Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website zu bieten und erlauben das Setzen von Drittanbieter-Cookies. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Weitere Informationen zu den verwendeten Cookies und zu ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
Cover Der Schauerkraut-Krimi

Der Schauerkraut-Krimi

Einmal kosten - und weg bist du!

von Ulrike Motschiunig; Illustriert von: Cornelia Seelmann

Erschienen 2016 bei G&G Verlag
Sprache: Deutsch
116 Seiten; ab 9 Jahre
ISBN 978-3-7074-1740-1

Kurztext / Annotation

Im sonst verschlafenen Städtchen Sonnenburg knistert es nur so vor geheimnisvollen Ereignissen! Erst entdecken die Kinder Phil, Fee, Lukas und Lisa einen schwebenden Einkaufskorb, der in der Mittagshitze den Gehsteig entlangspaziert. Dann verschwinden Menschen aus der Umgebung spurlos. Die Kinder stürzen sich in die Ermittlungen - und plötzlich ist auch Lukas' Papa weg. Eine heiße Spur führt zum Supermarkt und hat ausgerechnet mit dem berühmten Sonnenburger Sauerkraut zu tun.

wurde 1965 in Ried im Innkreis geboren und lebt seit 1990 mit ihrer Familie in Klagenfurt. Sie besuchte die Handelsakademie und arbeitet heute als Bankangestellte. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder begann sie sich auf das Schreiben von Kinder- und Jugendliteratur zu konzentrieren. Ulrike Motschiunig sieht es als ihre Berufung, 'Kinderbücher mit Herz' zu schreiben.

Textauszug

Der schwebende Einkaufskorb

Bei uns in Sonnenburg passiert normalerweise nie etwas Aufregendes. Etwas, von dem die ganze Stadt spricht und das man nie vergisst, auch wenn man schon steinalt ist. Aber in diesen Ferien geschah genau so etwas.

Dabei begannen die Sommerferien wie immer: Die Maiers aus dem ersten Stock schleppten gerade ihre Koffer zum Lift. Wie jedes Jahr machten sie sich auf in den Süden. Und Fee hatte sich hinter den Ziersträuchern vor unserem Wohnblock verschanzt, um die Gepäcksstücke zu begutachten, die Familie Maier diesmal in ihr Auto hievte. Die Maiers nehmen nämlich immer tausend Sachen mit auf Urlaub.

Fee heißt eigentlich Felicitas. Den Namen Fee hat sie sich selbst zugelegt, dabei passt er überhaupt nicht zu ihr. Sie hat nämlich ziegelrote Haare und haufenweise Sommersprossen im Gesicht und so schaut eine Fee ganz bestimmt nicht aus. Außerdem spielt sie gerne Detektiv und will dauernd mit uns Buben unterwegs sein.

"Ich wette, die haben mindestens 3 Kilo Sauerkraut und 50 Speckknödel eingepackt!", berichtete Fee später kichernd, als wir beim Sportplatz gemeinsam mit Lukas im Gras saßen. "Mirrr kommt nurrr das Sonnenburrrger Sauerkrrrraut ins Haus!", plapperte Fee und machte dabei perfekt Frau Maiers "Hohe-C-Stimme" nach.

Das fanden wir wirklich lustig, weil wir uns vorstellten, wie die Maiers mit Knödel, Kraut und Meeresblick Sommerurlaub machten, und wir kugelten im Gras herum und lachten. Dabei sind die Maiers aber bestimmt nicht die einzigen Sonnenburger, die auch im Sommer gerne Sauerkraut essen. Unser Sauerkraut ist nämlich bekannt als das beste weit und breit. Es wird seit vielen Jahren in der Sonnenburger Krautfabrik erzeugt und die Sonnenburger sind ziemlich stolz darauf.

Und genau in dem Moment, als wir im Gras lagen und uns krumm lachten, passierte es.

"Vermurkster Ziegenkäse! Phil! Schau!", rief Lukas und versetzte mir einen leichten Stoß.

Das war noch nichts Ungewöhnliches, denn bei Lukas ist schnell einmal etwas vermurkst.

Und deshalb reagierte ich erst gar nicht. Als er dann aber wie hypnotisiert hinüber zum Gehsteig starrte, schauten Fee und ich auch hin und ich vergaß vor Staunen fast darauf, meinen Mund wieder zuzumachen. Denn was wir dort zu sehen bekamen, gibt es normalerweise gar nicht!

Dort schwebte ein Einkaufskorb schön gemächlich einen halben Meter über dem Boden dahin! Wie auf Kommando sprangen wir alle drei auf, doch keiner lief los, sondern wir schlichen langsam näher. Das ist nämlich ganz schön unheimlich, wenn so ein Einkaufskorb mutterseelenallein den Gehsteig entlangspaziert! Auch am helllichten Tag. Als wir etwa drei Meter von ihm entfernt waren, blieben wir stehen. Außer diesem unheimlichen Korb war weit und breit niemand zu sehen. Unsere Straße war in der sengenden Mittagshitze wie ausgestorben. Nur ein komisches Schleifen war zu hören und dieses Schleifen schien vom Korb auszugehen.

"Huhu!", fragte Fee unsicher. "Ist da jemand?"

Da blieb der Korb einfach so in der Luft stehen und auch das Schleifen war plötzlich weg.

"Der Korb starrt uns an!", sagte Fee leise.

"Ein Korb kann doch nicht starren!", antwortete ich und versuchte dabei möglichst cool zu bleiben.

Doch als Lukas "Verduften! Schnell!" rief, rannten wir, so schnell wir konnten, den Gehsteig entlang zu unserem Wohnhaus. Keuchend drückte ich die Klingel, und es dauerte eine Ewigkeit, bis Mama den Türöffner drückte und wir ins schützende Stiegenhaus gelangten. Dabei zählte jetzt jede Sekunde!

Wir nahmen uns nicht die Zeit, den Lift zu rufen, sondern beeilten uns hinauf in den zweiten Stock in unsere Wohnung, vorbei an Mama, die an der offenen Tür wartete, weiter in mein Zimmer. Ich war als Erster beim Fenster und riss es auf, um auf den Gehsteig hinunterzuschauen, und Fee lugte hinter mir hinab.

Wo war bloß der Einkaufskorb geblieben?

Da hörte ich das Quietschen unserer Haustür

Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Cornelia Seelmann, geboren 1962 in Hamburg, zeichnete seit frühester Kindheit leidenschaftlich gerne. Während ihres Grafikstudiums an der Fachhochschule Hamburg legte sie daher ihren Schwerpunkt auf die Illustration. Nach langen Jahren der festen Tätigkeit für Verlage im Kinderzeitschriften- und Buchbereich in Velber (bei Hannover) sowie für didaktische Schau- und Zahlenbilder in Berlin, arbeitet sie seit einigen Jahren als freiberufliche Illustratorin. Cornelia Seelmann lebt mit ihren Zwillingen in Berlin.

Drucken

Kundenbewertungen

7,99 €
(inkl. MwSt.)
EPUB sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!