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Cover Jud

Jud

Roman

Erschienen 2018 bei Braumüller
Sprache: Deutsch
220 Seiten; 189 mm x 128 mm
ISBN 978-3-99200-199-6

Langtext

Man muss sich seiner Vergangenheit stellen. Das ist eine Naturnotwendigkeit. Dazu muss man Freud nicht gelesen haben. Die Beziehung des mäßig erfolgreichen Fotografen Titus Strings ist gerade am Scheitern. Da kommt der Auftrag, die Brüsseler Weltausstellung zu fotografieren, wie gerufen. Als Titus dort nach einer turbulenten Par-force-Tour im österreichischen Pavillon zusammenbricht, setzen ihn der geschwätzige Feuilletonist Rupert und die ebenso resolute wie attraktive Hostess Erika in einen Zug nach Wien. Er soll sich dort seiner unaufgearbeiteten Vergangenheit als Kriegsflüchtling und Naziopfer stellen. Während er in Wien mit längst besiegt geglaubten Dämonen ringt, entdeckt er in einer Zeitschrift ein Foto aus dem März 1938: Ein junger Mann wird von einem Nazi-Schergen gezwungen, Jud auf die Fassade eines Hauses zu schreiben. In dem Opfer erkennt er sich selbst. Doch wer ist der Täter? Titus macht sich auf die Suche

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Georg Thiel, geboren 1971, lebt in Ermangelung anderer Fähigkeiten als freier Autor und Ausstellungskurator in Wien. Jud ist nach Im Labyrinth des Unglücks (2010) sein zweiter Roman.

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Kundenbewertungen

Vergangenheitsbewältigung mit Humor und Zynismus 02. Mai 2018
Rechtzeítig zum Gedenkjahr 2018 ein Roman der sich mit der Vergangenheitsbewältigung eines Opfers der Nazizeit in Österreich beschäftigt. Das erste Drittel ist etwas langatmig, dann jedoch gewinnt die Geschichte an Tempo. Dem Autor gelingt es mit Humor und Zynismus die Reise eines Engländers, der mit 15 Naziösterreich verlassen musste, zurück in die Vergangenheit zu beschreiben. Übrerraschend humorvoll trotz des Themas. Unbedingt lesen.
Unglaublich! 02. Mai 2018
Es ist die Geschichte des Fotografen Titus und seiner unaufgearbeiteten Vergangenheit als Naziopfer, die Georg Thiel erzählt. Ob Manchester, Brüssel oder Wien, jeder dieser Orte bedient sich auf unnachahmliche Art einer angepassten Ausdrucksweise. Aber das Ende in Bruchleiten ist für mich eine Meisterleistung. Zweieinhalbmal gelesen, einfach unglaublich.
Die Macht der Demütigung 02. Mai 2018
20 Jahre nach dem Anschluss Österreichs kehrt Fotograf Titus, in die Stadt seiner (Alb)träume zurück. Thiel erzählt uns die Geschichte über den Zusammenprall von Macht und Ohnmacht, Angst, Unterwerfung, Demütigung, ? Erstklassige Sprache, mit dem Witz wie ästhetischer Eispickel, mit Spitze und Schneide. Nach 80 Jahren, dürfen wir keinen Schlussstrich unter die NS-Zeit ziehen, weil die Gesellschaft ? darunter all jene, die einst ?arisierte? Wohnungen, Galerien, Kanzleien geerbt haben, nach wie vor die Nutznießer der einstigen NS-Verbrechen sind. Sehr gut recherchiert. Ein kleines Buch mit einem großen Anspruch.

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