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Cover Der Mann, der nicht aufhörte zu schlafen

Der Mann, der nicht aufhörte zu schlafen

Roman. Deutsche Erstausgabe

von Aharon Appelfeld; Übersetzt von: Mirjam Pressler

Erschienen 2012 bei Rowohlt, Berlin
Sprache: Deutsch
284 Seiten; 205 mm x 125 mm
ISBN 978-3-87134-732-0

Besprechung

Appelfeld ist als Erzähler des Holocaust Autoren wie Primo Levi oder Imre Kertész ebenbürtig. Der Spiegel

Kurztext / Annotation

Vom Erwachen im neuen Leben - der persönlichste Roman des großen Erzählers Aharon Appelfeld.

Langtext

Erwin schläft und schläft und kann kaum mehr erwachen. Es ist das Jahr 1946, und der jüdische Junge, der mit knapper Not überlebte, treibt ziellos durch Europa, auf Zügen, Pferdekarren, stets vor sich hin dämmernd. Denn der Schlaf hält in Erwin das Verlorene lebendig: die grüne, heimatliche Bukowina, die geliebte Mutter, den Vater, der nebenher Romane schrieb. Nach Station in einem Flüchtlingslager bei Neapel und einer abenteuerlichen Schiffspassage findet Erwin sich in Palästina wieder. Der Kibbuz soll den Siebzehnjährigen zum zukunftsfrohen "neuen Juden" erziehen - aber die Fremdheit schmerzt ihn nur umso mehr. Da wird Erwin schwer verletzt. Im Hospital obsiegt wieder der Schlaf - vorerst. Denn genesend liest Erwin die Bibel und lernt, mit den Worten ringend, Hebräisch. Die heilige Sprache seiner Väter zeigt ihm endlich einen Weg, das in Schlaf, Traum und Erinnerung Bewahrte zu retten: Unter neuem Namen beginnt Aharon zu schreiben, und erzählend lässt er die entschwundene Welt in der neuen, uralten Sprache wiedererstehen ...
Mit zärtlicher Kraft schildert Aharon Appelfelds autobiographischer Roman ein Erwachen im neuen Leben, inmitten der Wirren von Flucht und Emigration. Nach "Geschichte eines Lebens" das wohl persönlichste Buch des großen Erzählers.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Appelfeld, Aharon
Aharon Appelfeld, 1932 in Jadowa in der rumänischen Bukowina geboren und 2018 bei Tel Aviv gestorben, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern Israels und zugleich "zu den großen Erzählern Osteuropas" (Imre Kertész). Nach Verfolgung und Krieg, die er im Ghetto, im Lager, dann in den ukrainischen Wäldern und als Küchenjunge der Roten Armee überlebte, kam er 1946 nach Palästina. In Israel wurde er später Professor für Literatur. Seine hochgelobten Romane und Erinnerungen wurden in fünfunddreißig Sprachen übersetzt, auf Deutsch erschienen zuletzt "Meine Eltern", "Ein Mädchen nicht von dieser Welt" und "Auf der Lichtung". Über Aharon Appelfeld, der unter anderem mit dem Prix Médicis und dem Nelly-Sachs-Preis ausgezeichnet wurde, sagte Philip Roth: "So einzigartig wie das, worüber er schreibt, ist Appelfelds Sprache."

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