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Cover DIE REGELN DER RACHE (Black Shuck 2)

DIE REGELN DER RACHE (Black Shuck 2)

Thriller

von Ian Graham; Übersetzt von: Andreas Schiffmann

Erschienen 2017 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
492 Seiten
ISBN 978-3-95835-296-4

Kurztext / Annotation

Intrigen, Machtspiele, der Kampf um die nackte Existenz ... eine explosive Mischung, die spannende Lesestunden verspricht.

Nachdem der ehemalige IRA-Anhänger Declan McIver bei dem Versuch, einen der schlimmsten Terrorakte seit dem 11. September zu verhindern, beinahe ums Leben kam, hat er sich ins ländliche Idyll Irlands zurückgezogen und erwartet die Geburt seines ersten Kindes. Um seinen Namen endgültig reinzuwaschen, erklärt er sich zu einem Treffen in der Schweiz mit amerikanischen und britischen Würdenträgern bereit, obwohl er weiß, dass er damit sein Leben und das seiner Frau aufs Spiel setzt.

Doch dann wird der Norden Englands von mehreren Bombenattentaten heimgesucht und ein alter Freund und MI5-Offizier verschwindet spurlos. Die Anschläge sind nur der Beginn eines undurchsichtigen Plans, in den auch Declan McIver verstrickt zu sein scheint. Zögerlich, aber ohne eine echte Alternative, schließt McIver ein Bündnis mit dem MI6, um gemeinsam die Drahtzieher hinter den Anschlägen aufzuspüren und seine Freiheit wiederzuerlangen.

Ian Graham kam an einem 4. Juli in New Hampshire zur Welt und feiert bereits in der dritten Generation seiner Familie gemeinsam mit den Vereinigten Staaten von Amerika Geburtstag. Er arbeitet als Privatunternehmer und interessiert sich für Politik, Religion und Geschichte. Seine Erzählungen und Figuren handeln oft von brisanten Konflikten, die entstehen, wenn diese drei Gebiete aufeinandertreffen. Seine Werke wurden bereits in verschiedenen Anthologien veröffentlicht, wo er sich zwischen Bestseller-Thrillerautoren wie etwa Matt Hilton, Stephen Leather, Adrian Magson und Zoe Sharpe tummelte. Ian lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in den Blue Ridge Mountains im Osten der USA.

Textauszug

Kapitel 2

Vor zwei Tagen

21:16 Uhr Ortszeit, Friedhof Dryfesdale - Lockerbie, Schottland

Shane O'Reilly musste seine Augen anstrengen und einen Gang herunterschalten, während die Scheibenwischer seines olivgrünen Range Rover schon auf die schnellste Stufe eingestellt waren. Vor dem Wagen konnte er gerade noch so eben das Ende einer hohen Hecke erkennen, wo der Eisenzaun anfing, der den Friedhof umgab. Er kam sechzehn Minuten zu spät. Das notorisch stürmische Wetter Schottlands hatte die Fahrt auf den Schnell- und Nebenstraßen im Süden zu einem richtigen Krampf gemacht.

Als Sicherheitsbeamter des britischen Innengeheimdiensts oder landläufig MI5 genannt, bestand seine Aufgabe im Erkennen und Rekrutieren potenzieller Informanten mit Kontakten zu Einzelpersonen und Körperschaften, welche die Regierung des Vereinigten Königreichs auf dem Schirm behalten wollte.

Dieser Tage konnte er als Mitglied des irischen und inländischen Terrorismusschutzes von seinem Schreibtisch im sechsten Stock des Londoner Thames House aus, arbeiten. Wie ein altgedienter Kaufmann, der sich auf seine Rotationskartei verließ, machte sich Shane gerne im Laufe zweier Jahrzehnte geknüpfte Beziehungen zunutze, die ihm pflichtbewusst alles über die Geschehnisse in Nordirland und dessen Schwester, der Republik Irland, respektive die Umtriebe der wenigen übrigen Dissidenten auf der Hauptinsel berichteten.

Nur selten reiste er noch selbst, um Informationsgeber aufzusuchen, deren Sicherheit immer noch so weit gefährdet war, dass man sich im Geheimen treffen musste, anstatt Telefongespräche hinter vorgehaltener Hand zu führen. Hierbei handelte es sich um einen solchen Anlass. Ein langjähriger Helfer mit Verbindungen zu mehreren Gruppen von Aufrührern hatte einen Mann gefunden, der angeblich etwas über zwei erst kürzlich erfolgten Bombenattentate im Nordosten Englands wusste. Deshalb wollte dieser sich gemeinsam mit Shane kurzschließen.

Da hier so spät abends gar kein Verkehr herrschte, hielt er mitten auf der Straße an und schaute durch die beschlagene Scheibe seiner Tür auf das einstöckige Ziegelhaus gleich hinter dem Friedhofstor. Drinnen brannte kein Licht, und nur eine Seite des Tors, das auf das Gelände führte, stand offen. Zum Durchfahren war es allerdings zu eng.

Er blieb mehrere Sekunden lang sitzen und starrte in diese Richtung, während sein warmer Atem das Hartglas wenige Zoll vor seinem Gesicht beschlug. Ihm ging es dabei darum, etwaige Zeichen dafür zu erkennen, dass hier irgendetwas nicht stimmte. Gar nichts zu sehen, war aber vielleicht auch genau so seltsam.

Obwohl es nur einen Zeugen gab, der die beiden Explosionen miterlebt hatte, war das Wort "Ire" in seiner qualvollen Aussage trotz schrecklicher Verletzungen immer wieder gefallen. Außerdem hatten beide Sprengsätze auf das Werk irischer Radikaler anstatt wie momentan eher üblich islamischer Terroristen hingedeutet. Dies machte Shane in den Augen seiner Vorgesetzten zum Fachmann für den Umgang mit dem neuen Informanten und die Beschaffung jeglicher Fakten, die dieser ihnen bieten konnte.

Als ehemaliger Angehöriger der Irisch-Republikanischen Armee, der selbst zu einem mitteilsamen Überläufer geworden war, hatte Shane eine Vereinbarung mit der britischen Regierung getroffen, die ihm ungeachtet seiner früheren Fehltritte stets sichere Arbeit gewährleistete. Es gab falls überhaupt nur Wenige, die so viel über den irischen Republikanismus und dessen unterschiedliche terroristische Fraktionen wussten wie er. An dieser Situation jetzt störte ihn jedoch etwas Entscheidendes. Dies war seit einem Jahrzehnt der erste Übergriff irischer Aufwiegler gegen das Königreich. Dass eine solche Gruppe auf einmal gleich zwei Städte angegriffen haben sollte, deren Bevölkerung vorwiegend der Arbeiterschicht angehörte und die international nur wenig geläufig bis nahezu vollkommen unbekannt w

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