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Cover Das politische ABC der USA

Das politische ABC der USA

Erschienen 2020 bei Czernin Verlag
Sprache: Deutsch
168 Seiten
ISBN 978-3-7076-0699-7

Kurztext / Annotation

Astroturfing? Citizens United? Swiftboating? Wer sich für die USA interessiert, stolpert immer wieder über politische Begriffe, die sich nur mit Hintergrundwissen erschließen lassen. 'Das politische ABC der USA' sorgt hier für Abhilfe und - im wahrsten Sinne - für ein besseres Verständnis der US-Politik.

Viele Wörter im politischen Diskurs der USA sind dort so gebräuchlich, dass sie in den amerikanischen Medien nicht erklärt werden. In der hiesigen Berichterstattung beispielsweise über die US-Wahlen werden diese Begriffe, die hierzulande kaum jemand versteht, meist vermieden, weil die Zeit und der Platz für ihre Erläuterung fehlen.

'Das politische ABC der USA' schließt diese Lücke und steht als praktische Einstiegshilfe allen Menschen zur Seite, die sich für US-Politik interessieren und näher damit befassen wollen. Das ABC funktioniert aber nicht nur als Nachschlagewerk: Durch zahlreiche Querverweise bietet es die Möglichkeit, sich entlang der eigenen Interessen und Vorlieben in verschiedene Aspekte der US-Politik einzulesen, dabei Zusammenhänge zu entdecken und besser zu verstehen.

Stefan A. Sengl, geboren 1974 in Salzburg, analysiert und kommentiert seit Jahren die Präsidentschaftswahlen der USA, u. a. im Fernsehen. Er hat selbst bereits den bundesweiten Wahlkampf eines Präsidenten koordiniert - als Leiter der Wahlkampagne von Dr. Heinz Fischer. Seit seiner Schulzeit interessiert er sich für politische Meinungsbildung. Eine Studienreise durch die USA 1993 bot Einblicke in die Arbeit der Young Democrats, der College Republicans und der Public Interest Research Group. Seit 1997 ist er in der Kommunikationsbranche tätig und war seither für zahlreiche politische Kampagnen auf den unterschiedlichsten Ebenen verantwortlich. Heute ist er Managing Partner von 'The Skills Group', einer der führenden Kommunikationsagenturen Österreichs.

Textauszug

B

Balanced ticket

Ein System der Stimmenmaximierung: Wer als PräsidentschaftskandidatIn einer Partei nominiert ist, muss eine/n Running mate für die Funktion des/der VizepräsidentIn auswählen. Beide zusammen werden als "ticket" bezeichnet, das letztlich gemeinsam gewählt wird. KandidatInnen sind gut beraten, auf ein ausgewogenes, gut "balanciertes" Ticket zu achten, also eine/n Vize auszuwählen, der/die das eigene Profil ergänzt und damit Angriffsflächen verringert. Junge KandidatInnen mit einer stark innenpolitischen Agenda suchen dafür z. B. alte Hasen mit außenpolitischer Erfahrung, etwas zu steife VertreterInnen der Nordstaaten hemdsärmelige Typen aus dem Süden.
Ballot measure

Auch Ballot initiative, Proposition, Referendum: Instrumente der direkten Demokratie, bei dem alle Wahlberechtigten eines Bundesstaats (vergleichbar mit einem Volksentscheid in Deutschland oder einer Volksabstimmung in Österreich) über Gesetzesvorschläge abstimmen können. Abstimmungen über kontroversielle, gesellschaftspolitische Themen (wie z. B. Gay marriage) haben Einfluss auf die WählerInnenmobilisierung und können deshalb in Battleground states auch taktisch motiviert sein. Die Ergebnisse solcher Abstimmungen stehen nicht über der US-Verfassung und werden deshalb immer wieder durch Gerichtsverfahren aufgehoben.
Battleground states

Auch Swing states oder Purple states (siehe Blue states und Red states ): große Bundesstaaten, in denen Demokraten und Republikaner etwa gleich stark und die deshalb besonders heiß umkämpft sind. KandidatInnen müssen in diese Bundesstaaten überproportional viel Zeit und Geld investieren. Ein traditioneller Battleground state mit großer Bedeutung ist Florida.
Bay of Pigs Invasion

Die Invasion in der Schweinebucht war ein 1961 von den USA gesteuerter militärischer Angriff auf Kuba, der von kubanischen Exilanten durchgeführt wurde. Das Ziel war der Sturz des dortigen Revolutionsführers Fidel Castro . Der gescheiterte Versuch war für den damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy ein innen- wie außenpolitisches Debakel. Kuba rückte in der Folge näher an die Sowjetunion heran; eine Folge davon war die Cuban Missile Crisis 1962.
Bellwether state

Bezeichnung für Bundesstaaten, die bei Präsidentschaftswahlen am häufigsten für den Gewinner gestimmt haben - und denen damit eine gewisse Bedeutung als Trendindikator zukommt. Der Name kommt vom Leithammel einer Schafherde, dem eine Glocke um den Hals gehängt wurde, um die Herde orten zu können (bell = Glocke, wether = Hammel). Zu den aktuellen Rekordhaltern zählt Nevada, wo seit 1912 bis auf zwei Mal (1976 bei Jimmy Carter und 2016 bei Donald Trump ) immer der letztlich gewählte US-Präsident am besten abgeschnitten hat.
Beltway

Amerikanischer Begriff für Ringautobahnen rund um Großstädte, der im politischen Kontext auf die Interstate 495 bezogen wird, die Washington, D. C., umschließt. Ein "beltway issue" ist ein Thema für Politik-Nerds bzw. die "political class", das eine breitere Öffentlichkeit aber nicht interessiert. Wem eine "beltway mentality" unterstellt wird, dem wird Abgehobenheit und mangelndes Verständnis für die DurchschnittsbürgerInnen vorgeworfen.
Benghazi attack

Anschlag auf die US-Botschaft in Bengasi (Libyen) am 11. September 2012, bei dem neben drei weiteren Todesopfern auch der US-Botschafter J. Christopher Stevens ums Leben kam. Der Anschlag brachte die damalige US-Außenministerin ( Secretary of State

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