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Cover Das gute Glück

Das gute Glück

Wie wir es finden und behalten können

Erschienen 2019 bei Ecowin
Sprache: Deutsch
288 Seiten
ISBN 978-3-7110-5235-3

Kurztext / Annotation

Michaela Brohm-Badry zieht mit ihren Hunden in eine einsame Mühle mitten im Nirgendwo. Sie braucht Ruhe und Freiheit um zu schreiben. Gemütlich richtet sie sich in ihrem Rückzugsort ein und vollendet gerade ihr Buch, als sie ein Schmerz wie von einer Pistolenkugel im Kopf trifft. Sie bricht zusammen fernab jeglicher Zivilisation. Ihre schwererziehbare Hündin Nike - mit ein Grund für die gewählte Einsamkeit - schubst sie unablässig und verhindert das Wegdriften ins Koma. Michaela Brohm-Badry schafft es so, einen Notruf an ihre Freundin abzusetzen. Durch eine sofortige Operation am Gehirn überlebt sie ein geplatztes Aneurysma.

Kann man so viel Glück haben? Die Professorin für Empirische Lehr-Lern-Forschung setzt sich nun eingehend mit dem Glück auseinander: Wir streben nach maximalem Wohlbefinden, nach einem sinnhaften Leben, nach Erfüllung im Privaten wie im Beruf. Glücklichsein ist unser größtes Lebensziel. Manchen Menschen gelingt das von Natur aus besser als anderen. Immerhin hat die Forschung bewiesen, dass ein glückliches Leben zur Hälfte genetisch bedingt ist.

Doch Michaela Brohm-Badry beweist: Die andere Hälfte des Glücks ist lernbar. Für jeden zeigt sie auf, wie man Glück aktiv selbst finden kann. Die renommierte Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Positiven Psychologie zeigt, dass Glück eine Fähigkeit ist, die wir trainieren können wie ein Hobby. In 'Das gute Glück' sind Forschungsbefunde und Assoziationen aus Musik, Geschichte und Literatur eng verwoben mit autobiografischen Passagen. So ist dieses Buch nicht nur ein wertvoller Ratgeber für die Suche nach Glück, sondern auch zu Themen wie Trost, Stärke und positiver Motivation.

Erfahren Sie von der Motivationsexpertin Nummer 1:
- was konkret zum Glück verhilft und wie man es festhält
- was Freiheit, Motivation und Risikofreude mit Glück zu tun haben
- warum glückliche Menschen länger leben und weniger Stress haben
- wie man sich auf das fokussiert, was man am Leben liebt

Michaela Brohm-Badry ist eine der renommiertesten Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der Positiven Psychologie. Sie ist Professorin für Empirische Lehr-Lern-Forschung an der Universität Trier, ihre Forschungsschwerpunkte sind Motivation, Lernen und Persönlichkeitswachstum. Darüber hinaus ist sie Kolumnistin der WirtschaftsWoche, über ihre Arbeit berichteten unter anderem Spiegel Online, Frankfurter Allgemeine Zeitung und ZDF aspekte. Das gute Glück ist ihr erstes Buch im populärwissenschaftlichen Bereich.

Textauszug

1

Leben: Was wir wirklich brauchen

Es war das Jahr des Milans, und ich wollte hoch fliegen. Doch wer die Götter herausfordert, sollte sich warm anziehen. Später fragten mich Freunde, ob ich es bereuen würde, aber das war eben später. Und so stand ich mitten in der Wildnis zwischen zwei Flüssen und starrte auf die Wassermühle. Mein Auto voller Bücherkisten, mein Kopf voller Ideen, mein Hund rannte über die große Wiese zum Wasser. Es war sonnig, der Himmel blau, das grüne Eisentor zur Zufahrt schloss ich.

Hier war der Ort, nach dem man sich sehnt, wenn man dem Druck entkommen will.

Ein hörbares Ausatmen, obwohl bei der Schlüsselübergabe der Satz fällt: "Die versichert keiner mehr - da wird zu oft eingebrochen!" Natürlich hat mich das verunsichert, aber ich hatte einen Ruf als Lernforscherin an die Universität erhalten, wollte nun in aller Ruhe forschen und schreiben und hatte ja schließlich Nike bei mir - die griechische Siegesgöttin aus dem Tierheim, die so hieß, weil sie Brandwunden und anscheinend auch Schläge überlebt hatte. Wenn ich ein Streichholz anzündete, um den kanadischen Holzfällerofen anzufeuern, zuckte sie zusammen. Wenn ich die Hand hob, auch. Nike war bissig. Zweimal war ich mit ihr beim Tierarzt gewesen, um sie einschläfern zu lassen. Konnte es dann aber nicht. Halti, Hundetrainer, Maulkorb - das volle Programm.

Aber hier in der Wildnis konnte sie niemanden beißen, wir würden zur Ruhe kommen, sie könnte sich auf der riesigen Wiese neben der Mühle austoben und ich über meinen Forschungsschwerpunkt "Motivation" schreiben - wirksam in meinem neuen Beruf werden und vielleicht auch privat endlich glücklich. Oh Fortuna! Ich dachte, es sei ein idealer Ort für die nächsten Jahre.

Als ich an diesem sonnigen Herbsttag einzog, Fensterläden öffnete, Möbel rückte und Kiste für Kiste auspackte, zog es mich zwischendurch immer wieder über die marode Terrasse den Weg hinunter zum Wasserfall hinter dem Haus. Hier wurde der Strom erzeugt. Eine unbändige Freude überkam mich, in die sich aber auch ab und an Gedanken über die knallharten Winter hier im Hunsrück und die einsamen Nächte an diesem entlegenen Ort mischten.

Als Frau alleine in der Pampa mit einem mittelgroßen Schäferhundmischling ... Ich versuchte mich durch den Gedanken zu beruhigen, dass die Mühle Teil einer großen Burganlage war, die rund einen Kilometer oberhalb auf dem Berg lag. Ein großer, bärtiger Trappertyp, Ewald, der Gutsverwalter der Burg, würde gelegentlich herkommen, um nach der Schleuse hinter dem Haus zu sehen, und hatte mir im entscheidenden Vorgespräch gesagt, ich solle mir wegen der Nächte keine Sorgen machen, er sei Tag und Nacht telefonisch erreichbar. Und falls ich nachts Einbrecher vermute, solle ich anrufen - er sei dann zügig mit dem Jeep da. Ich ging einfach davon aus, dass er, als Jäger, dann auch seine Knarre dabeihaben würde.

An jedem Ort erleben wir ein verändertes Ich, und an diesem Ort war ich voller Energie, denn die Mühle war sozusagen ein Motivationszentrum. Der Maklerin wollte ich schon absagen, hatte mich aber im letzten Moment doch dafür entschieden, es auszuprobieren - vielleicht, weil ich die Befunde der Risikoforschung kannte: Risiken einzugehen erzeugt diese leichte Spannung, die uns freudig stimmt und so das Wohlbefinden erhöht. Es ist das empfundene Risiko selbst, das uns diesen Reiz verleiht, uns unser Selbst neu probieren lässt und uns glücklich macht.

Zudem erhöht Risikofreude die Wahrscheinlichkeit für neue Chancen im Leben, und je offener wir Chancen tatsächlich wahrnehmen, desto größer ist die Möglichkeit, dass etwas davon auch tatsächlich als freudestiftend erlebt wird. Ein Risiko einzugehen erhöht schlicht die Wahrscheinlichkeit von Glück, denn vielleicht gefällt uns ja, was wir auspr

Beschreibung für Leser

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