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Cover Canyon

Canyon

postapokalyptischer Roman

von Tom Abrahams; Übersetzt von: Andreas Schiffmann

Erschienen 2018 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
300 Seiten
ISBN 978-3-95835-365-7

Kurztext / Annotation

Die actiongeladene Fortsetzung des Bestseller-Romans 'Die Farm'.

Er ist heimatlos. Er ist auf der Flucht. Und er will Rache.

Marcus Battle musste Haus und Hof zurücklassen.
Nun ist er auf der Suche nach einem vermissten Kind - eine scheinbar unlösbare Mission, denn was ihn wirklich antreibt, ist der Wunsch nach Rache. Rache an jenen Männern, die sein Leben zerstörten.
Die Welt, durch die ihn seine Reise führt, ist nicht mehr so, wie er sie in Erinnerung hatte, bevor eine Seuche zwei Drittel der Weltbevölkerung dahinraffte. Sie ist zu einem gesetzlosen, verdorbenen Ort verkommen, der weitaus tödlicher ist als die Seuche, die sie schuf.

Battle gab das Versprechen, dieses Kind zu finden und zu retten. Ein Versprechen, welches er mit jedem weiteren Schritt auf seiner Reise mehr bereut, denn nun ist er nicht länger nur Jäger, sondern auch Gejagter.

Tom Abrahams ist Mitglied der International Thriller Writer's Association. Er schreibt post-apokalyptische Thriller, Action-Abenteuer und Polit-Thriller.
Tom lebt in Houston mit seiner Frau Courtney und ihren beiden Kindern.

Textauszug

Kapitel 1

3. Januar 2020, 14:31 Uhr - Jahr zwölf, Monat neun vor dem Ausbruch - Aleppo, Syrien

Als der improvisierte Sprengsatz ohne Vorwarnung zündete, wurden drei der sechs Soldaten, die in der Nähe der Abdul-Wahab-Agha-Klinik am Westrand der Stadt patrouilliert hatten, von Rohrstücken, Glasscherben, Metallkugeln, roten Fellfetzen und Holzschrauben getroffen.

Die Explosion riss Captain Marcus Battle den Boden unter den Füßen weg, sodass er mit dem Hinterkopf - er trug zum Glück seinen Helm - auf das von Kratern durchzogene Pflaster der Avenue Sultan Suleimans des Prächtigen schlug. Er war kurz benommen und in seinen Ohren klingelte es so laut, dass er keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte.

Während er in den hellblauen, wolkenlosen Himmel starrte, bildete er sich fast ein, gerade in Kileen zu sein und mit Sylvia im Gras zu liegen. Diese seltsame Vorstellung verschwand allerdings fast so schnell wieder, wie sie gekommen war. Durch den schrillen Ton in seinen Ohren drangen jetzt langsam auch dumpfe Kreischlaute und qualvolle Schreie.

Er wälzte sich auf die Seite und schaute in die Richtung, wo die verschlissene Plüschfigur Elmo aus der Sesamstraße, in die Luft geflogen war. Zwei seiner Kameraden standen noch und schauten gerade nach dem, was von den anderen drei übrig geblieben war. Plötzlich zuckte der eine krampfartig, warf seinen Kopf in den Nacken, und brach in einem roten Sprühnebel zusammen. Der andere ließ sich daraufhin sofort auf den Bauch fallen und eröffnete augenblicklich das Feuer mit seinem HK416-Gewehr. Er schoss auf mehrere Ziele, während er noch nach dem gegnerischen Schützen suchte, wurde dabei aber zweimal ins linke Bein getroffen.

Battle, der immer noch nicht ganz klar im Kopf war, drehte sich wieder um und fand sein eigenes HK416. Es lag genau neben ihm, also zog er es näher heran, erhob sich auf ein Knie und fing ebenfalls an zu feuern.

Er hörte nichts, konnte kaum fokussieren und war sich gar nicht sicher, ob er überhaupt noch lebte oder schon tot war, aber er stand auf und machte sich auf den Weg in die Richtung, aus der die Schüsse kamen. Ein Schuss traf ihn an der Seite seiner Panzerweste, sodass er kurz zurückzuckte und sich vorkam, als habe er einen kräftigen Schlag in die Magengrube abbekommen. Dennoch stieß er vollkommen ungeschützt weiter vor, bis er die dreißig Patronen im Magazin aufgebraucht hatte, und ging dann hinter der Karosserie eines umgekippten und ausgebrannten Pick-ups in Deckung.

"Battle!", rief der verwundete Soldat nun, als vorübergehend mal nicht geschossen wurde. Er war hinter einer Leitplanke aus Beton geschützt, wo er sich auf seinem unversehrten Bein hingeschleppt hatte, relativ gut geschützt. "Ich sitze fest und die anderen sind tot! Hau ab und versuche, Hilfe zu holen!"

Aber Battle verstand ihn nicht, das hochfrequente Klingeln in seinen Ohren dauerte noch an, doch wenigstens sah er allmählich wieder besser. Er wechselte das Magazin und schaute dann vorsichtig durch die Löcher in der Karosserie. Hinter ihm stand ein dreistöckiges Gebäude. Die Fenster waren teilweise oder vollkommen zerbrochen, doch er konnte nicht erkennen, aus welchem davon der Scharfschütze feuerte. Er drehte sich wieder nach seinem Patrouillen-Partner um. Es war nur noch eine Frage von Minuten, bis dieser erschossen werden würde. Er konnte ihn doch nicht einfach so im Stich lassen.

Während Battle seinen Rücken gegen die Unterseite des Fahrzeugs drückte, sprach er ein kurzes Gebet, dann vollzog er eine Drehung ins Freie, zielte auf das Gebäude und drückte ab. Die kurze Salve sollte ihn schützen, solange er den kurzen Weg zur Eingangstür zurücklegte, der voller Trümmer war. Nachdem er hindurchgelaufen war, fand er sich irgendwann in einem engen Treppenhaus aus Beton wieder, wo es penetrant nach Urin stank.

Während Battle die erste Stufe hinaufrannte, spürte er, dass das

Beschreibung für Leser

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