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Cover Gezeichnet

Gezeichnet

Kriminalroman

Erschienen 2014 bei Haymon Verlag
Sprache: Deutsch
288 Seiten
ISBN 978-3-7099-3590-3

Kurztext / Annotation

Mitreißend, fesselnd und mysteriös: Chefinspektor Franz Baumgartner, Leiter der Mordgruppe in Graz, rechnet noch in Schilling und glaubt unbeirrbar an das Gute - bis am Mathematikinstitut der Universität eine Reinigungskraft grausam ermordet wird. Neben ihr findet sich eine rätselhafte Botschaft. Eine Verschwörung? Ein wahnsinniger Einzeltäter? Gemeinsam mit der Profilerin Vera Königshofer versucht Baumgartner, in die Psyche des Mörders einzudringen. Was dabei zum Vorschein kommt, droht den idealistischen Ermittler aus der Bahn zu werfen. Ein fulminant-rasantes Krimidebüt - Gänsehaut garantiert!

Reinhard Kleindl, geboren 1980 in Graz, studierte Theoretische Physik und veröffentlichte schon früh Kurzgeschichten. Nach Abschluss des Studiums arbeitete er unter anderem als freier Wissenschaftsjournalist, bis er mit dem Trendsport 'Slackline' in Kontakt kam. Inzwischen ist er Profi und realisiert Projekte rund um den Globus. 'Gezeichnet' ist sein Krimidebüt. www.buchwerk.at

Textauszug

11 Uhr 15

"Ja, klar führen wir diese Säge. Davon verkaufe ich fünf Stück in der Woche."

Meier schrieb sich die Zahlen auf.

Der Verkäufer im großen Baumarkt in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße erklärte ihr, dass das Gerät in jedem Baumarkt in Graz zu haben sei und dass man besser ein Markenprodukt nehmen sollte, wenn man es mehr als einmal verwenden wollte.

Meier bedankte sich für die Auskunft und ging zurück zum Auto.

Viel zu wenig, dachte sie. Das hilft uns gar nicht weiter.

Statt weitere Baumärkte aufzusuchen, beschloss sie, die Hersteller für flüssigen Stickstoff anzugehen. Die erste Adresse auf ihrer Liste war auf dem Köglerweg. Sie startete ihren Dienstwagen und fuhr los.

Sie erkannte den Betrieb sofort an den hohen, weißen Gasbehältern, auf denen das Firmenlogo prangte. Als sie eintrat, begrüßte sie ein Verkäufer hinter einer Theke übertrieben freundlich. Er trug eine Brille, die ihm zu groß war, und blinzelte oft. Sein Ton änderte sich auch nicht, als sie erklärte, dass sie von der Polizei war. Sie zeigte ihm das Foto von der Stickstoffflasche, die sie am Tatort gefunden hatten, und er lachte.

"Wo haben Sie denn die her?"

"Gibt es solche bei Ihnen?", fragte Meier.

"Nein, schon lange nicht mehr. Das ist ein Museumsstück! Solche hat man früher im medizinischen Bereich verwendet."

"Aber ist es möglich, dass von diesen noch welche in Krankenhäusern oder auf der Universität im Umlauf sind?"

Er nickte eifrig. "Ganz sicher sogar."

"Und man könnte zu Ihnen kommen und sie befüllen lassen."

"Selbstverständlich!", bestätigte er. "Aber ich würde Ihnen raten, eine neue zu kaufen."

"War in letzter Zeit jemand da mit so einer Flasche?"

Er lächelte nachsichtig. "Nein, daran würde ich mich erinnern."

"Gibt es noch andere Verkäufer hier?", fragte sie.

"Ich glaube nicht, dass jemand mit so einer Flasche bei uns war."

Meier hatte unwillkürlich das Bild des Tatorts vor Augen und zwang sich, ruhig zu bleiben.

"Ich lasse Ihnen dieses Foto und meine Karte da", sagte sie. "Zeigen Sie es allen Mitarbeitern, die im letzten Monat flüssigen Stickstoff verkauft haben könnten. Rufen Sie mich an, wenn Sie fertig sind. Ist das möglich?"

"Selbstverständlich", antwortete er. Doch die Art, wie er lächelte, ließ ihre Hoffnung schwinden, dass etwas dabei herauskommen könnte.

Auf ihrer Liste standen noch zwei weitere Hersteller für Flüssiggas. Sie fuhr zu beiden hin, doch auch dort hatte niemand etwas gesehen. Sie hinterließ zwei weitere Fotos und Visitenkarten.

Als sie wieder im Auto saß und zurück zum Landeskriminalamt fuhr, kreisten ihre Gedanken wieder einmal darum, dass sie sich einen anderen Job suchen sollte.
11 Uhr 20

Wilszek war zufrieden. Er verstaute ein gutes Dutzend kleiner Plastiksäckchen in einer Tasche. Haare, Hautschuppen, Zehennägel. Holzer zog gerade das Leintuch und die Bettwäsche ab. Das UV-Licht hatte zwar keine frischen Spuren von Sperma gezeigt, doch vielleicht konnten sie im Labor etwas finden. So oder so: Wenn Krasniqi etwas mit einem Studenten gehabt hatte, würden sie es erfahren.

Er fragte sich, wovor ihn Baumgartner eigentlich gewarnt hatte. Diese Koren war höflich und zuvorkommend, hatte ihm etwas zu trinken angeboten und machte insgesamt einen aufgeräumten Eindruck. Baumgartner war ein exzellenter Polizist, aber manchmal hatte er seine Eigenarten. Vor allem in letzter Zeit schien ihn etwas zu beschäftigen. Private Probleme? Es war schwer vorzustellen, dass Baumgartner ein Privatleben hatte. Davon erzählte er nie etwas. Wilszek musste unwillkürlich an die Ehe seiner Großeltern denken und grinste dabei.

Er und Holzer hatten ihre Arbeit fast beendet. Sie packten die Proben ein, die sie genommen hatten, zogen die Schutzkleidung aus und verabschiedeten sich von Koren.

Nur eines verstand er nicht: Wo war dieser Com

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