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Cover Madame Beaumarie und die Melodie des Todes

Madame Beaumarie und die Melodie des Todes

Ein Provence-Krimi

Erschienen 2020 bei Haymon
Sprache: Deutsch
360 Seiten
ISBN 978-3-7099-3922-2

Kurztext / Annotation

MISS MARPLE HEIßT JETZT MADAME BEAUMARIE: KRIMISPANNUNG MIT FRANZÖSISCHEM CHARME!

Ein toter Dirigent und ein Orchester voller Intrigen
Kurz vor dem Auftakt zu einem Festival der klassischen Musik in Avignon wird der Dirigent tot aufgefunden - erdrosselt mit einer Cellosaite. Und damit nicht genug: Ein Musiker nach dem anderen verstummt in dem sonst so beschaulichen Städtchen - für immer.
Schnell wird klar: Zwischen den Musikerinnen und Musikern herrscht ein Konkurrenzkampf, der Dirigent war nicht bei allen beliebt, und auch amouröse Verhältnisse und Affären tragen zum Unfrieden bei. Wer wollte den Dirigenten tot sehen? Ein Musiker, den er kurz vor der Premiere aus dem Orchester geworfen hat? Eine verflossene Geliebte? Und warum mussten nach ihm noch mehr Musiker sterben? Liegt das Motiv für die Morde etwa in der Vergangenheit?

Madame Beaumarie: Miss Marple auf Französisch
Zum Glück ist Florence Beaumarie vor Ort. Zeit ihres Berufslebens war die aufgeweckte Dame die Seele eines Pariser Kommissariats - jetzt möchte sie eigentlich entspannen. Doch da ihr das Verbrechen selbst im Ruhestand an den Fersen zu kleben scheint, wendet sich Florence einer Mordermittlung zu. Das örtliche Kommissariat freut sich über die Unterstützung, denn Madame Beaumarie hat sich als findige Ermittlungshelferin weit über Paris hinaus einen Namen gemacht. Abgelenkt wird sie allerdings durch einen besonders charmanten Galan: Charles Florentin, ein attraktiver Antiquar, bringt Florence mit seiner liebevollen Aufmerksamkeit ein wenig durcheinander ...

Sommer, Sonne, Strand und Mord: Schauplatz Provence
Wo sanfte Weinberge an grüne Pinienwälder grenzen, wo französische Parfüms und Weine entstehen, wo die Côte d'Azur und die wunderschönen Calanques zum Baden einladen und wo jedes Jahr tausende Sonnenhungrige einen Ort der Ruhe finden, tun sich mitten in der sommerlichen Urlaubszeit überraschende Abgründe auf.
Vorbei ist es mit der Idylle, als in Avignon ein Toter gefunden wird, und plötzlich riecht es nicht mehr nach köstlichem Lavendel, sondern verdächtig nach Mord ...


'Madame Beaumarie ist eine Ermittlerin nach meinem Geschmack! Resolut, entschlossen, neugierig, dabei aber immer charmant - so bringt sie auch ein spannender Mordfall nicht aus der Ruhe!'

Ingrid Walther, geboren 1950, lebt in Wien und Bad Ischl. Sie ist Soziologin und war im früheren Leben Kommunikationstrainerin, Coach und Geschäftsführerin eines Berufsverbandes. Sie ist Mitautorin und Herausgeberin von Fachbüchern. Wie ihre Ermittlerin Florence Beaumarie ist auch Walther bereits in Pension und widmet sich ihren Leidenschaften, dem Schreiben, Zeichnen, dem Reisen nach Südfrankreich und dem Musizieren. Ihrer Ermittlerin Florence Beaumarie ist sie in der Provence begegnet. Es war Liebe auf den ersten Blick - somit war der Weg zum ersten Kriminalroman nicht weit.

Textauszug

Ouvertüre und Lamento

1

Florence Beaumarie ließ sich ermattet auf die Bank vor dem großen roten Klavier fallen, dem Instrument, das jedem, der sich halbwegs mit der Bedienung der schwarzen und weißen Tasten auskannte, zur Verfügung stand. Es war die einzige freie Sitzgelegenheit in der Halle des Bahnhofs Gare de Lyon in Paris. Niemandem würde es in der nächsten halben Stunde gelingen, ihr diesen Platz streitig zu machen. Sie hatte im Laufe ihres Lebens mehr als genug Trainingsstunden im Sportstudio von Monsieur Atlas verbracht, um diesen Sitz erfolgreich verteidigen zu können.

Ihr Blick umfing die Menschenmassen, die wie ein vom Sturm gepeitschtes Meer um sie herum wogten. Abgekämpft und gereizt wirkte der Großteil der Leute, was keinesfalls verwunderlich war. Bestimmt war niemand ohne Komplikationen hierhergekommen. Wie so oft in Paris hatte auch heute ein Heer von Streikenden bereits am frühen Morgen die halbe Stadt lahmgelegt. Nur eine alteingesessene und dazu noch besonders krisenfeste Bewohnerin dieser Stadt, wie Florence es zweifellos war, hatte es so früh vor Abfahrt des Zuges bis hierher schaffen können.

Sie stützte sich auf ihren Regenschirm. Den hätte sie jetzt wirklich nicht gebraucht. Nach dem kurzen nächtlichen Gewitterregen war der Himmel über Paris wieder blau wie eine frisch erblühte Glockenblume und die von den Straßenpflastern aufsteigenden Dämpfe kündigten bereits die tropische Hitze an, die die Stadt heute noch heimsuchen würde. Unwillkürlich musste Florence bei der Betrachtung ihres Schirmes den Kopf schütteln. Schon verrückt, dass ihr noch immer so viel daran lag, dass jeder Teil ihrer Garderobe haargenau zum anderen passte. Nein, mit einem x-beliebigen Schirm würde sie sich beim Musikfestival in Avignon nicht blicken lassen. Der weiße Schirm mit seinen schwarzen und orangefarbenen Punkten war ohnedies schon ein Kompromiss und würde noch am ehesten zu ihrer Garderobe passen, die sie in den letzten Tagen genauso sorgfältig für diese Reise ausgewählt hatte, wie sie das am Vorabend eines jeden einzelnen Arbeitstages ihres langen Berufslebens getan hatte. Nur auf diese Weise hatte sie sich für den Ansturm all jener Schrecknisse und Abenteuer gerüstet gefühlt, die einem begegneten, wenn man im Kommissariat des 4. Arrondissements in Paris Zeit seines Lebens offiziell die Sekretärin des Chefs, inoffiziell aber jene Person war, die so manchen scheinbar unlösbaren Mordfall aufgeklärt und dafür über die Grenzen des Dienstortes hinaus Anerkennung gefunden hatte. Dass für diese Position nun, da sie in Pension gegangen war, rasch ein Ersatz gefunden werden konnte, war kaum anzunehmen. Immerhin hatte sie sich diese in vierzig Berufsjahren peu à peu erarbeitet. Ihr erster Chef, Kommissar Mordent, hatte in einer Zeit, in der die Stellung eines Kommissars noch ausschließlich Männern vorbehalten war, rasch ihre besonderen Fähigkeiten erkannt und sie nach Kräften gefördert. Jeder in ihrer Dienststelle wusste, dass es aussichtslos war, einen auch nur annähernd gleichwertigen Ersatz für sie zu finden. Würde der Eiffelturm auswandern, könnte man diesen schließlich auch nicht so mir nichts dir nichts ersetzen.

Apropos Eiffelturm. Direkt vor ihr hatte sich soeben ein Mann aufgebaut, der sie an das berühmte Wahrzeichen ihrer Heimatstadt erinnerte, denn er überragte all die Menschen um sie herum um Haupteslänge. Obwohl sein weißer Anzug bei näherer Betrachtung ein wenig ramponiert wirkte, bot er mit seinem hageren, von feinen Falten durchzogenen Gesicht und seinem langen, silberweißen Haar, das er im Nacken zurückgebunden hatte, einen interessanten und eleganten Anblick.

Jetzt hob er seinen Zeigefinger und richtete ihn direkt auf Florence. "Dieser Platz ist einem Pianisten vorbehalten, Madame. Ich darf Sie bitten, ihn für mich frei zu machen."

Florence musste laut lachen. "Monsieur, Sie glauben doch nicht, dass hier im Augenblick irgendjemand an einer

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