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Cover Südtiroler Kräuterfrauen

Südtiroler Kräuterfrauen

Ihr Leben, ihr Heilwissen, ihre Rezepte

Erschienen 2014 bei Löwenzahn Verlag
Sprache: Deutsch
256 Seiten
ISBN 978-3-7066-2754-2

Kurztext / Annotation

GEHEIMNISVOLL UND KOSTBAR: DAS LEBEN UND HEILWISSEN VON 21 KRÄUTERFRAUEN

Seit Jahrhunderten liegt das Wissen um die Heilkräfte der Natur in den Händen von Kräuterfrauen, die es bewahren und sorgsam pflegen. Bis heute schöpfen wir aus dem Erfahrungsschatz der Kräuterfrauen und nutzen Heilkräuter für Gesundheit und Schönheit.
21 Frauen aus ganz Südtirol erzählen in diesem Buch aus ihrem Leben und geben - manche von ihnen zum ersten Mal - einen Einblick in ihre Welt, in der die Kräuter und der achtsame Umgang mit überliefertem Wissen einen wichtigen Platz einnehmen.
Wir lernen zum Beispiel Josefa Grass kennen, die Erbin des alten Kräuterwissens. Karin Fedrigotti Weissensteiner zeigt uns ihren Kräutergarten und die erfahrene Emma Golser führt uns in ihren Kräuterkeller und ihre Hausapotheke.
In einfühlsamen Porträts und stimmungsvollen Bildern lassen uns die Autorinnen Irene Hager, Astrid Schönweger und Alice Hönigschmid an den Geschichten der Kräuterfrauen teilhaben. Sie haben Lieblingsrezepte und praktische Tipps der Kräuterfrauen zusammengestellt, die auch Ihren Alltag bereichern und beleben werden!
So verrät uns beispielsweise Kräuterfrau Helene Schwarz, dass sie Wildfleisch, Ragout und Gulasch gerne mit Gundelrebe würzt. Aber die Gundelrebe 'schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch sehr gesund und ihr wird eine blutreinigende Wirkung nachgesagt. Die Blüten und Blätter sammelt man am besten vormittags zwischen zehn und elf an einem sonnigen Tag - das gilt übrigens immer für das Sammeln von Kräutern'.

- 21 Kräuterfrauen im Porträt
- neues und überliefertes Wissen aus allen Tälern Südtirols
- mit wertvollen Tipps und Rezepturen
- vielseitige Zugänge zum Leben und Heilen mit Kräutern
- Informationen zu den Kräuterhöfen und -produkten
- gut strukturiert und ansprechend gestaltet
- zahlreiche stimmungsvolle Fotografien
- Einblicke in das Leben und die Philosophie der Kräuterfrauen
- Zeitreise in die Vergangenheit der Kräuterheilkunde: vom alten Sumer bis heute

Irene Hager, Pädagogin und ausgebildete Kuratorin für Kommunikation im Museums-, Ausstellungs- und Ausbildungsbereich, ist seit vielen Jahren als Kultur- und Museumsvermittlerin tätig. Ihre Schwerpunkte liegen in der Alltagsgeschichte und Volkskunde. Den Sommer verbringt sie regelmäßig auf der Alm, wo sie ihr Kräuterwissen ständig erweitert. Astrid Schönweger, Autorin des Buches 'Die Vintschger Typenlehre', freischaffende Kuratorin, Unternehmerin und Lebensberaterin, arbeitet in der Erwachsenenbildung. Seit langem beschäftigt sie sich umfassend mit den Themen Frauengeschichte, Frauenwissen und Überlieferung. Alice Hönigschmid ist freiberufliche Kommunikations-Grafikerin und hat sich auf Publikationen und die Gestaltung von Ausstellungen spezialisiert. Gemeinsam mit den beiden Autorinnen hat sie bereits mehrere Ausstellungen gestaltet.

Textauszug



"Frauen waren schon immer Heilerinnen. In allen Kulturen der Welt gibt es Mythen, die eine Zeit beschreiben, in der nur die Frauen um die Geheimnisse von Leben und Tod wussten und von daher nur sie fähig waren, die magische Kunst des Heilens auszuüben." 20

Jeanne Achterberg

"Ihr Wissen um die Geheimnisse der Natur, um Leben und Sterben, ihr Einfluss auf Geburt und Tod war vielen Menschen unheimlich, nicht selten wurden sie bedroht und verfolgt. Ihre Akzeptanz hing eng mit dem jeweils herrschenden Frauenbild zusammen, die Frage nach ihrer Kompetenz entpuppte sich immer wieder als Frage der Macht."21

Susanne Dieterich

W as hat die Geschichte der Heilerinnen mit den Kräuterfrauen zu tun? Wer sich auf die Suche nach dem Begriff "Kräuterfrau" macht, wird im Duden entdecken: Frau, die [Heil]kräuter sammelt und sich auf deren Anwendung versteht 22 .

Diese Definition beinhaltet, dass davon ausgegangen wird, dass eine Kräuterfrau über Heilwissen verfügt – ob sie es nun ausübt, also die Kräuter zur Verbesserung des gesundheitlichen Wohlbefindens anwendet, oder ob sie sie ausschließlich für die Essenszubereitung nutzt.

Dass Kräuter nicht nur dem Verfeinern von Speisen dienen, sondern auch gesund sind, ist nicht nur Kräuterfrauen, sondern auch ApothekerInnen und den meisten ÄrztInnen bekannt. Viele Kräuter werden als Heilpflanzen angesehen und somit zum Teil auch in Medikamenten verarbeitet.

Nach unserem vorigen Ausflug ist uns bewusst, dass es Frauen, die im Kräuterheilwissen bewandert sind, vor allem in Italien gesetzlich nicht erlaubt ist, die Worte "heilen" und "gesund machen" in den Mund zu nehmen. Der vielfältige Einsatz der Kräuter im Heilbereich ist jedoch schon rein geschichtlich mehr in der Volks- als in der Schulmedizin anzusiedeln – und das ist der Bereich, in dem viele Kräuterfrauen tätig waren und sind.

Für uns ist es naheliegend, in einem Buch, in dem wir das Leben der Kräuterfrauen in den Vordergrund stellen, nicht nur die Geschichte der Kräuter, sondern auch die Geschichte des Verhältnisses der Frauen zu den Kräutern zu erzählen – und die ist eng mit der Geschichte des Heilens verbunden.

Begeben wir uns also auf eine Reise in die Vergangenheit, damit sich uns die Zusammenhänge zwischen Frauen, Kräutern und Heilwissen erschließen.
Heilung in Frauenhänden

Frauen waren seit jeher Heilerinnen, Belege dafür finden sich in den Mythen aus aller Welt. Es gab allerdings auch Zeiten, in denen ausschließlich sie für das Heilen verantwortlich waren.

Das belegen unter anderem Hinweise und Spuren der weiblichen Heilerinnen, die uns während unserer Recherche begegnet sind, wie zum Beispiel im sibirischen Schamanismus, der lange Zeit als das Urbild des Schamanismus angesehen wurde. SchamanInnen gelten nicht nur als VermittlerInnen zwischen Diesseits und Jenseits, sondern haben außerdem die Aufgabe, ihrem gesellschaftlichen Umfeld in vielerlei Hinsicht nützlich zu sein – auch in Bezug auf die Heilung.

Heute wird Schamanismus in Sibirien zwar hauptsächlich von Männern ausgeübt, früher waren laut historischer Forschung jedoch eher Frauen dafür zuständig. Sie galten als jene, die die Natur kannten und die Heilpflanzen sammelten. Ein Beweis dafür ist auch die Bezeichnung ud hagen für weibliche Schamaninnen. Sie ist älter und ursprünglicher als die für den männlichen Schamanen. Auch weit voneinander entfernt wohnende sibirische Stämme haben sie gemeinsam. 23

Bei bestimmten UreinwohnerInnen Lateinamerik

Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Astrid Schönweger ist seit 1988 Publizistin und freie Mitarbeiterin des Frauenmuseums Evelyn Ortner in Meran, seit 1993 Präsidentin des Vereines Frauenmuseum. Sie studierte Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Frauenforschung an der Universität Innsbruck. Seit 2005 ist sie wieder freie Mitarbeiterin des Frauenmuseums, Freischaffende und Unternehmerin.

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