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Cover Sommer ohne Horst

Sommer ohne Horst

Rockenschaub löst auf alle Fälle alle Fälle. Krimi

Erschienen 2020 bei Haymon
Sprache: Deutsch
254 Seiten
ISBN 978-3-7099-3913-0

Kurztext / Annotation

DER PERFEKTE SOMMER STEHT VOR DER TÜR: DOCH WO VERDAMMT NOCH MAL IST HORST?!
Superschnüffler Rock Rockenschaub freut sich auf einen CHILLIGEN SOMMER IM OTTAKRINGER BAD. Ladys eincremen, Joints drehen und beim Herrengedeck entspannen. Am besten geht das mit seinem BUDDY BADEMEISTER HORST: dem Meister des Sonnenöls! Der Supergigolo ist über zwei Meter groß und geformt wie ein Cornetto blonde Haare bis halb zum Arsch und ein fetter Schnauzer im Gesicht. DER AUSTRIAN HULK HOGAN! Mit ihm wäre Rocks Sommer perfekt bis die DENKBAR GRÖSSTE KATASTROPHE eintritt: Horst ist plötzlich verschwunden! Rock macht sich auf die Suche und findet heraus, dass sein FREUND IM GEFÄNGNIS sitzt, weil ihn eine bloggende Lehrerin gigantischer Ausmaße mit Achtsamkeits-Tick der Vergewaltigung bezichtigt. (Lachhaft! Horst und eine Dicke?) Das Leben ist einfach so verflucht schwer, wenn man so eine sexy Schnitte wie Horst ist. Wird er dem DRUCK ALS FRAUENHELD AUF DIE DAUER STANDHALTEN können?

REBHANDL VOM FEINSTEN! DERBKOMISCHE TYPEN UND DRECKIGE GEHEIMNISSE.
Als wäre das nicht schon Drama genug, wird DER SCHLAUCH, ein nigerianischer Drogendealer und Junkie-Kardinal ermordet und entmannt in einem Obdachlosenheim aufgefunden. Außerdem machen ROCKS HIRNRISSIGE FREUNDE ihm das Leben schwer: LEMMY, ständig im Drogenkoma, wird prompt zu Horsts VERTRETUNG SAMT SEXY BADEMEISTERHOSE ernannt, KUBELKA, Psychotherapeut und Sigmund-Freud-Fan-Nr. 1, muss sich verdreschen lassen, weil SEINE NEUE FLAMME ausgerechnet einen eifersüchtigen Ehemann haben muss und bei BULLE GUTTI ist sowieso alles verloren. Der bildet sich neuerdings ein, er muss DAS WELTKLIMA RETTEN, und zwar für Greta Thunberg und in gelber Warnweste. Ach du Scheiße.
Doch die größte Gefahr für Rock ist immer noch WILLI DAS SCHWEIN, dem nach und nach alle seine Kartenspieler beim Männerkränzchen im SCHREBERGARTENTRAUM NEU-BRASILIEN an der Alten Donau neuerdings auch Opfer von Bobo- und Slimfitanzug-gesteuerter Gentrifizierungswelle - wegsterben. Dabei bei muss Rock den Alten unbedingt zufrieden halten, weil er der EINZIG RICHTIGE ERBE FÜR DIRTY WILLIS SWEDISH PORNHOUSE ist! Da kommen so ein Mord und eine Vergewaltigungsanschuldigung gar nicht recht. Rock muss sich etwas einfallen lassen, UM DIESEN VERROTZTEN SOMMER NOCH IRGENDWIE ZU RETTEN.

Rebhandl beweist sich wieder einmal als MEISTER DES WIENER VORSTADT-HUMORS: einfach schamlos komisch!

Manfred Rebhandl, geboren 1966, lebt als Autor in Wien. Er schreibt Krimis, Drehbücher, Theaterstücke und Reportagen. Zuletzt sind seine skandalösen Biermösel-Krimis bei Haymon erschienen: 'Biermösel. Die Kultkrimis in einem Band' (2019). Jetzt treibt Rebhandls schräger Ermittler Rock Rockenschaub in sexy Prolo-Hawaiihemd wieder sein Unwesen. 'Das Schwert des Ostens', der erste Teil der Serie, wurde 2012 mit dem Leo-Perutz-Preis ausgezeichnet und mit Gregor Seberg auf die Theaterbühne gebracht. 2020 kommt nun endlich der 5. Band!

Textauszug

Gleich hinter der Eingangstüre in diesem Heim befand sich eine Art Holzverschlag für den Portier, wo es schon um diese frühe Stunde des Tages nach billigem Fusel mit einer leichten Note abgestandener Pisse roch. In seinem Kobel sah es aus wie im Schweinestall: Da waren volle Aschenbecher, leere Zigarettenpackungen, ein Nagelzwicker, vollgeschriebene Zettel und ... ein paar Zehner, die achtlos herumlagen.

Er döste mit der Stirn gegen den Schreibtisch, fuhr aber hoch, als ich gegen die Scheibe klopfte. Als wir nach dem Chef verlangten, lachte er und schrie: "Chef!" Dann fiel ihm das Geld auf, das bei ihm herumlag, und er steckte es schnell weg.

Ich fragte: "Wie heißt du?"

"Hubert."

Schon kam einer um die Ecke, der wirklich nicht wie ein Chef aussah, sondern eher wie eine Mischung aus Nasenbohrer und Nonne. Seine Wangen waren glatt und rosig, die Ohren riesig und die Haare mit Spucke nach hinten gekämmt. Seine helle Kutte war auf Slim Fit geschnitten, worauf er offenbar Wert legte, darunter trug er türkisene Socken und Jesuslatschen - klassisch! Er stand stocksteif da, als hätte er etwas im Arsch, und schaffte zur Begrüßung nur ein schwaches: "Ah, die Herren von der Mordkommission?"

"Der Herr!", korrigierte ihn die Biene und deutete auf Guttmann.

"Und die Dame, wenn's recht ist", ergänzte sie schneidig und deutete auf sich.

Und dann kam noch ich an die Reihe: "Rock Rockenschaub, Superschnüer."

Er stellte sich mit "Bruder Sebastian" vor und entschuldigte sein nervöses Auftreten damit, dass er erst seit drei Wochen hier war: "Vor mir hat Pater Pius das Heim geleitet, aber der ist vor drei Wochen gestorben. Vor Pater Pius war es Pater Augustinus, aber der ist letzten Herbst gestorben. Und vor Pater Augustinus ..."

Ich sagte: "Jaja, schon gut. Mir musst du darüber nichts erzählen, ich weiß, wie das ist."

Also erzählte er, dass er sich erst vor zwei Monaten für den Ordenseintritt entschieden hatte, weil er nicht wusste, was er sonst machen sollte. Er war ganz eindeutig der verklemmte Typ, der zu lange gestillt worden war - oder zu kurz, worauf Kubelka die meisten Probleme der Menschheit zurückführte. Und wenn man sich seine beschissene Optik anschaute und die Chancen, die ihm diese bei den Ladys da draußen bescherte, und wenn man weiters bedachte, wie sehr die Mieten immer noch stiegen, dann war sein Ordenseintritt eine gute Entscheidung.

"Also, was gibt's?", fragte Guttmann ungeduldig, er wollte ja hinaus zum SUV.

"Der Tote hieß Herr John James und war ein nigerianischer Kardinal, der vor den Boko Haram, der dortigen radikalislamistischen Terrorbewegung, fliehen musste. So hat er es uns erzählt."

Ich fragte: "John James?"

"Ja, Kardinal John James."

Kann ja auch ein Zufall sein, dass zwei Nigerianer, die einen Job als Pfaffe hatten, John James heißen, hoffte ich immer noch. Könnte aber auch ein interessanter Tag werden, dachte ich insgeheim.

"Und warum wohnt ein Kardinal in einem Obdachlosenheim?", fragte die Biene schließlich das einzig Richtige.

"Auch für Kardinäle ist der heimische Wohnungsmarkt nicht einfach", sagte der Mönch. "Speziell, wenn sie so aussehen wie Bruder John James, der ja ... nun ja ... schwarz war."

Blieb immer noch die Frage, warum er nicht bei seinem Kardinalskollegen im 1. Bezirk wohnte, in einem Himmelbett aus purem Gold, in dem Kardinäle normalerweise schliefen, und mit Gratishuren, wann immer sie wollten.

Der Tote lag im zweiten Stock, und auf dem Weg dorthin erklärte uns Bruder Sebastian, wie der Laden hier so lief: "Die Bewohner müssen untertags das Heim verlassen. Außer die, die für bestimmte Dienste eingeteilt sind, also Putzdienst, Küchendienst, Portierdienst." Gerade wären sie mit nur vierzehn Obdachlosen "relativ dünn belegt, weil die Klienten bei gutem Wetter lieber draußen bleiben".

"Ihr sagt Klienten ?", fragte ich.

Und Gutti

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