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Cover Blumen für Polt

Blumen für Polt

Kriminalroman

Erschienen 2017 bei Haymon Verlag
Sprache: Deutsch
192 Seiten
ISBN 978-3-7099-7886-3

Kurztext / Annotation

ZWEI MYSTERIÖSE TODESFÄLLE IM WEINVIERTEL. EIN FALL FÜR POLT

Der zweite Fall von Kult-Ermittler Simon Polt: Gleich zu zwei rätselhaften Todesfällen wird Polt gerufen. Ob es sich um Mord handelt, das vermag er nicht zu sagen. Was er sicher weiß: Einer der Verstorbenen ist sein Freund Willi deshalb folgt Polt unbeirrbar den wenigen Spuren, die er hat, bis die Todesumstände geklärt sind.
Exklusiv bietet diese Ausgabe ein Gespräch mit Alfred Komarek über die eigentümliche Atmosphäre der Kellergasse, wo manch ein Abgrund tiefer als in die Weinkeller reicht.

Alfred Komarek der Erfinder des Österreich-Krimis
Alfred Komarek hat mit seinen Romanen, die ebenso Krimi wie Milieustudie sind, österreichische Krimigeschichte geschrieben. Alle fünf Fälle von Simon Polt wurden erfolgreich verfilmt, die Hauptrolle spielt Erwin Steinhauer. Besonders ist vor allem die einzigartige Ermittlerfigur Simon Polt. Mit Witz, Charme und Gemütlichkeit schreitet er unbeirrt zur Tat, wann immer es darum geht, ein Verbrechen aufzuklären.

LESERSTIMMEN:
'Es ist dem Autor wieder einmal gelungen, die Landbevölkerung sehr detailliert zu beschreiben, auch von den Schilderungen des Mordopfers, einem Behinderten, lebt das Buch. Ein mitreißender Krimi über Außenseiter in einem kleinen Dorf im Weinviertel.'

'Gelegenheiten machen Mörder. Wie Spuren hinter unglücklichen Verstrickungen verschwimmen und wie Polt trotzdem zwei Mordfälle in einem kleinen Dorf im Weinviertel löst, erfährt man in diesem Buch. Ein leichter Urlaubskrimi mit viel Lokalkolorit.'

ALFRED KOMAREKS POLT-KRIMIS:
Polt muß weinen
Blumen für Polt
Himmel, Polt und Hölle
Polterabend
Polt
Zwölf mal Polt

Alfred Komarek, geboren 1945 in Bad Aussee, lebt als freier Schriftsteller in Wien. Zahlreiche Bücher, darunter die fünf bekannten und inzwischen verfilmten Kriminalromane um Inspektor Simon Polt. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Glauser-Preis für den besten Krimi 1998 für 'Polt muß weinen', dessen Verfilmung 2002 ebenso mit einer Romy prämiert wurde wie auch der letzte Film 'Polt.' (2014). Bei HAYMONtb erscheinen mit Komareks Polt-Romanen (zuletzt: 'Polt muß weinen', 2015) die wichtigste österreichische Krimireihe sowie seine Salzkammergut-Romane um Daniel Käfer (zuletzt: 'Die Villen der Frau Hürsch', 2014). Im Hardcover erschien zuletzt 'Alt, aber Polt' (2015, HAYMONtb 2017).

Textauszug

Kinderglück

Gendarmerieinspektor Simon Polt bremste sein altmodisches Fahrrad ab, atmete tief durch und schaute übers Land. "Grüß dich, Frühling", sagte er.

Noch waren viele Ackerflächen schwarz, und die Rebstöcke wirkten kahl, obwohl sie schon winzige Blattansätze hatten. Nach einem milden Winter trugen einige Bäume schon frisches Laub, und im weithin gedehnten Schachbrettmuster der Felder schuf die Wintergerste grüne Flächen. Vor allem aber wucherte und blühte das Unkraut an den Wegrändern. Dort, wo das Gelände steiler abfiel, oder auch an Hohlwegen, standen zart begrünte Akazienstauden, bald würden Weißdorn und Flieder blühen.

Die Sonne wärmte schon so richtig an diesem frühen Nachmittag. Polt stand im Schatten einer kleinen Baumgruppe, die eine verwitterte Mariensäule umfing. Hier war der Weg vom Talboden aufwärts zu Ende. Ein paar Meter weiter, in einer kleinen Senke, verlief die Grenze zu Tschechien. Unten, in den Bauerngärten der Dörfer, blühten schon Märzenbecher und Stiefmütterchen. In den Kellergassen, die sich nach Norden hin den Hang hochzogen, waren die Fensterluken der Preßhäuser geöffnet, und Holzgitter ersetzten die festen Türen, damit frische Luft durchströmen konnte. An ihren oberen Enden verloren sich die langen Reihen der kleinen weißgekalkten Gebäude in weitläufiger Stille. Polt mochte diese großzügige Landschaft, in der es weder Haus noch Hütte gab. Nichts verstellte hier den Blick, der Himmel war sehr hoch. Und dann noch Frühling, das war schon was. Eine Zeit schöner Unvernunft, da mußte man einfach seiner Wege streunen, wie ein wohlgelaunter Hund. Schon als Kind hatte Polt diese glückliche Unruhe gespürt und war ihr an die Sonnenseite des Tales gefolgt, wo die Steine um die Mittagszeit schon warm waren wie ofenfrisches Brot. Aufregend roch so ein junges Jahr, nach Gras und Blüten, nach Aufwachen, bettwarm und träge. Oder auch nach warmer Feuchtigkeit, auf halbem Weg zwischen Kastanienblüten und nassen Socken. Und wenn man seine Nase ins Fell einer Katze steckte, roch es nach Sünde und Zigeunerleben.

Polt war ganz einfach guter Dinge an diesem dienstfreien Tag. Im Gasthaus Stelzer in Brunndorf hatte er ein Brathuhn mit flaumiger Semmelfülle verzehrt und ein Glas Bier dazu getrunken. Jetzt ließ er sich vom Wind der Laune tragen, und der große, nicht eben schmächtige Mann fühlte sich erstaunlich leicht. Als er sein Fahrrad wieder in Bewegung setzte, bog er in den schmalen Güterweg nach Burgheim ein. Erst einmal ging es ziemlich steil bergab. Simon Polt verschwendete keinen Gedanken daran zu bremsen und fuhr mit rasch zunehmendem Tempo talwärts. Jetzt pfiff ihm die Luft ja doch wieder recht kühl um die Ohren. Wenig später hemmte der nunmehr ansteigende Weg die rasche Fahrt. Polt trat kräftig in die Pedale, und nachdem er die kleine Erhebung überwunden hatte, ließ er das Fahrrad gemächlich weiterrollen. Ein paar hundert Meter vor der Burgheimer Kellergasse bremste er. An der rechten Wegseite ragte eine nahezu senkrechte Lößwand gut vier Meter hoch. Oben war ein Stück Wiese zu sehen, und dahinter standen Rebstöcke. In der Wiese saß regungslos ein Mann. Polt legte das Fahrrad ins Gras. Mit langsamen Schritten stieg er auf einem schmalen Fußweg nach oben. Der Mann saß ein wenig verloren zwischen wuchernden Halmen und Stauden, schaute ins Leere und summte eine Melodie. Simon Polt war in einiger Entfernung stehengeblieben, um ihn nicht zu erschrecken. Die Melodie war ihm vertraut, und sie erinnerte ihn fatal an Karel Gotts Ölsardinenbelcanto. Den Mann in der Wiese kannte er noch besser. Er hieß Willi, niemand wußte seinen Familiennamen. Es war schwer zu sagen, wie alt er war, wohl weit über fünfzig. Willi gehörte zum Leben im Dorf, ohne dabei irgendeine Rolle zu spielen. Die Unkrautwiese über dem Tal war sein Lieblingsplatz.

Als im Weingarten ein Rebhuhn aufflog, schreckte Willi hoch, schaute sich um, erblickte Simon Polt, li

Beschreibung für Leser

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