Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website zu bieten und erlauben das Setzen von Drittanbieter-Cookies. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Weitere Informationen zu den verwendeten Cookies und zu ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
Cover Der hohe Preis des Friedens

Der hohe Preis des Friedens

Geschichte der Teilung Tirols. 1918 bis 1922

Erschienen 2018 bei Tyrolia
Sprache: Deutsch
344 Seiten; 151 sw Abb., 6 Übersichtskarten; 231 mm x 159 mm
ISBN 978-3-7022-3711-0

Langtext

Grenzziehung per Geheimvertrag - die dramatische Geschichte Tirols zwischen 1918 und 1922

Die Teilung Tirols 1918 ist untrennbar mit dem Ersten Weltkrieg und dessen Verlauf verbunden. Zu Kriegsbeginn blieb das Königreich Italien vorerst neutral, verhandelte jedoch hinter den Kulissen mit den Mächten der Entente über mögliche Gebietszugeständnisse im Falle eine Kriegseintritts. Im April 1915 war dann das Ziel der italienischen Diplomatie erreicht: Im Londoner Geheimvertrag wurde dem noch relativ jungen Staat unter anderem der überwiegend deutschsprachige, südliche Teil Tirols bis zur Brennergrenze zugestanden. Im Jahr 1918 schließlich erfolgte der Zusammenbruch der Monarchie, in den letzten Tagen vor dem Waffenstillstand in der Villa Giusti hatte die Dritte Piave-Schlacht die entscheidende Wendung für Italien gebracht.

Für Tirol begann nur wenig später ein traumatischer und dramatischer Prozess, im Zuge dessen zwischen dem nördlichen und südlichen Landesteil eine neue Staatsgrenze gezogen wurde. Diese Teilung Tirols jährt sich im Herbst 2018 zum 100. Mal. Zeit also für eine neue Publikation, die eben diesen Prozess der Teilung wissenschaftlich fundiert und auf der Basis neuester Erkenntnisse betrachtet. Im Rahmen der klassischen Diplomatiegeschichte wird dabei auch auf soziale, wirtschaftliche und mentalitätsgeschichtliche Aspekte der Teilung Tirols eingegangen werden. Zahlreiche Dokumente, Briefe und Fotografien geben einen tieferen und unmittelbareren Eindruck dieser für die Tiroler Geschichte des 20. Jahrhunderts entscheidenden Ereignisse.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Dotter, Marion
Marion Dotter, Mag., geb. 1991 in Wien, studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte betreffen die Geschichte der Habsburgermonarchie sowie jene der österreichisch-italienischen Beziehungen vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Im Moment arbeitet sie an einer Dissertation zum österreichischen Adel an der LMU München.

Wedrac, Stefan
STEFAN WEDRAC, Dr., Historiker an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der späten Habsburgermonarchie; Geschichte der Krankenkassen; Geschichte Italiens und der Italiener in Österreich-Ungarn; Geschichte Triests; Erster Weltkrieg; Rechtsund Justizgeschichte 1918-1945.

Drucken

Kundenbewertungen

Gelungenes Werk zur Zeit nach dem 1. WK in Tirol 26. Februar 2019
Während die Kriegszeit in Tirol schon öfter beleuchtet und mit exemplarischen Einzelschicksalen und Lebensgeschichten von ZeitzeugInnen belichtet wurde, gibt es relativ wenige Werke, die sich mit dem Menschlichen in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg befassen. Das ist ein Grund dafür, dass dieses Werk so wichtig für die Aufarbeitung des 20. Jahrhunderts in Tirol ist. Das Buch liest sich sehr gut, die einzelnen Kapitel sind weder zu lang noch zu kurz. Zahlreiche Bilder helfen, die damalige Zeit besser zu verstehen. Besonders die wirtschaftliche Entwicklung Gesamttirols in der Nachkriegszeit ist spannend aufgearbeitet, da die angespannte Situation in Tirol durch viele Geschichte und Anekdoten wiederbelebt wird. Das Buch ist sicher besonders interessant für Personen, die sich mit der Zeit des 1. Weltkriegs und dem 20. Jahrhundert in Tirol bereits beschäftigt haben, da es durch das Augenmerk auf das Menschliche ein differenziertes Bild jener Zeit entwirft. Insgesamt ist das Werk also eine gelungene Ergänzung zur bisherigen Kriegs- und Nachkriegsliteratur.
28,95 €
(inkl. MwSt.)
Versandfertig innerhalb eines Werktages