennen sich nicht.

Eine Stadt ist in Angst. In der Kathedrale von Vitoria liegt ein totes Paar, völlig nackt, die Hände auf der Wange des anderen. Das alles gleicht exakt einer Serie von Verbrechen vor zwanzig Jahren, die die Stadt in Atem hielt. Doch der Fall gilt als gelöst, der Täter sitzt in strenger Einzelhaft. Hat man damals einen Unschuldigen verurteilt?

"Perfekt für alle, die atmosphärische Hochspannung lieben." El Mundo
"Ein Thriller, der hypnotisiert!" La Vanguardia
"Düster, spannend und voller unerwarteter Wendungen: Eva García Sáenz entführt den Leser in ein Vitoria der dunkelsten Geheimnisse." La Razón

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

García Sáenz, Eva
Eva García Sáenz stammt aus Vitoria im Baskenland, wo auch ihre Bücher spielen. Ihre Krimi-Serie um den Ermittler Ayala alias »Kraken« machte sie mit einem Schlag berühmt und gelangte auch in Deutschland direkt nach ganz oben auf die Bestsellerliste. Die drei Bände haben sich bis heute über eine Million Mal in Spanien verkauft, die Bücher werden in viele Sprachen übersetzt. Der erste Band, »Die Stille des Todes«, wurde mit Javier Rey fürs Kino verfilmt, eine TV-Serie ist in Planung.

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Kundenbewertungen

Starker erster Fall 31. Juli 2019
Vitoria im Baskenland ist der Schauplatz dieses spannenden Krimis. Während der Feierlichkeiten zum Dia del Blusa werden in der Kathedrale zwei Leichen gefunden: ein Mann und eine Frau, völlig nackt und die Hände wie in einer zärtlichen Geste auf die Wange des anderen gelegt. Inspector Unai López de Ayala, Profilingexperte bei der Kriminalpolizei in Vitoria, erinnert sich sofort an eine Serie von gleichartigen Verbrechen, die vor 20 Jahren die Stadt erschütterten. Damals waren vier Doppelmorde begangen worden, zwei Neugeborene, zwei Fünfjährige, zwei Zehn- und zwei Fünfzehnjährige waren in genau derselben Stellung tot aufgefunden worden. Der Täter, auf den alle Indizien hinwiesen, war ausgerechnet Tasio Ortiz de Zárate, der berühmteste und beliebteste Archäologe des Landes. Überführt und festgenommen wurde er von seinem Zwillingsbruder Inspector Ignacio Ortiz de Zárate! Tasio sitzt seit nunmehr zwanzig Jahren für diese Verbrechen im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses, hatte aber immer seine Unschuld beteuert. Ist der erneute Doppelmord, dieses Mal an zwei Zwanzigjährigen, von einem Nachahmungstäter verübt worden. Oder hat Tasio aus dem Gefängnis heraus den Mord in Auftrag gegeben? Für Inspector Ayala und seine Kollegin Esti beginnt ein nervenaufreibender Fall, der beide auch privat an ihre Grenzen bringt. Der Krimi beginnt mit einem ungewöhnlichen Prolog: Ayala erzählt in der Ich-Form, wie er mit einer Kugel im Kopf auf das Geschehen zurückblickt. Doch dies nimmt keineswegs zu viel vorweg. Die Ermittlungen führen Inspector Ayala und seine Kollegin immer wieder auf neue Spuren. Tasio bietet aus dem Gefängnis heraus Ayala sogar seine Mithilfe an, doch weiß der Inspector nicht, ob er ihm trauen kann. Genauso wird man als Leser immer wieder auf neue Verdächtige und falsche Spuren gelockt, was die Spannung stetig hochhält. Eingeschoben sind Kapitel, die ein Geschehen aus den 70er Jahren um Doctor Urbina und seine verbotene Leidenschaft für eine Patientin erzählen. Erst nach und nach setzen sich die Mosaiksteinchen dieser Vorgeschichte zu einem schlüssigen Zusammenhang mit der eigentlichen Handlung zusammen. Verwirrend sind zu Beginn die vielen baskischen Begriffe und die zahlreichen und sehr langen Namen, Abhilfe schaffen hier aber ein Personenregister und ein Glossar am Ende des Buches. Teils merkwürdig, teils etwas hölzern empfinde ich manche Dialoge. Überraschend, allerdings auch etwas überladen ist die Auflösung am Ende. Hier hätten etwas weniger Verwicklungen gereicht. Gut gefallen hat mir die Beschreibung der historischen Bauwerke der Stadt Vitoria, der Atmosphäre, besonders während der Feierlichkeiten, aber auch die Schilderung des Lebens auf dem Lande, was der Krimihandlung eine charakteristische, unverwechselbare Note gibt. ,,Die Stille des Todes? ist der starke erste Fall für Inspector Ayala, zwei weitere Bände erscheinen bald.
Mysteriöse Serienmorde im Baskenland 23. Juli 2019
Der Fund von zwei Toten weckt böse Erinnerungen in Inspector Unai López de Ayala. Die Opfer, Mann und Frau, liegen nackt in einer liebevollen Umarmung inmiten einer Kirche im spanischen Vitoria. Bereits vor 20 Jahren arrangierte ein Serienmörder seine Opfer auf genau dieselbe Art. Doch für diese Taten sitzt der Archäologe Tasio de Ortiz seit bereits 20 Jahren im Gefängnis und erwartet erst in Kürze seinen ersten Freigang. Ist ein Nachahmungstäter am Werk? Zieht Tasio aus dem Gefängnis heraus die Fäden? Oder war damals vielleicht jemand anderes der Täter, wie der Verurteilte seit 20 Jahren behauptet? Etwa sein Zwillingsbruder? Während die Ermittler noch im Dunkeln tappen, wird die Mordserie nach altem Schema fortgeführt? Mit ?Die Stille des Todes? startet die Trilogie um den spanischen Ermittler Ayala, genannt ?Kraken?. Bereits den Beginn fand ich schon sehr interessant: Inspector Ayala hat eine Kugel im Kopf und erzählt anschließend rückblickend, wie es dazu kam. Normalerweise bin ich bei Romanen aus der Ich-Perspektive skeptisch, oftmals sind mir diese zu subjektiv oder enthalten viele langweilige Gedankengänge. Durch den taktischen Kniff, alles rückblickend zu erzählen, kann der Inspector allerdings Unwichtiges auslassen und verschont den Leser mit irrelevanten Gedankenkarussells. Inhaltlich ist der Fall recht anspruchsvoll, Inspector Ayala und seine Kollegin Inspectora Estíbaliz Ruiz de Gauna ermitteln in viele Richtungen, tragen nach und nach Fakten zusammen ? aber der entscheidende Hinweis offenbart sich erst ziemlich spät. Zudem bietet der damalige Verurteilte seine Hilfe bei der Suche nach dem Täter an. Da weiß man auch nicht, ob es ein Trick ist, seine Weste reinzuwaschen, oder ob im Gegenzug jemand ihm oder seinem Zwillingsbruder die Morde unterschieben will. Zusätzliche Rückblicke in die 1970er Jahre erzählen ergänzend von der Vergangenheit der Mutter der Zwillinge, welche sich nach und nach in das Gesamtbild einfügt und Hinweise auf den wahren Täter der Mordserie liefert. Die Spannung des Thrillers hält bis zum Ende an und geht über den Punkt des Kopfschusses auf den Inspector hinaus. Der Lokalkolorit ist wunderbar in die Handlung eingewoben mit diversen historischen Bauten, Volksfesten und Spezialitäten, ebenso das Private der Ermittler, was jedoch nur einen angenehm geringen Anteil im Vergleich zu den Ermittlungen ausmacht. Mir hat dieser doch recht komplex aufgebaute Thriller sehr gut gefallen, die Folgebände werden hoffentlich ebenso spannend.
Sehr guter Auftakt für den KRAKEN 23. Juli 2019
2016 - Vitoria im Baskenland: Bei den Renovierungsarbeiten an der Kathedrale finden die Arbeiter zwei junge nackte Menschen auf dem Boden der Krypta liegend vor. So, wie sie arrangiert wurden, lässt die Zurschaustellung sofort an eine Mordserie von vor 20 Jahren denken. Aber der damals verurteilte angesehene Archäologe Tasio Ortiz de Zarate sitzt in Zaballa im Hochsicherheitstrakt und wartet nach 20 Jahren auf seinen baldigen Hafturlaub. Inspector, Profilingexperte und Fallanalytiker Unai L?pez de Ayala genannt KRAKEN und seine Kollegin und beste Freundin Inspectora Estibaliz ?Esti? Gauna, spezialisiert auf die Analyse der Opfer, gehen beide gerne Wege neben der Legalität bzw. neben dem Gesetz. Sie suchen nach dem neuen Täter bzw. versuchen neue Morde zu verhindern. Kein leichtes Unterfangen. In einem weiteren Handlungsstrang aus dem Jahr 1069 lerne ich Blanca Díaz de Antoñana und den Gynäkologen Álvaro Urbina kennen. Durch die verschiedenen Handlungsstränge, bei denen ich erst zum Schluss dahinter komme, wie sie alle zusammen hängen, steigt die Spannung hoch und bleibt auch oben. Nachdem ich mich an die spanischen Namen und Orte gewöhnt hatte, ging es mit dem Lesen leicht und flüssig vorwärts. Die intensive Beschäftigung mit dem Seelen- und Gefühlsleben von Unai lässt die Seiten nur so durch meine Finger gleiten. In der Mitte hat die Geschichte zwar ein paar Längen, was aber der Geschichte insgesamt nicht geschadet hat. Eva Garcia Sáenz stellt mir auch die anderen Personen sehr menschlich und nahbar vor. Ich hatte schnell ein intensives Verhältnis mit einigen von ihnen. Dass ich die Inspectoren auch privat etwas näher kennenlerne gefällt mir sehr gut. Wobei Unais 94jähriger Opa sofort mein Herz erobert hat. Ich erfahre so ganz nebenbei einiges über die Jahrhunderte alte Stadtgeschichte, über Bräuche und Feste in der Region. Immer wieder eingefügt spanische Worte oder Satzteile, sorgen bei dem Thriller noch mehr für das lokale Flair. Die einzelnen Kapitel sind mit Orts- und Datumsangaben überschrieben, wodurch ich einen noch besseren Überblick über das Geschehen habe und alles besser gedanklich einsortieren kann. Neben der ausführlichen Danksagung werden mir im Anschluss an den Thriller viele der hier agierenden Personen vorgestellt. Im Glossar erfahre ich Ausführlicheres von Orten und Namen, denen ich in der Geschichte begegnet bin. Überhaupt hat es mir gut gefallen, dass ich viele Informationen rund um das Baskenland bekomme. Einem Landstrich, mit dem ich mich bisher nur sehr wenig bzw. gar nicht beschäftigt habe. Hier aber bekomme ich richtig Lust, diese Gegend auf meine Reiseliste zu setzen. In allem lese ich auch die Liebe der Autorin zu ihrem Land. Ich habe einen packenden Thriller gelesen, der mich mit einem etwas ungewöhnlichen Prolog und interessanten Personen sofort gefesselt hat. Dass ich dabei noch einiges über das Baskenland erfahren habe, ist ein interessanter Nebeneffekt. Ein Buch, dem ich meine Leseempfehlung gebe!

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