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Cover Schampus, Küsschen, Räuberjagd

Schampus, Küsschen, Räuberjagd

Ein rabenschwarzer Pauline-Miller-Krimi

Erschienen 2017 bei Haymon Verlag
Sprache: Deutsch
264 Seiten
ISBN 978-3-7099-3800-3

Kurztext / Annotation

KÄTZCHEN, KRALLEN, SCHWERE KLUNKER: PAULINE MILLER IN DER BREDOUILLE! Pauline Miller, ihres Zeichens Sängerin und Weltstar, probt den Aufstand: Die Polizei verdächtigt sie, einen überaus kostbaren Diamanten gestohlen zu haben. Skandal! So etwas kann eine wahre Diva natürlich nicht auf sich sitzen lassen - also wirft Pauly sich in ihr Vermummungs-Outfit und begibt sich über den Dächern der Stadt selbst auf nächtliche Ermittlung. Pauly hat es nicht leicht: Ihr Liebster, seines Zeichens berühmter Dirigent, plant eine berufliche Weiterentwicklung in der russischen Einöde. Das schmeckt Pauly nun doch gar nicht, auch wenn sie Männer grundsätzlich lieber als Dessert denn als Hauptspeise genießt - als solche liegen sie ohnehin nur schwer im Magen. CRIME-COMEDY-QUEEN TATJANA KRUSE IN IHREM ELEMENT Pauline Miller ist ein Unikat: schillernd, exzentrisch, schrill - und unglaublich liebenswert. Mit ihrer Entourage - der kleinwüchsigen, aber dafür umso strengeren Agentin Bröcki, dem casanovakomplexbehafteten 'Hausmädchen' Yves und ihrem heißgeliebten narkoleptischen Boston Terrier Radames sorgt sie überall für Furore und macht dabei selbst im Omaschlüpfer eine bella figura. Wer die Pauline hat, braucht für das Drama nicht zu sorgen - Tatjana Kruse, 'Queen der Krimi-Comedians' (Süddeutsche Zeitung, Tanja Kunesch), hält, was ihr Adelstitel verspricht, und präsentiert einen Kriminalroman, in dem nicht das Blut, sondern Lachtränen und Champagner in Strömen fließen! Leserstimmen: 'Lachmuskelmäßig super! Wortgewandt komisch!' MargaretRosen, lovelybooks.de 'Eine wunderbar heitere, unbeschwerte und doch spannende Krimigeschichte. Sehr lesens- und empfehlenswert.' LovelyMusic, lovelybooks.de Krimödien von Tatjana Kruse bei Haymon Grabt Opa aus! Bei Zugabe Mord! Glitzer, Glamour, Wasserleiche Schampus, Küsschen, Räuberjagd

Tatjana Kruses Paradegenre sind 'Krimödien': schräg-lustige Kriminalromane mit jeder Menge Slapstick und viel schwarzem Humor. Kruse gehört zu den beliebtesten Krimiautorinnen im deutschsprachigen Raum, besonders mit ihrer Serie rund um den stickenden schwäbischen Ex-Kommissar Siggi Seifferheld. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Marlowe-Preis (1996) und dem Nordfälle-Preis (2005). Bei HAYMONtb erschienen 'Grabt Opa aus! Ein rabenschwarzer Alpenkrimi' (2014), 'Bei Zugabe Mord! Eine Diva ermittelt im Salzburger Festspielhaus' (2015), 'Glitzer, Glamour, Wasserleiche. Ein rabenschwarzer Pauline-Miller-Krimi' (2016) sowie zuletzt 'Schampus, Küsschen, Räuberjagd' (2017).

Textauszug

Bayreuth, ahnungslos

Champagner in Strömen - aber kein Glück ist ungetrübt

In den Adern echter Operndivas fließt kein Blut, sondern Champagner.

"Herr Ober ..." Ich winke mit der leeren Champagnerflöte dem jungen Kellner zu, der auf einem übergroßen Tablett Nachschubflöten balanciert.

"Du hast schon genug getrunken!"

Eine kleine Hand krallt sich in Höhe meines Hinterns in den Tüll meines Ballkleides und zerrt energisch daran.

Die Hand gehört Marie-Luise 'Bröcki' Bröckinger, meiner kleinwüchsigen Agentin-Schrägstrich-Freundin. Was ihr an Körpergröße fehlt, macht sie durch Willenskraft wett. Ich bin die kapriziöse Künstlerin, sie ist die pragmatische Vernunftsperson. Als Team sind wir nach außen hin unschlagbar, aber innen gibt es jede Menge Reibungsfläche.

Aus Hüfthöhe zischelt sie mir zu: "Du weißt, der erste Eindruck zählt! Willst du dich hier als Schnapsnase einführen? Ausgerechnet hier?"

"Champagnernase, wenn schon. Und ich brauche das jetzt!"

Hier - das ist der grüne Hügel von Bayreuth. Genauer gesagt, das Steigenberger Festspielrestaurant.

Weil die Sommernacht lau ist, stehen wir beim Schampusnippen, Häppchenmümmeln und Plaudern alle auf der Terrasse: Sänger und Sängerinnen, Festspielleitung, Mitglieder des Freundeskreises, handverlesene Gäste.

Ich kann durchaus ein paar Minuten dauerlächeln und mich von meiner besten Seite zeigen, aber nicht für mehrere Stunden. Irgendwann schwächelt meine Gesichtsmuskulatur. Nur prickelnder Alkohol kann sie dann wieder in Lächelstellung festzurren.

"Danke, Frau Miller möchte nur ihr Glas abgeben", sagt Bröcki zum Kellner und zerrt erneut am Tüll.

"Lass das!", schimpfe ich.

Das Kleid hat mir Karl Lagerfeld auf den Leib geschneidert. Und zwar buchstäblich! Ein Leib, der - als Karli seine professionelle Hand anlegte - noch etwas schmaler war als jetzt, weswegen die Nähte Schwerstarbeit leisten müssen, um nicht zu platzen. Es besteht die ganz konkrete Möglichkeit, dass ich aus dem Kleid herausplatze. Das wäre doch mal ein unvergesslicher erster Eindruck! Aber den möchte ich, wenn's geht, vermeiden ...

Der Kellner nimmt mir das Glas ab und geht weiter.

Ich schmolle.

An meinem linken Ohr schnarcht es.

Radames, mein heißgeliebter Boston Terrier, liegt wie ein Hermelinkragen über meiner Schulter.

Wer ihn kennt, weiß, Radames ist Narkoleptiker, was bedeutet, dass er jedes Mal, wenn er sich sehr freut - oder aufgeregt ist oder sich erschrickt - abrupt einschläft. Allerdings liegt er gerade nicht in narkoleptischem Koma-Schlaf auf meiner Schulter, sondern ruht seinen kleinen Terrierkörper in ganz normalem Erschöpfungsschlaf aus. Während ich heute Nachmittag in einem der Probenräume des Festspielhauses die erste Sitzprobe absolvierte, preschte er an der Leine - an deren anderem Ende mein Chauffeur-Schrägstrich-Freund Yves hing - wild begeistert durch den Hofgarten, wie man mir zugetragen hat. Radames muss sich jetzt einfach regenerieren.

Und um beide Hände frei zu haben, drapierte ich ihn wie ein Accessoire über meine Schulter. Es hat durchaus Vorteile, wenn man einen handtaschenkompatiblen Schoßhund hat und keinen Bernhardiner oder irischen Wolfshund sein Eigen nennt.

"Ach, Frau Miller, darf ich sagen, welche Freude es mir und meiner Frau ist, dass Sie uns dieses Jahr bei den Wagner-Festspielen die Ehre geben?"

Ein Wagnerianer.

Man erkennt den echten Wagnerianer am fortgeschrittenen Lebensalter, den - für so alte Männer - einen Tick zu langen Haaren, den Bequemschuhen in Dunkelbraun zum teuren, aber nicht maßgeschneiderten schwarzen Anzug. Manche der Herren tragen auch ein Beret oder statt einer Fliege ein lässig gebundenes Seidentuch wie Lord Byron.

Da es auf Mitternacht zugeht und wir hier schon seit über fünf Stunden feiern,

Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Tatjana Kruse, Jg. 1960, ist in Schwäbisch Hall aufgewachsen, wo sie heute, nach einigen Jahren in Stuttgart, wieder lebt. Seit 1995 veröffentlicht sie Kriminalgeschichten, Romane und Sachbücher und arbeitet außerdem als Literaturübersetzerin. Tatjana Kruse ist Mitglied bei den 'Sisters in Crime' und im 'Syndikat'.

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