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Cover DAS KOMPLOTT (The Shine)

DAS KOMPLOTT (The Shine)

dystopischer Thriller

Erschienen 2017 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
368 Seiten
ISBN 978-3-95835-226-1

Kurztext / Annotation

'Für alle, die auch gerne mal eine Dystopie lesen möchten, die in Russland angesiedelt ist, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Ein spannendes Buch, welches Lust auf mehr macht.' [Lesermeinung]

Inhalt:

Russland 2071.
Nach einem verheerenden Atomkrieg in den 2020er Jahren liegt über der Welt noch immer ein Schatten der Verwüstung. Eine amerikanische Privatarmee fällt in andere Länder ein und betreibt Ressourcenraub. Doch damit dient sie lediglich als Deckmantel einer fundamental-christlichen Organisation, die monströse Experimente am Menschen durchführt, um ein künstliches Paradies zu erschaffen: The Shine.

Textauszug

Kapitel 2

Der Montag war windig und wolkenverhangen. Es hätte nur noch ein Gewitter gefehlt, um die Flugbedingungen noch weiter zu verschlechtern. Tarja durchquerte den Stützpunkt und steuerte den Flugplatz an. Die Hände in den Taschen, den Fliegerhelm auf dem Kopf und ein Kaugummi mit sogenanntem Mango-Geschmack im Mund, das mehr nach Zucker schmeckte, versuchte sie, seit sie losgelaufen war, mit verschiedenen Methoden ihre Aufregung in den Griff zu bekommen.

Es stand doch nur eine Übung an! Ein kleines Kräftemessen vielleicht, aber ansonsten bloß ein Manöver, das am Mittag wieder vorbei sein würde. Wie konnte man da aufgeregt sein? Tatsächlich aber war sie es. Und das ließ sich momentan leider ebenso wenig leugnen wie wegrationalisieren. Tarja knackte mit den Fingergelenken und produzierte eine misslungene Kaugummiblase.

Am Maschendrahtzaun vor dem Flugplatz standen sie bereits aufgereiht: die Schüler der Flotte in ihren dunkelblauen Uniformen. Ihre Helme zeigten unmissverständlich, dass heute ein wichtiger Tag bevorstand. Still und aufmerksam lauschten sie den Worten des Ausbilders Koroljov.

Tarja musste schlucken. Höchstwahrscheinlich war jeder längst angetreten, außer ...

"Tarja Dragunova!"

Tarja erstarrte zu Eis, als der bullige Koroljov zu ihr herumfuhr. Jetzt hagelte es Ärger! Sie war darauf vorbereitet gewesen, hoffte aber trotzdem, dass die Standpauke so kurz wie möglich sein würde.

Wie üblich trug Koroljov seine ausgeblichene und für sein kräftiges Haupt viel zu enge Schirmmütze, mit der er vermutlich schon auf die Welt gekommen war. Entweder besaß Koroljov trotz seiner fast 50 Jahre ein bemerkenswert feines Gehör, oder die an ihm vorbeischielenden Blicke der Schüler hatten ihn auf Tarjas Ankunft aufmerksam gemacht. Tarja salutierte und hoffte, durch ihre perfekte Haltung einen Teil seines Ärgers abzuwenden.

Koroljov stapfte auf sie zu. Tarja brach der Schweiß aus. Drei verdammte Minuten, und schon drehte er am Rad! Dabei hatte sie es einfach nicht lassen können, als morgendliches Nervenfutter an einem solchen Tag ihren Lieblingssong zu hören, und dafür hatte sie das zu späte Erscheinen eben kühn riskiert.

Koroljov hielt unmittelbar vor der unpünktlichen Schülerin und baute sich drohend vor ihr auf. Seine durchgestreckte Haltung änderte nichts an seiner Körpergröße von 1,70 Meter, aber sie demonstrierte überdeutlich, dass er wütend auf Tarja war. Auch seine Mimik sprach Bände: Seine buschigen Augenbrauen waren eng zusammengezogen, und der zornig verkniffene Mund bog den schwarzen Schnauzer zu einem fast perfekten Halbkreis nach unten. Kleine Augen funkelten Tarja stechend an und verlangten nach einer unverzüglichen Rechtfertigung.

Tarja hielt seinem wütenden Blick tapfer stand. Nicht rot werden, befahl sie sich, bloß nicht rot werden, und spulte ihre zurechtgelegte Ausrede ab.

"Einen schönen guten Morgen, Herr Ausbilder Koroljov! Mir ist bewusst, dass es für mein Zuspätkommen an diesem wichtigen Tag keine Entschuldigung gibt. Dennoch bitte ich Sie, sich den Grund für meine kaum verzeihliche Verfehlung anzuhören."

Kaum hatte sie den Satz vollendet, schlich ein verhaltenes Kichern durch die Reihen. Tarja war in der Flotte bekannt für ihre extravaganten Ausreden. Da sich jeder der restlichen 31 Schüler mindestens ansatzweise denken konnte, dass lediglich ein Bruchteil von Tarjas Geschichten stimmte, war Koroljovs gutartige Leichtgläubigkeit allen ein Rätsel. Dennoch war Tarja unsicher, ob die anderen Schüler eher mit ihr oder über sie lachten.

"Meine Zimmergenossin Yuri Tereschkova hat die Angewohnheit, ihre 7.62er-Patronen auf unserer Fensterbank zu lagern. Ich will Yuri nicht anprangern, aber es ist schon ein Fakt, dass die Patronen dort regelmäßig herunterrollen und sich im Zimmer verteilen. Daher habe ich Yuri gestern zum wiederholten Mal gebeten, sich endlich einen neuen Aufbewahrung

Beschreibung für Leser

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