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Cover Marianengraben

Marianengraben

Roman

Erschienen 2020 bei Eichborn
Sprache: Deutsch
256 Seiten; 220 mm x 144 mm; ab 16 Jahre
ISBN 978-3-8479-0042-9

Besprechung

"Ein Buch, das Geborgenheit bietet und Hoffnung schenkt." Yasmina Banaszczuk "Helmut ist ab sofort (neben der Queen) mein Rolemodel fürs Altsein. Ich liebe seine nonchalante Renitenz - und wie zärtlich unsentimental wir ihn hier kennenlernen dürfen." Anja Rützel "Eigentlich kann man gar kein Buch schreiben, das vom Sterben handelt, gleichzeitig sehr lustig und tieftraurig ist, sich aber anfühlt wie ein Roadmovie. Wie gesagt: eigentlich!" Sascha Lobo

Langtext

"Ein Buch, das Geborgenheit bietet und Hoffnung schenkt" Yasmina Banaszczuk

Paula braucht nicht viel zum Leben: ihre Wohnung, ein bisschen Geld für Essen und ihren kleinen Bruder Tim, den sie mehr liebt als alles auf der Welt. Doch dann geschieht ein schrecklicher Unfall, der sie in eine tiefe Depression stürzt. Erst die Begegnung mit Helmut, einem schrulligen alten Herrn, erweckt wieder Lebenswillen in ihr. Und schließlich begibt Paula sich zusammen mit Helmut auf eine abenteuerliche Reise, die sie beide zu sich selbst zurückbringt - auf die eine oder andere Weise.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern


Jasmin Schreiber, geboren 1988, ist studierte Biologin und arbeitet als Kommunikationsexpertin und Autorin. 2018 gewann sie den Digital Female Leader Award und wurde als Bloggerin des Jahres ausgezeichnet. Sie arbeitet ehrenamtlich als Sterbebegleiterin und Sternenkinder-Fotografin. Das Internet macht sie auf Twitter unter @LaVieVagabonde unsicher. Jasmin Schreiber lebt in Frankfurt am Main.

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Kundenbewertungen

Einblick in die Tiefen der Seele – auf Tauchgang mit Jasmin Schreiber 25. Mai 2020
Über Trauer und den Tod geliebter Menschen zu schreiben, ist kein leichtes Unterfangen. Dennoch ist es Jasmin Schreiber in ihrem neuen Roman ?Marianengraben? gelungen, dieses schwierige Thema in eine berührende und zugleich humorvolle Handlung zu verpacken. Ihre beiden Protagonisten, die Studentin Paula wie auch der pensionierte Eigenbrötler Helmut, haben beide vor kurzem die wichtigste Person in ihrem Leben verloren. Bei einer Nacht-und-Nebel-Aktion begegnen sie sich auf einem Friedhof und treten gemeinsam eine alles verändernde Reise an. Dabei rollt Jasmin Schreiber nicht nur die Vergangenheit der Protagonisten auf, sondern hilft diesen auch, ihren Blick wieder in die Zukunft zu richten. Und gemeinsam mit Paula und Helmut erleben auch wir als Leser eine Achterbahnfahrt der Gefühle, wenn uns der Plot abwechselnd zum Schmunzeln und Nachdenken bringt. Der Roman Marianengraben stellt damit ein leicht zu lesendes Werk dar, welches dennoch den nötigen Tiefgang besitzt, um den Leser emotional in die ergreifende Geschichte von Paula und Helmut zu ziehen.
Ein wunderschönes und trauriges Buch zu gleich 20. Mai 2020
Mein Fazit fällt sehr gut aus. Dieses Buch war mal wieder etwas anderer Natur. Paula ist verständlicherweise am Anfang der Handlung traurig, und unfähig ihr Leben weiterzuführen. Warum das Buch ausgerechnet Marianengraben heißt wird uns schon am Anfang des Buches gezeigt. Eines Nachts trifft sie auf Helmut, der zufälligerweise auch gerade einen geliebten Menschen besucht. Wie es der Zufall so will, und weil Paula etwas Abwechslung gut gebrauchen kann, begeben sich die Beiden auf eine Reise durch schöne Landschaften. Helmut scheint einiges geplant zu haben. Die Handlung fand ich wirklich schön. Traurig und schön zugleich. Beide Eigenschaften wechselten sich immer wieder ab. Kaum lachte Paula, im nächsten Moment heulte sie wie ein Schlosshund. Immer wieder bekommen wir einen Einblick wie es damals war, und schwenkt dann wieder in die Gegenwart. Helmut ist natürlich auch nicht frei von Trauer, immer wieder erzählt er aus seinem Leben. So trösten sie sich immer wieder gegenseitig. Die Tiefe der Trauer wird durch eine sinkende Zahl repräsentiert. Von 11000 bis 0. Je besser es Paula geht, desto weniger wird diese.
11.000 Meter tiefe Trauer 12. April 2020
von Petris
Es gibt sie, diese Bücher, die einfach perfekt sind für den Moment, generell für dich als Leser*in. Marianengraben zählt für mich zu einem solchen Schatzfund. Das beginnt schon beim Cover, das ich von der Farbgebung, dem Motiv und der Typografie her einfach großartig finde. Dann der Titel, der ja eigentlich schon die Geschichte mit einem Begriff zusammenfasst, er ist einfach perfekt. Und natürlich die Geschichte, wunderschön erzählt, zwischendurch total witzig und tieftraurig. Ich habe schon lange nicht mehr so viel geheult bei einem Buch. Aber es war ein gutes Weinen, eines, das erleichtert, nach dem man sich besser fühlt. Auch sprachlich konnte mich Jasmin Schreiber völlig begeistern. Sie versteht mit Worten zu zaubern und daraus einen großartigen Roman zu machen. Dieses Buch muss man einfach lesen! Paula, eine junge Doktorandin der Biologie, hat ihren wesentlich jüngeren Bruder Tim verloren. Er ist im Urlaub mit den Eltern ertrunken, und Paula war nicht dabei. Sie fühlt sich schuldig, ist traurig und aus der Trauer wird eine tiefe Depression. ?Gedanken sind oft so unkontrollierbar wie die Liebe, die sie auslöst. Und jetzt liebe ich dich nur noch gefangen in einer Zwischenwelt aus Präteritum und Konjunktiv und in einer Realität, die vor deinem Tod ein Leben und danach nur noch ein Zustand war.? S. 9 Auf Anraten ihres Therapeuten, versucht sie endlich einmal, Tims Grab zu besuchen. Sie will dabei niemand treffen, also klettert sie in der Nacht über die Mauer. Der Besuch verläuft anders als erwartet, sie trifft auf Helmut, einen alten Mann, der die Urne seiner Freundin Helga ausbuddelt, um eine Mission damit zu erfüllen. Er will sie dahin bringen, wo sie vor ihrem Tod hin wollten, was leider nicht mehr gelang. Paula kommt mit auf diese Reise, eine junge, depressive Frau und ein alter, grummeliger Mann in einem klapprigen Wohnmobil. Damit beginnt eine skurrile Reise voller Traurigkeit, skurrilem Humor, Lebensweisheiten, Lachen und Weinen. Und Schritt für Schritt taucht Paula aus ihrer tiefen Trauer aus. 11.000 Meter tief fühlte sie sich ursprünglich an, so tief wie der Marianengraben. Damit ist auch das erste Kapitel überschrieben, 11.000, von Kapitel zu Kapitel wird diese Zahl kleiner. Ich finde das eine ganz wunderschöne Idee für diese Geschichte. Der Roman hat mich zutiefst berührt, ich habe mich in vielen Abschnitten zum ersten Mal so richtig verstanden gefühlt, denn auch ich habe einen 10-jährigen Bruder verloren und ganze viele Dinge kamen mir bekannt vor, die Schuldgefühle, die Tatsache, dass für einen die Welt stehen bleibt, für alle anderen nicht, die Rolle der Eltern, die nur bedingt helfen können, weil sie mit sich selbst beschäftigt sind,? Und der Trost, den Bücher in schweren Zeiten spenden können: ?Ein Buch in der Hand kann ein echter Rettungsanker sein ? wenn die See des Lebens zu rau ist, klammert man sich an Geschichten und lässt sich von ihnen in Sicherheit bringen.? S. 10 Ein Buch das berührt und noch lange nachwirken wird und das ich bestimmt nochmal lesen werde.

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