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Cover DIE LANZE (Project 2)

DIE LANZE (Project 2)

Thriller

von Alex Lukeman; Übersetzt von: Alok Avasthi

Erschienen 2017 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
332 Seiten
ISBN 978-3-95835-287-2

Kurztext / Annotation

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges arbeiten ranghohe Funktionäre des Dritten Reiches fieberhaft daran, die wertvollsten Artefakte außer Landes zu schaffen. Ein SS-General wird damit beauftragt, die Heilige Lanze - jene Waffe, mit der Longinus den sterbenden Jesus am Kreuz in die Seite gestochen haben soll und die ihrem Besitzer der Legende nach unglaubliche Macht verleiht - im ewigen Eis der Antarktis zu verstecken.
Nun, Jahrzehnte später, taucht die Lanze wieder auf, und mit ihr ein von langer Hand vorbereiteter Plan, die Länder des Mittleren Ostens gegeneinander aufzuhetzen und schließlich sogar Amerika in die Knie zu zwingen. Die Verschwörer sind selbst im Weißen Haus zu finden, und nur Nick Carter, Selena Connor und das Project-Team können die neuen Träger der Lanze noch aufhalten.

'Eine starke, schnelle Geschichte, die den Leser auf eine unglaubliche Reise in die Welt der Agenten und Terroristen mitnimmt. Atmosphärisch hervorragend.' [J. Bryden Lloyd]

Alex Lukeman schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr. Er ist viel gereist und hat wahrhaft seltsame Situationen miterlebt. Er war bei den Marines und hat Jahre als professioneller Folk-Sänger auf Tour verbracht. Man könnte sagen, er schreibt mit dem Hintergrund einer vielschichtigen Lebenserfahrung. Alex lebt in Nordkalifornien, im Vorgebirge der Sierra Mountains. Er liebt es, alte, schnelle Motorräder zu fahren und Gitarre zu spielen - für gewöhnlich aber nicht zur selben Zeit.

Textauszug

Kapitel 11

Auf der deutschen Forschungsstation an der Prinzessin-Martha-Küste der Antarktis war der Frühling in vollem Gange. Während der letzten vier Wochen war das Thermometer über den Gefrierpunkt gestiegen. Die Erderwärmung und das Ozonloch waren heiße Themen im Speisesaal.

Die dünner werdende Ozonschicht war Hans Schmidts Fachgebiet. Mit seinen dreißig Jahren war er bereits eine bekannte Größe auf dem wachsenden Gebiet der Umweltstudien. Hans hatte ein gewinnendes, offenes Gesicht, braune Augen und blonde Haare. Über die letzten Monate hatte er seinen Bart wachsen lassen und ein leichter Rotton deutete auf seine Wikinger-Vorfahren. In einem Monat würde er nach Deutschland zurückkehren und seine Jugendliebe, Heidi, heiraten. Das Leben war gut zu Hans.

Er trug hohe, braune Schnürstiefel, eine feste Hose über Thermounterwäsche, zwei Hemden und eine offene rote Jacke. Dazu hatte er eine fellgefütterte Mütze mit oben zusammengebundenen Ohrenklappen. Antarktisches Wetter konnte selbst in den wärmeren Monaten jederzeit umschlagen.

Er hatte sich für die Benutzung einer Schneeraupe angemeldet und Otto Bremen, den Chef der Station und leitenden Geophysiker, überredet, sich mit ihm ins Landesinnere zu den Bergen der Fenriskjeften, dem "Maul von Fenris", benannt nach dem riesigen, heißhungrigen Wolf der nordischen Mythen, zu begeben. Es war noch weitestgehend nicht erkundetes Territorium.

Bremen war älter, Anfang fünfzig. Er war stämmig und kleiner als Hans. Sein Gesicht war rund und fröhlich, was ihm schon oft eine Rolle als Weihnachtsmann beschert hatte. Über seinen blauen Augen hatte er buschige Augenbrauen, die langsam weiß wurden und seine großen Ohren hielten eine etwas schief sitzende Brille mit Silberrand. Er trug einen gefütterten, gelben Parker, auf dessen Schulter die deutsche Flagge gestickt war. Dazu trug er feste Stiefel und robuste Hosen.

Sie fuhren aus der Garagenhöhle, die in das Eis unter der Station gegraben war, und hielten auf die Berge zu. Die Heizung in der hohen Kabine des Tucker Sno-Cat war bei dem guten Wetter auf niedrig gestellt. Hans öffnete ein Fenster einen Spalt weit, um frische Luft hereinzulassen. Der Tucker war eines von drei identischen Fahrzeugen, die Eric Reinhardt, ein wohlhabender amerikanischer Geschäftsmann deutscher Abstammung, der Station gespendet hatte.

Der große Allison Dieselmotor rumpelte mit einem zufriedenen Dröhnen vor sich hin. Sie fuhren über den Schnee und das Eis zu den eine Stunde entfernten Bergen. Mit seinen beiden 60 Gallonen Tanks, der geschlossenen Kabine und dem großzügigen Stauraum war der Tucker in diesem Teil der Welt wie ein Rolls Royce.

Bremen hantierte mit einem weiteren Geschenk von Reinhardt herum, einem experimentellen Gerät, das mittels Ultraschall Mineralablagerungen entdecken sollte. Die Fenrisberge würden eine gute Testgelegenheit bieten. Bis jetzt hatte im antarktischen Eis noch niemand etwas Erwähnenswertes gefunden, nur ein wenig Eisen und etwas Kupfer. Nichts davon versprach eine kommerzielle Erschließung. Abgesehen davon verhinderte der Antarktisvertrag jegliche größeren Bergbauunterfangen.

Die große Schneeraupe näherte sich den Bergen und Hans hielt sich parallel zu diesen, während er nach irgendetwas ungewöhnlichem im schmelzenden Schnee und Eis Ausschau hielt. Nach zehn Minuten fing das Mineral-Suchgerät zu piepen an.

"Vor uns", sagte Otto. "Laut dem Gerät nur etwa drei- oder vierhundert Meter." Er schaute auf ein Diagramm. "Eine hohe Dichte an Eisen und Kupfer, die Anzeige spielt verrückt."

"Schau mal, dort!" Hans deutete durch die Windschutzscheibe.

Er verlangsamte und brachte den Tucker zu Stehen. An der Seite von einem der gezackten Gipfel hatten sich Eis und Schnee in der Frühlingsschmelze gelöst. Ein grauer, regelmäßiger Umriss zeichnete sich vor dem dunklen Fels ab.

"Was zur Hölle ist das denn?" Hans ließ den Motor im Leerlauf.

Beschreibung für Leser

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