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Cover Turrinis Jagd

Turrinis Jagd

Kriminalroman

Erschienen 2013 bei Haymon Verlag
Sprache: Deutsch
240 Seiten
ISBN 978-3-7099-7609-8

Kurztext / Annotation

DER NEUE FALL VON PROVINZJOURNALISTIN GUCKI WURM UND IHREM TRINKFESTEN HUND TURRINI Die ganze Welt redet von der Bankenkrise. Sogar im tiefsten Mühlviertel geht es damit los: Zuerst fährt einer mit dem Bagger mitten in eine Bank hinein, dann wird ein Filialleiter gelyncht, ein anderer angeschossen, und schließlich verbreiten 'Die Wilderer', eine geheimnisvolle Untergrundbewegung, Angst und Schrecken. Und das alles, während man sich auf das Erntedankfest, den Leonhardiritt und den Weltspartag freut. Kein Wunder, die Polizei ist überfordert. Aber da gibt es ja noch die resche Lokaljournalistin Gucki Wurm und ihren unerschrockenen Hund Turrini, die zur Jagd auf den Mörder blasen. Und am Ende fast noch Mann und Herrli finden ... AUTHENTISCH, SKURRIL UND HUMORVOLL Franz Friedrich Altmann zeichnet auch in seinem neuen Turrini-Krimi wieder ein liebevoll-komisches Bild des 'Landes ob der Donau' und seiner Menschen. Obendrein gibt's Nachhilfe in Sachen Mühlviertler Dialekt, eine Schulung in den Feinheiten des Tarockspiels und Unmengen zu trinken. - der vierte Turrini-Krimi - Schauplatz Mühlviertel WEITERE KRIMIS MIT DEM BELIEBTEN ERMITTLERDUO GUCKI WURM UND TURRINI: Turrinis Leber Turrinis Bauch

Franz Friedrich Altmann, geboren 1958 in Hagenberg im Mühlkreis, lebt in St. Leonhard bei Freistadt. Romane, Theaterstücke, Kabarett-Texte, Drehbücher. Seine Kriminalromane 'Turrinis Nase', 'Turrinis Herz' sowie die letzten drei Bände in der Reihe 'Turrinis Bauch' (Haymon 2012), 'Turrinis Jagd' (Haymon 2013) und 'Turrinis Leber' (2015) haben ihn einem breiten Publikum bekannt gemacht.

Textauszug

I
"Schwanz ist nicht Schwanz!"

Braucht jetzt aber wirklich keiner glauben, dass es mir da ums ordinär Daherreden geht! Umgekehrt: Ein jeder, der bei so einem harmlosen Satz gleich ordinär daherdenkt, ist selber ein bisserl eine Drecksau. Weil er nur an das eine denkt. Ich mein ja nicht, dass es längere und kürzere oder dünnere und dickere Schwänze gibt - ich mein ja nur, dass das Wort Schwanz verschiedene Bedeutungen haben kann.

Erstens: der Schwanz bei einem Tier. Ist gleich: hinten. Verlängerung der Wirbelsäule. Auf den ersten Blick nicht unbedingt notwendig. Praktisch Verzierung.

Zweitens: der Schwanz bei einem Mann. Ist gleich: vorne. Auch nicht gar so notwendig. Ob man aber in dem Fall auch von Verzierung sprechen kann - da bin ich mir nicht so sicher.

Jetzt kommt es aber: Ein Schwanz ist nur auf den ersten Blick was Unnötiges. Wenn du nur ein bisserl genauer hinschaust, kommst du drauf, dass die Viecher ihren Schwanz unbedingt brauchen. Und die Männer erst recht. Weil sich die Natur bei der Erfindung der Schwänze schon was gedacht hat. Nicht wie die Menschheit, die ein Trumm nach dem anderen erfindet, das so notwendig ist wie ein Kropf. Ich sag da nur: Nordic-Walking -Stecken oder Red Bull !

Aber von dem red ich ja gar nicht, ich red jetzt nur vom Schwanz! Ist ja allein schon ein Thema, das einen stundenlang beschäftigen könnt. Weil Schwänze so vielseitig verwendbar sind. Und damit mein ich jetzt wirklich nicht: von vorne und von hinten! Wie der eine oder der andere Schweinigl vielleicht glaubt. Damit mein ich überhaupt nicht die Männer-Schwänze. Wo soll denn da eine Vielseitigkeit sein? Kann ja eh nur zwei Sachen, so ein Schwanz bei einem Mann. Was, das brauch ich vermutlich nicht dazusagen. Wobei das eine, nämlich das Brunzen, mehr als 99,9 Prozent ausmacht.

Was mich wirklich fasziniert, das sind die Schwänze bei den Tieren. Für was die alles gut sind! Für die verschiedensten Sachen! Was so ein Viech halt grad braucht: bei einem jeden wieder was ganz was anderes.

Nehmen wir nur einmal die Kuh her. Wie soll sie denn die lästigen Fliegen vertreiben, wenn sie keine Hand hat, die einen Insektenspray derhalten kann? Mit dem Schwanz natürlich!

Oder ein anderes Beispiel. Das Eichkatzerl ist halt nun einmal kein Flugzeug und hat daher auch kein Steuerruder. Macht aber trotzdem große Sprünge und steuert einfach mit seinem buschigen Schwanz. Im Flug!

Am meisten beeindruckt mich aber das Eidaxl. Das wirft in Lebensgefahr seinen Schwanz einfach ab. Der Feind stürzt sich drauf - und das Eidaxl ist auf und davon. Und lacht sich krumm und schief. Weil ja sein Schwanz eh wieder nachwachst.

Können die Männer mit ihren Schwänzen alle miteinander nicht: Fliegen vertreiben oder die Flugrichtung korrigieren. Und den Mann, der bei Gefahr einer ungewollten Vaterschaft einfach seinen Schwanz abwirft, den musst du mir erst einmal zeigen!

Bevor ich mich jetzt aber komplett in die fabelhafte Wunderwelt der Tiere verlier, komm ich zum Ausgangspunkt zurück: Schwanz ist nicht Schwanz! Es gibt ja noch eine dritte Bedeutung, nur deswegen hab ich das Ganze ja erzählt. Schwanz ist nämlich auch ein Schimpfwort. Für einen Mann.

Ist aber gar nicht so leicht zu erklären, wie das gemeint ist, das Schwanz . Heißt nämlich nicht einfach, dass dieser Mann nur mit seinem Schwanz denkt. Praktisch nur an Sex. Heißt vielmehr, dass dieser Mann genauso lästig ist wie einer, der nur Sex im Schädel hat. Penetrant nennt man das. Ein Fremdwort, das von Penis kommt.

Ist mir natürlich eh zu blöd, dass ich da mit einem Fremdwort hausieren geh. Weil ich ja normal schon gegen das Hochdeutsch eine Abneigung hab. Weil ich den Dialekt für die gescheitere Sprache halt. Was heißt da gescheit ?! Für die einzig wahre Sprache!

Beschreibung für Leser

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