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Cover Kohärentes Atmen

Kohärentes Atmen

Atmung und Herz im Gleichklang

Erschienen 2016 bei tao.de in J. Kamphausen
Sprache: Deutsch
168 Seiten
ISBN 978-3-95802-991-0

Kurztext / Annotation

Das kohärente Atmen wurde aus dem Bestreben entwickelt, über die Atmung zu einem optimalen Zusammenspiel des Nervensystems mit den wichtigsten Körperfunktionen zu gelangen. Mit der richtigen Atemfrequenz im regelmäßigen Rhythmus und entspannter Ausatmung verbessert sich nachhaltig und messbar die Herzschlagvariabilität. Diese gibt Auskunft über die Verfasstheit unseres autonomen Nervensystems. Eine gute Variabilität beruht auf einem starken Parasympathikus. Mit Hilfe der Polyvagaltheorie werden in dem Buch die Zusammenhänge zwischen dem Nervensystem und der psychischen und sozialen Gestimmtheit hergestellt. Es wird deutlich, dass die Achtsamkeit auf die entspannte Atmung eine große Rolle für unsere Lebensqualität und für die Lösung von inneren Problemen in der Psychotherapie und im Coaching spielt. In dem Buch werden verschiedene andere Atemtechniken und -methoden mit dem kohärenten Atmen verglichen. Es wird dargestellt, dass das letztere einen übergeordneten Rang beanspruchen kann, weil es mit allen anderen Atemübungen gut kombiniert werden kann und zugleich als Vorbild für die optimale Alltagsatmung dienen kann. Wenn wir fragen, wie wir zu mehr Gelassenheit, Lebensfreude und Motivation finden können, kann das kohärente Atmen eine kompetente Antwort liefern. Seine Theorie ruht auf Forschungen zur Physiologie der Atmung, des Herzkreislaufs und des Nervensystems und Gehirns und seine Praxis ist leicht und einfach zu erlernen. Die Methode hat sich als unterstützende Übungsform für alle möglichen Arten von psychischen Störungen sowie in der Traumaheilung bewährt. Sie hilft weiters effektiv bei Schlafstörungen, Panikanfällen und Angstzuständen. Sportler nutzen das kohärente Atmen, um ihre Ausdauerleistungen zu verbessern, und Meditierer kommen mit der Methode schneller in den Zustand des inneren Friedens und Gewahrseins.

Psychotherapeut, Achtsamkeitslehrer, Buch- und Blogautor

Textauszug


Kapitel 1 - Unsere Gesundheit in die Hand nehmen

Wir stehen an der Schwelle einer grundlegenden Änderung unseres Gesundheitswesens. Viele Prognosen deuten darauf hin, dass wir an Grenzen der Finanzierbarkeit stoßen. Die unbestreitbaren Erfolge der medizinischen Forschung und Praxis haben kranken Menschen viele Erleichterungen gebracht und ihre Leben verlängert. Dem gegenüber stehen die steigenden Zahlen an Erkrankungen und neue Formen von Krankheit, die uns belasten. Es gibt auch eine zunehmende Unzufriedenheit über die medizinische Versorgung bei vielen Menschen, selbst in Ländern mit enormen Ausgaben für das Gesundheitssystem. Die nach der klassischen Wissenschaft ausgerichtete sogenannte Schulmedizin kann vielen Menschen helfen, aber nicht allen. Sie wirkt am besten beim "Normalpatienten", der durchschnittliche Belastungswerte und Sensibilitäten aufweist. Andere reagieren allergisch auf Medikamente oder vertragen die Standarddosierungen nicht. Viele leiden an Störungen, zu denen es keine Diagnose gibt. Sie laufen von Untersuchung zu Untersuchung, und es wird nichts gefunden. Sie haben "Schmerzen ohne Befund". Andere leiden unter den Nebenwirkungen der Behandlungen mehr als an den ursprünglichen Symptomen.

Die medizinischen Behandlungen müssen individueller werden: Jeder Patient braucht eine eigene, auf ihn zugeschnittene Therapie. Zugleich steigt der Kostendruck, sodass die Zeit immer geringer wird, die Ärzte ihren Patienten widmen können. Die Wartezeiten werden länger, die Unzufriedenheit wächst. Obwohl mehr und mehr Geld in das System gepumpt wird, hat es den Anschein, als würden die Menschen nicht gesünder und glücklicher.

Die grundlegendste Änderung, an deren Anfang wir möglicherweise stehen, heißt: Selbstverantwortung übernehmen. Wir sind gewohnt, dass sich andere um unsere Gesundheit kümmern: die Ärzte, die Spitäler und das ganze Sozial- und Gesundheitssystem. Es geht jetzt darum, die Verantwortung wieder zu uns selbst zurückzuholen, ohne dass wir auf die Vorzüge einer Unterstützung durch Experten verzichten müssen. Wir sollten aber für uns selber die ersten Experten werden und die spezialisierten Experten des Gesundheitssystems als Partner sehen.

Die Medizin der Dritten-Person-Perspektive (sie diagnostiziert und behandelt die Symptome von außen) braucht die Ergänzung durch die Erste-Person-Perspektive (sie erforscht die Symptome von innen). Also geht es darum, dass wir unsere eigenen Gesundheitskompetenzen aufbauen und verbessern, und dazu wachsen die Angebote an erfolgversprechenden Ansätzen.

Wir finden immer mehr Wege zur inneren Beeinflussung unseres Organismus. Denn unser Organismus ist ein riesiges sich selbst steuerndes System. Wir wissen und erfahren, dass sich tausende Untersysteme in unserem Körper dauernd selbst regulieren. Solange alles gut läuft, kümmern wir uns nicht um unseren Blutdruck, um den Kreislauf der Lymphe oder die Sekretion von Verdauungsenzymen. Der Körper leistet in jedem Moment Gigantisches in Eigenregie. Unser Gehirn ist in diese Vorgänge eingebunden. Wollen wir die ersten Ärzte für uns selbst werden, so sollten wir lernen, die bewusstseinsfähigen Teile unseres Gehirns derart zu nutzen, dass sie als oberste Instanz der inneren Selbststeuerung fungieren. Wie können wir also uns selbst so programmieren, dass unser Körper einerseits leistungsfähig und andererseits regenerationsfähig bleibt?

Die Methode des kohärenten Atmens, die in diesem Buch vorgestellt wird, bietet dazu einen wichtigen Beitrag. Denn mit der Atemfunktion hat uns die Natur einen Stoffwechselvorgang gegeben, der mit oder ohne Mitwirkung des Bewusstseins ablaufen kann. Mit unserem Bewusstsein können wir die Atmung so beeinflussen, dass sie auf die anderen Körpersysteme modulierend, anregend oder mäßigend einwirkt. Wir müssen nur wissen, in welcher Weise wir "richtig" atmen, damit die entsprechenden Wirkungen auftreten, und wie wir unseren Körper dazu bring

Beschreibung für Leser

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