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Cover Sissis Tod

Sissis Tod

Ein Salzkammergut-Krimi

Erschienen 2013 bei Haymon Verlag
Sprache: Deutsch
240 Seiten
ISBN 978-3-7099-7307-3

Kurztext / Annotation

KAISERLICHES SCHAUSPIEL MIT TÖDLICHEN FOLGEN - der erste Fall von Inspektor Gustl Brandner

Exklusiv: Mit 18 Zeichnungen des Autors!

Mordalarm in der kaiserlichen Sommerfrische: Eine Leiche liegt unter dem Gipfel des Bad Ischler Siriuskogls. Eine Tragödie, denn es ist Hochsaison und die Tote ein berühmter Hollywoodstar. Eben noch drehte sie am neuen 'Sissi'-Film über die österreichische Kaiserin.
Der Fall seines Lebens für Inspektor Gustl Brandner. Unterstützt vom tollpatschigen Wachtmeister Birngruber ermittelt der Spross aus altehrwürdiger Dynastie am Filmset, am Stammtisch und in den hiesigen Nobelhotels - und scharrt tiefer und tiefer im Sumpf adeliger Kreise.

'Unglaublich! Köstlich und treffend, wie meine Familie und Bad Ischl beschrieben sind!'
Johann Habsburg-Lothringen, Urenkel des Kaisers Franz Joseph

LESERSTIMMEN:

'Endlich etwas Neues im Krimigenre: Bernhard Barta schafft einen ganz besonderen Krimihelden, abseits klischeehafter Ermittler. Beschenkt mit einer großen, aber hochsensiblen Nase hat Inspektor Gustl Brandner in den meisten Fällen den richtigen Riecher. Ob ihm sein ausgeprägter Geruchssinn diesmal auf die Sprünge hilft und er 'Sissis' Mörder finden kann?'

'Gelungener Auftakt für eine amüsante Krimireihe im beschaulichen Salzkammergut!'

'Bernhard Barta kann nicht nur gut schreiben, sondern hat auch ein beachtliches künstlerisches Talent. Insgesamt 18 originelle Zeichnungen schmücken seinen Alpenkrimi.'



Bisher erschienen in der Krimireihe mit Inspektor Gustl Brandner:
Sissis Tod
Sissis Gold

Bernhard Barta, geboren in Oberösterreich, Kunsthistoriker, lebt und schreibt in Wien und im Salzkammergut. Mehrere Veröffentlichungen, darunter Bestseller wie Künstler & Kaiser im Salzkammergut. Anekdotisches zur Sommerfrische (2008) und '... da kann man gut lustig sein'. Neue Geschichten von Künstlern und Kaisern im Salzkammergut (2010). Sissis Tod ist der erste Teil seiner Salzkammergut-Krimireihe rund um das Gmundner Original Inspektor Gustl Brandner.

Textauszug

2.

Dreißig Minuten später raste der silbergraue VW Karmann-Ghia, Baujahr 1955, über die Ischler Hauptbrücke. Die Dienstwege waren lang geworden, seit man den Posten Bad Ischl und alle anderen im Salzkammergut dem Bezirkspolizeikommando Gmunden unterstellt hatte. Und somit dem Brandner. Krachend schaffte der Ghia die steile Waldstraße zum Siriuskogl hinauf. Sie parkten im Schotter vor der Hütte unter dem hölzernen Aussichtsturm.

"Griaß eich, Kollegen!" Wachtmeister Gamperl salutierte nachlässig und verbarg seine Laune nur schlecht. "Hab schon gedacht, ihr kommt's gar nicht mehr!"

"Was haben wir, Gamperl?", fragte der Brandner gelassen. Vor der Absperrung zankten sich bereits erste Hüttengäste mit einem Bauern und bayerischen Wandertouristen um einen Schnappschuss.

"Da hinten liegt sie, die Leich", grinste der Gamperl gfernzt und deutete zum oberen Gastgarten vor der Kulisse der Ischler Berge hinauf. "Schaut gut aus. A fescher Has!"

"Und? Wer ist sie?" Brandner blickte streng.

Der Uniformierte zuckte mit den Achseln. "Keine Personalien. Aber das hab ich gefunden, Chef!"

Dieser nahm ihm wortlos den ausgebeulten Plastiksack ab, schlüpfte unter dem Absperrband rund um Turm und Hütte hindurch und stapfte mit seinen Gehilfen über den Schotter zur Holzbrüstung des Gastgartens. Von dort bot sich ein herrlicher Blick über das Ischler Tal.

"Da geht's runter!" Der Gamperl deutete zur Materialseilbahn am Ende der Brüstung. "Gleich nach dem Anruf vom Kollegen Birngruber ...", schnaufte er, als sie vorsichtig die Böschung hinabstiegen, "hab ich die Frau Bürgermeister mit einem Schnapserl versorgt und den Tatort abgesperrt."

"Fundort", verbesserte der Brandner.

"Fundort", wiederholte der Gamperl.

Sie erreichten den ersten Pfeiler der Seilbahn und tasteten sich herum. Da lag sie. Ein gefallener Engel im Morgenlicht. Zart gebaut, doch mit zutiefst weiblichen Rundungen sah die Tote noch sehr lebendig aus. Das schwarze Abendkleid war nach oben gerutscht, Brandner und Birngruber wendeten sich taktvoll ab.

"Stimmt schon!", grinste der Gamperl. "Das Höschen fehlt!"

Eingehend betrachtete der Inspektor das schöne, von dunklen Locken gerahmte Gesicht und roch daran. Geronnenes Blut, alter Schweiß, doch da war noch etwas ...

Gustl Brandner war ein Nasenmensch. Schon als Kind hatten ihn die Mitschüler gehänselt, wenn der Gustl aufzeigte, um dem Lehrer zu melden, dass gleich wieder "ein Lustiger einen Koffer abstellen" werde. Später hatte der Familienhausarzt an seiner Nase hochsensitive Geruchswahrnehmung diagnostiziert.

"Geh, Birngruber!", sagte er. "Komm her! Riech einmal!"

Der Bär von einem Wachtmeister mühte sich auf die Knie und näherte seinen Zinken der Toten.

"Alkohol", sagte der Brandner und witterte weiter durch Auf und Ab seiner Nasenflügel. "Und Parfüm. Strenge Note. Vielleicht sogar zwei verschiedene. Was meinst du?"

"Riech nichts. Tut mir leid, Chef!" Zerknirscht rappelte sich der Birngruber auf. Brandner blickte nach oben. Zehn Meter über ihnen lag die Hütte mit dem Gastgarten. Er deutete Birngruber und sie stapften wieder hinauf. Gamperl seufzte und folgte ihnen.

Vor dem Hütteneingang fanden sie einen leutseligen jungen Mann.

"Bin der Koglwirt!", stellte sich der Ziegenbartträger mit zerknautschter Stimme vor.

"Sie haben also die Frau Bürgermeister gefunden?", fragte der Brandner. Mit einer abwehrenden Geste, als wolle er alles Übel der Welt von sich schieben, nickte der Wirt verbissen und begann zu erzählen.

"Plötzlich ist die Gamsjägerin da herumgerannt! Hat geheult! Da bin ich halt aufgewacht und heraus."

"Wann war das?", wollte der Brandner wissen.

"Na so um sechs. Viertel nach vielleicht. War ja noch im Bett. Für normal geh ich da schon die Ziegen füttern! Aber heut wollt ich ausschlafen. Gestern ist's spät geworden. So viele Gäste im Garten!" Zufri

Beschreibung für Leser

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Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Bernhard Barta, Mag. Dr.,Studium der Kunstgeschichte und Kunstpädagogik in Salzburg und Linz. Mehrere Jahre tätig für das KunstHaus Wien und das Lentos Kunstmuseum Linz. Seit 2003 freier Autor, Kurator und Kunstjournalist österreichischer Tageszeitungen. Kurator der Oberösterreichischen Landesausstellung »Salzkammergut« 2008. Zahlreiche Publikationen, u.a. Anton Lutz - Das Werkverzeichnis (2001). Lebt in Linz und Altmünsteram Traunsee.

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