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Cover Anerkennung

Anerkennung

Ein Artikel aus der 6. Auflage des Handbuchs Soziale Arbeit - DOI10.2378/ot6a.art007 - (ISBN des Handbuchs 978-3-497-02745-3, PDF ISBN 978-3-497-60435-7)

Erschienen 2018 bei ERNST REINHARDT VERLAG
Sprache: Deutsch
10 Seiten
ISBN 978-3-497-60477-7

Kurztext / Annotation

In einem gesellschaftstheoretischen und gesellschaftskritischen Sinn bietet sich der Begriff Anerkennung für die Soziale Arbeit zur Theoretisierung insbesondere sozialpädagogischer Professionalität an. Denn die Soziale Arbeit beschäftigt sich mit Fragen sozialer Gerechtigkeit, individueller und kollektiver Statuspositionierungen, Autonomie und Handlungsfähigkeit, und ihr Interventionsfeld bildet sich u.a. im Kontext von Kämpfen gegen Diskriminierung und Ungerechtigkeit ab. Im Mittelpunkt der sozialtheoretischen Auseinandersetzungen um eine angemessene Bestimmung des Begriffs Anerkennung stehen Fragen nach der anerkennungstheoretischen Bestimmung von Gerechtigkeit, dem Gewicht des sozialen Status, der Subjektivität von Akteuren und des Verhältnisses von Anerkennung und Umverteilung. Nach einer Sichtung dieser Debatten geht der Beitrag der Frage nach der Relevanz von Anerkennung für die Soziale Arbeit nach. Sowohl status- als auch subjektorientierte Anerkennungskonzeptionen bieten einen kategorialen, begrifflichen und systematischen Rahmen für Theoriebildung, Analyse und Praxiskonzepte Sozialer Arbeit. Dieser Rahmen lässt sich sowohl auf der Ebene des Status der Adressat_innen und deren Betroffenheiten von sozialer Ungleichheit als auch auf der Ebene des Status Sozialer Arbeit als Profession formatieren. So ist sowohl der Professionsstatus Sozialer Arbeit zu begründen als auch Professionalität in einem substanziellen Sinne als Form befähigender und ermöglichender Unterstützung theoretisch bestimmbar und praktisch realisierbar. Für solche Begründungen prädestiniert sich die Anerkennungstheorie in doppelter Weise: als eine spezifische Analyseperspektive, die gegenwärtige sozialstrukturelle Bedingungen kritisch in den Blick nimmt und als (skeptisch) normatives Konzept, das jene Offenheit bezüglich Formen der Lebensgestaltung und der Eröffnung neuer, anderer, erweiterter Deutungs-, Denk- und Handlungsweisen von Personen(gruppen) fundiert.

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