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Cover Heimkehren

Heimkehren

Roman

von Yaa Gyasi; Übersetzt von Anette Grube

Erschienen 2017 bei DuMont Buchverlag
Sprache: Deutsch
416 Seiten; 210 mm x 145 mm
ISBN 978-3-8321-9838-1

Besprechung

"Die Intensität, die Gyasi entstehen lässt, in der Dichte dieser Porträts, ist unvergleichlich."
Anne Haeming, SPIEGEL ONLINE

"Ein kluges Buch voller Schönheit, das Wunden heilt - dazu bestimmt, ein Klassiker zu werden."
Zadie Smith

"'Heimkehren' von der ghanaisch-amerikanischen Autorin Yaa Gyasi ist neben 'Underground Railroad' von Colson Whitehead eines der wichtigsten Bücher aus Amerika in diesem Herbst."
Susanne Messmer, TAZ

"Dies ist kein Onkel-Tom-Klagegesang, sondern ein höchst differenzierter Roman, in dem das Schicksal so manches eben noch Verdammten sich wandeln kann."
Rainer Hartmann, KÖLNER STADT-ANZEIGER

"Das Buch erzählt die Geschichte der Sklaverei in poetischen Happen. Und liegt am Ende umso schwerer im Magen - denn die rassistische Gewalt dauert an."
Kester Schlenz, STERN

"Yaa Gyasi [...] lässt ihre Figuren nicht namenlose Opfer ihrer Umstände sein, sondern verleiht ihnen Individualität, eine Stimme, Würde; lässt sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten Handelnde sein. Sie schreibt ihre Geschichte selbst. Und sie schreibt sie brillant."
Marie-Sophie Adeoso, FRANKFURTER RUNDSCHAU

"Romane können etwas wiederherstellen, was verloren war. [Ein] beeindruckendes Debüt."
Katharina Granzin, TAZ

"Man spricht schon davon, dass ein neuer Klassiker geboren sei. Mit Preisen überhäuft, ist 'Heimkehren' zu einem der zehn besten Bücher 2016 gekürt worden."
Tina Muffert, BÜCHER MAGAZIN

"Ein trauriges, ein tief bewegendes Buch"
Britta Bode, BERLINER MORGENPOST

"In Zeiten von Rassismus und Fake News bleibt das Thema [von 'Heimkehren'] hochaktuell."
Christiane Hoffmeister, HAMBURGER ABENDBLATT

"Das Buch erzählt die Geschichte der Sklaverei in poetischen Happen."
Lennart Schwarz, STERN

"Bewegend, grausam, düster und doch nicht ohne Hoffnung."
Georg Gruber, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

"Man spricht schon davon, dass ein neuer Klassiker geboren sei."
Tina Muffert, BÜCHER MAGAZIN

"'Heimkehren' ist eine unglaubliche erzählerische Leistung, sie findet eine mitreißende Sprache, die einen riechen, fühlen und schmecken lässt."
Nadine Kreuzahler, INFORADIO RBB

"Ein großartiger Roman, ein Epos über 300 Jahre, die Entwicklung einer ghanaischen Familie von der Versklavung bis in die Gegenwart. Man kann es nicht aus der Hand legen."
Sven Stricker, POTSDAMER NEUESTE NACHRICHTEN

"Wie ist es möglich, dass ein experimentelles Buch auf derart mitreißende Art den Spannungsbogen hält? Yaa Gyasi hat ein Buch über Sklaverei verfasst, wie es noch keins gegeben hat."
Susanne Messmer, TAZ

"Bewundernswert sorgfältig recherchiert. [...] Eine überfällige Geschichtslektion."
Ulrike Sárkány, NDR KULTUR

"Dieses Buch ist ein literarisches Ereignis [...]."
Marlen Hobrack, DER FREITAG

"Diese junge Autorin hat ein gewaltiges Talent."
HAMBURGER ABENDBLATT

"Ein aufwühlender, kluger und epischer Roman"
Matthias Glatthor, BÖRSENBLATT

"Jeder Abschnitt ist eine kleine Perle, das dunkel funkelnde Drama einer ganzen menschlichen Existenz auf wenigen Seiten. Und zum Schluss fügen sich diese Perlen zu einer geschlossenen Kette."
Meike Schnitzler, BRIGITTE

"Das Besondere an diesem gründlich recherchierten und zugleich sehr lebendig erzählten Roman ist, dass er nicht nur den fortwirkenden Rassismus in den Vereinigten Staaten beklagt, sondern auch die Verhältnisse an der afrikanischen Goldküste in den Blick nimmt und damit eine historische Wahrheit nicht unterschlägt."
BÖRSENBLATT

"Ein komplexer Roman mit bewegenden Schicksalen - und einem versöhnlichen Ende."
Jessica Will, RUHR NACHRICHTEN

"Als Lesende hat man den Eindruck, erst durch die Fiktion wird das Ausmaß der historischen Realität fassbar."
Lisa Ndokwu, AFRIKANET.INFO

"Der Roman schenkt Nachfahren der Sklaven [...] die Möglichkeit, die zerrissenen Wurzeln ihrer Herkunft mittels Vorstellungskraft wieder zu verbinden."
THE NEW YORK TIMES BOOK REVIEW

"Ein vielversprechendes Debüt, das

Langtext

Obwohl Effia und Esi Schwestern sind, lernen sie sich nie kennen, denn ihre Lebenswege verlaufen von Anfang an getrennt. Im Ghana des 18. Jahrhunderts heiratet Effia einen Engländer, der im Sklavenhandel zu Reichtum und Macht gelangt. Esi dagegen wird als Sklavin nach Amerika verkauft. Während Effias Nachkommen über Jahrhunderte Opfer oder Profiteure des Sklavenhandels werden, kämpfen Esis Kinder und Kindeskinder ums Überleben: auf den Plantagen der Südstaaten, während des Amerikanischen Bürgerkrieges, der Großen Migration, in den Kohleminen Alabamas und dann, im 20. Jahrhundert, in den Jazzclubs und Drogenhäusern Harlems. Hat die vorerst letzte Generation schließlich die Chance, einen Platz in der Gesellschaft zu finden, den sie Heimat nennen kann und wo man nicht als Menschen zweiter Klasse angesehen wird?

Mit einer enormen erzählerischen Kraft zeichnet Yaa Gyasi die Wege der Frauen und ihrer Nachkommen über Generationen bis in die Gegenwart hinein. 'Heimkehren' ist ein bewegendes Stück Literatur von beeindruckender politischer Aktualität.

New-York-Times-Bestseller

Das Hörbuch erscheint am 4. August bei DAV, gelesen von 14 Sprecherinnen und Sprechern:

Bibiana Beglau, Wanja Mues, Britta Steffenhagen, Götz Schubert, Johann von Bülow, Stefan Kaminski, Felix Goeser, Bjarne Mädel, Max Mauff, Rike Schmid, Jodie Ahlborn, Jule Böwe, Judith Engel, Lisa Wagner

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Kundenbewertungen

Beeindruckendes Buch mit toller Konstruktion 08. Oktober 2017
Ghana, Ende des 18. Jahrhunderts: Effia und Esi sind Halbschwestern, die sich nie kennenlernen werden. Die eine lebt bei den Fante, die andere bei den Asante, verfeindete Völker, die immer wieder im Krieg liegen. Obwohl gemeinsames Blut in ihren Adern fließt, verlaufen ihre Lebenswege komplett unterschiedlich. Während Effia den mit Sklaven handelnden britischen Gouverneur des Fort Cape Coast heiratet, wird ihre Halbschwester versklavt und nach Amerika verschifft. Generation für Generation, bis in die Gegenwart, kämpfen die Linien der Familie ums Überleben und einen Platz in der Welt. Das Debüt dieser Autorin ist wirklich ganz bemerkenswert. Braucht man am Anfang noch etwas Zeit um sich in den Aufbau des Buches einzufinden, weiß man diese ungewöhnliche Konstruktion schon bald zu schätzen. Generation für Generation wird das Leben eines Nachkommens von Effia und Esi eine Zeit lang begleitet. Dadurch taucht man in die jeweilige Lebensrealität ein. In Esis Familie ist diese Jahrhunderte lang von Versklavung, Rassenhass und Diskriminierung geprägt. Effias Nachkommen tragen ebenfalls schwer an ihrem Erbe der Stammesfehden und als Sklavenhändler. Dieses Buch ist möglicherweise frustrierend für Leser, die für Geschichten einen klaren Abschluss brauchen, denn das ist bei den einzelnen Schicksalen nur selten gegeben, auch wenn sie von nachfolgenden Generationen noch thematisiert werden. Aber man bleibt nie lange bei einer einzelnen Figur, sondern muss diese oft verlassen, wenn man gerade eine Verbindung zu ihr aufgebaut hat. Und trotzdem ist es möglich, mit diesen Figuren mitzufiebern und mitzuleiden. Die Autorin zeichnet nach, dass die Diskriminierung der Afro-Amerikaner noch längst nicht vorbei ist und es auch nicht war, als die Sklaverei abgeschafft wurde. Sie zeigt beeindruckt und erschreckend, dass sich stattdessen neue Wege fanden, um die Ungleichheit aufrecht zu erhalten. Und auf der anderen Seite des Ozeans hat die Familie von Effia ebenfalls kein leichtes Leben. Besonders erschreckend ist dargestellt, wie sich verfeindete Völker eines Kontinents gegenseitig an eine Besatzungsmacht ausgeliefert und verkauft und somit ihr eigenes Schicksal besiegelt haben. Nicht zuletzt ist das Buch auch dadurch großartig, weil es von hoher politischer Aktualität ist und die noch heute wirkenden Nachwirkungen und deren Entstehung verständlich und berührend nachzeichnet. Für mich ist dieses Buch ein Meisterwerk. Es ist toll konstruiert, sprachlich ansprechend und anspruchsvoll und wirkt sehr authentisch. Jedes Schicksal ist einzigartig, wirkt aber nie übertrieben oder unrealistisch. Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen und mit den Figuren mitleben und mitleiden lassen. Es ist ein sehr kluges Buch, dessen Bedeutungsebenen man gar nicht auf einmal erfassen kann und das einen dadurch noch längere Zeit begleitet und beschäftigt. Auch wenn das Buch keine Wohlfühlgeschichte erzählt und kein rosarotes Happy End präsentiert, habe ich das Lesen sehr genossen und das Buch geliebt. Für mich ist es definitiv ein Highlight, das noch lange nachwirkt. Es hat mich tief beeindruckt und berührt.
Bedrückend und dennoch faszinierend 27. September 2017
Heimkehren von Yaa Gyasi erzählt die Geschichten von zwei Schwestern und ihren Nachkommen - eigentlich ist es ein Buch mit vielen Lebenwegen, vielen Protagonisten, die alle ihre eigene Geschichte haben. Es fängt an mit Effia und Esi in Ghana im 18. Jahrhundert. Die beiden haben die selbe Mutter, doch sie haben sich nie kennen gelernt. Effia´s Familie provitiert vom Sklavenhandel, mischt munter bei dem Handel mit. Sie selbst heiratet einen britischen Offizier. Ungeahnt von ihr, wird im Verlies der Briten auch ihre Schwester Esi auf das Schiff warten, das diese nach Amerika in die Sklaverei bringen wird. Es gibt zwei Erzählstränge, die beide bis in die heutige Zeit reichen. Abwechselnd wird jeweils die Geschichte eines Nachkommen Generation für Generation erzählt. Eigentlich besteht das Buch aus vielen kleinen Erzählungen, dennoch gehören sie zusammen, es sind verschiedene Lebenswege wie Perlen auf eine Schnur gereiht, das Band ist die Familienbande, die Zusammengehörigkeit. Diese einzelnen Geschichten verhindern zwar einen durchgehenden Erzählfluss, jedoch ist es gerade diese Chronik, dieses Wissen, wie geht es Generation für Generation weiter, was lernt der Einzelne von seinen Vorfahren, was übernimmt er oder was lehnt er ab, das was fasziniert. Die Autorin hat gerade diese Entwicklung meines Erachtens sehr gut gestaltet und mit allen möglichen Facetten versehen. Die Wege, die die einzelnen Protagonisten gehen, die Dinge, die sie erleben, erleiden oder auch durch eigene Handlungen anderen oder sich selbst antun, sind sehr unterschiedlich. Diese große Bandbreite ist faszinierend, manchmal bedrückend, aber immer wirkt es authentisch. Die Autorin schafft es, dass jeder dieser vielen Personen ein Leben eingehaucht wird, eine Geschichte, einen Lebensweg bekommt. Hilfreich ist für mich auch der ans Ende gestellte Familienstammbaum gewesen. Das Cover hat mir gefallen, auch wenn man es wahrscheinlich erst am Ende des Buches deuten kann - ich will hier nicht spoilern. Mir jedenfalls scheint es sehr zu der Geschichte zu passen und die Farben und die Gestaltung sind auffällig und ein Hingucker. Fazit: Es gibt viele Attribute, die ich dieser Geschichte geben möchte: faszinierend, bedrückend, gelungen, vielfältig, emotional, intensiv, verschlungen, lehrreich, ungewöhnlich, anstrengend, aufwühlend, anspruchsvoll und völlig anders als erwartet ! Einfach sehr gut und zu empfehlen.
Komplexer Generationsroman 24. August 2017
Heimkehren ist ein richtig komplexer Roman, da er seine Themen durch einen großen Zeitraum transportiert und dabei die handelnden Figuren relativ rasch wechseln. In der Regel tauchen die alten Personen in den neuen Kapitel auch nur selten auf, dennoch gibt es offensichtlich ganz starke Verbindungen. Das sich der Ton der Geschichten im Verlaufe der Zeit verändert, merkt der Leser erst allmählich, zum Beispiel in Teil 2 mit H. als Protagonist 1880 spürt man eine andere Sprache als noch zu Anfang des Buches. Natürlich ist da auch zwischen den afrikanischen und den amerikanischen Abschnitten zu unterscheiden Auch inhaltlich gibt es Veränderungen, das wird z.B. deutlich im Abschnitt als Willie und Robert nach Harlem gehen und die Beschreibungen des Jazzclubs Jazzing. Auch die Geschichte von Yaw und der Entstehung seiner Brandnarbe oder von Sonny und seine Arbeit für das NAACP sind beeindruckend. Das gilt auch für die Geschichte von Marjorie und Marcus, mit der der Roman schließlich schließt.. Es gibt in fast allen dieser Episoden so viel zu entdecken und manche hätten das Potential für eigene Romane. Diese Romankonzeption ist ein großer, umfassender Ansatz um die Geschichte der Sklaverei zu erzählen und die Autorin hat die entsprechenden Mittel. Wenn eine junge Autorin so schreiben kann, darf man viel von ihr erwarten. Es sei denn, das war schon ihr wichtiges Thema, mit dem sie sich dann ausgeschrieben hat. Das muss man abwarten.

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