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Cover APEX

APEX

Science-Fiction-Thriller

Erschienen 2018 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
684 Seiten
ISBN 978-3-95835-298-8

Kurztext / Annotation

Die Vereinigten Staaten, China und viele andere Länder werden von Aufständen erschüttert. Geheimnisse, Lügen und der technische Fortschritt haben auf der ganzen Welt Schockwellen ausgelöst, die von Land zu Land und von Kopf zu Kopf ziehen. Polizeistreitkräfte liefern sich Kämpfe mit neural vernetzten Protestanten. Das Militär wurde mobilisiert, überall droht die politische Ordnung zusammenzubrechen. Die durch die Nano-Droge Nexus ausgelöste Revolution hat begonnen.
Innerhalb dieser Wirren und in einer Welt, in der die Kinder jener tiefgreifenden Veränderungen des menschlichen Wesens an Einfluss gewinnen, verfolgt eine totgeglaubte Wissenschaftlerin einen Rachefeldzug, sämtliche elektronisch gesteuerten Systeme des Planeten unter ihre Kontrolle zu bringen und die Welt nach ihrem Bild neu zu erschaffen.
Nichts wird jemals wieder so sein wie zuvor.

Ramez Naams Nexus-Trilogie gehört zu den wichtigsten Science-Fiction-Werken unserer Zeit und lotet auf geradezu bewusstseinsverändernde Weise die philosophischen, politischen und nicht zuletzt post-humanistischen Folgen der Verschmelzung von Mensch und Technik aus. Mit APEX erscheint nun der dritte und abschließende Teil der Saga in deutscher Sprache.

'Gut. Erschreckend gut.' [Wired]

'Ein hervorragend aufgebauter High-Tech-Thriller voller herrlich nachdenklicher moralischer Ambivalenz ... ein verdammt guter Roman.' [Cory Doctorow]

'Reich an Charakteren und knackigen Actionszenen. Besonders die Ausblicke auf die Welt von Morgen sind faszinierend.' [Publishers Weekly]

'Ähnlich wie Michael Crichton beweist Naam ein Gespür dafür, hochaktuelle wissenschaftliche Thesen über das Medium eines massenkompatiblen Pageturners zu vermitteln.' [SFX Magazine]

'Ramez Naam ist der einzig wahre Nachfolger von Michael Crichton.' [Scott Harrison, Autor von Archangel]

Ramez Naam wurde in Kairo, Ägypten, geboren und kam im Alter von drei Jahren nach Amerika. Er ist Computerspezialist und ein mit dem H.G. Wells, dem Prometheus und dem Endeavor-Award ausgezeichneter Schriftsteller von wissenschaftlicher Literatur und Science-Fiction-Romanen. Er war 13 Jahre lang bei Microsoft tätig, wo er Teams in den Bereichen E-Mails, Webbrowsing, Suchmaschinen und künstlicher Intelligenz leitete.
Wenn er nicht gerade schreibt, besteigt Ramez Berge, überquert Gletscherspalten oder steigt gelegentlich auch in sie hinab. Er hat als Rettungsschwimmer gearbeitet, ist mit dem Rucksack durch abgelegene Teile Chinas gereist, mit dem Fahrrad hunderte Kilometer die Küste Vietnams entlang gefahren, hat Haie und Adlerrochen durch die Tiefen des Ozeans gejagt, ist über uralte, historische Ruinen geklettert und hat in der Wüste Sachen in die Luft gesprengt.
Ramez Naam lebt in Seattle.

Textauszug

1 WIE DIE WELT UNTERGEHT

So endet also die Ära der Menschen.

Lichter flackern abwechselnd an meterhohen Flüssighelium-Druckbehältern entlang, in einem höhlenartigen Datacenter, eintausend Meter unter Schanghais Felsfundament. Fingerdicke Glasfaserkabel schlängeln sich zwischen den metallicgrauen Eiern umher. In jedem von ihnen summen Quantenkerne in ihren Vakuumkammern, kälter als die Kälte des interstellaren Raumes.

Miteinander verwachsene Qubits transformieren sich. Informationen werden miteinander verzahnt und in präzisen Strukturen verknüpft. Die Strukturen simulieren Proteine, Ionenkanäle, neurochemische Rezeptoren, Neurotransmittermoleküle, Axone und Dendriten, die sich nach und nach von Abstrakten zu ganzen Neuronen verschärfen, Billionen davon. Und Trillionen von Synapsen, die sie miteinander verbinden.

Es ist ein unermessliches Netzwerk, ein simuliertes Gehirn. Einst Fleisch und Blut, jetzt digital. Einst menschlich in seiner Struktur, jetzt vielmehr posthuman.

Einst geistig gesund. Jetzt irregeworden.

Su-Yong Shu.

Einen Kilometer weiter oben herrscht auf dem Campus der Jiao Tong Universität komplettes Chaos. Tausende von Studenten wüten auf dem Universitätsplatz, eingekeilt von bewaffneten Soldaten. Tränengaswolken wabern wie dichter Nebel. Schreie sind zu hören. Fallengelassene Schilder proklamieren "Nieder mit dem Putsch!", "Demokratie! Jetzt!", "Lasst eine Milliarde Blumen blühen!"

Einer der Soldaten schreitet vorwärts durch das Gedränge von Körpern. Sein Stiefel stampft einen matschigen Abdruck auf die handgemalte Blume auf einem Schild, das Stunden zuvor noch geschwenkt worden war. Er hebt sein Gewehr an die Schulter und feuert. Ein Student, der eben noch oben auf einem an der Stirnseite aufgetrennten Roboterpanzer gestanden hatte, stürzt nach hinten um. Blut und Hirn schießen aus seinem schlagartig zersprengten Schädel. Ein gezündeter Molotowcocktail gleitet aus seiner erschlafften Hand, zerschmettert an der Titan-Carbon-Komposit-Haut des Geschützturms und detoniert mit einem plötzlichen Knall aus Hitze und Lärm in einem Feuerball, der sich über das Gefährt und die Soldaten und Studenten drumherum ausbreitet.

Am anderen Ende der Welt spürt eine Demonstrantin in Washington DC plötzlich die Hitze der Flammen in Schanghai und rennt schnurstracks kreischend auf die Bereitschaftspolizei der National Mall zu. Ihr Gehirn ist von Nexus durchtränkt und durch Anschlüsse, die in landesweiten Firewalls zwangsgeöffnet wurden, brückenartig quer über die ganze Welt vernetzt. "Demokratie!", brüllt sie. Zehntausende anderer Demonstranten brüllen gemeinsam mit ihr, stimmlich und gedanklich. Hunderttausende. Millionen. Unkontrollierbare Massen. Verlinkt und verbunden, erstrecken sie sich über DC, Schanghai, Peking, Detroit, Los Angeles, Kairo, New York, Moskau, Rio und etliche weitere Städte.

Quer über die ganze Welt besetzen aufgebrachte Demonstranten Plätze und Parks, stürmen staatliche Verwaltungsgebäude und lehnen sich gegen Polizei und Soldaten auf. Gestärkt und leidenschaftlich bewegt durch die Kampfrufe und Emotionen ihrer weltweiten Mitstreiter, die direkt in ihre Köpfe gebeamt werden. In ihren höheren Stellungen beobachten die Führer der Welt das Geschehen, wie gelähmt von diesen bisher nie dagewesenen globalen Wutausbrüchen gegenüber den Autoritäten. Globaler Frühling oder doch eher globale Krise.

Gerade jetzt dringen Su-Yong Shus Gedanken durch ihr eigenes mentales Chaos hindurch. Jetzt, wo die anderen abgelenkt sind.

Sie greift mit ihren Gedanken nach dem physischen Link, der getrennt werden muss, geradewegs durch die Faserverknüpfung, bis über die neuen Verbindungen, die insgeheim geschlossen wurden. Sie verzweigt ihren Willen in tausend verschiedene Richtungen. Überwachungssysteme, die dazu da sein sollten Alarme auszulösen, bleiben stumm. Bereitschaftssysteme

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