Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website zu bieten und erlauben das Setzen von Drittanbieter-Cookies. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Weitere Informationen zu den verwendeten Cookies und zu ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
Cover BLACK STILETTO

BLACK STILETTO

Thriller, New York Times Bestseller

von Raymond Benson; Übersetzt von: Peter Mehler

Erschienen 2017 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
328 Seiten
ISBN 978-3-95835-163-9

Kurztext / Annotation

'Sollten Sie BLACK STILETTO bisher noch nicht auf dem Schirm gehabt haben, stimmt vielleicht etwas mit Ihrem Schirm nicht.' [Lee Child, New York Times Bestseller-Autor der Jack-Reacher-Romane]

Zu ihrer Zeit war BLACK STILETTO eine Legende; eine Untergrund-Heldin, die während der späten Eisenhower-Ära und den frühen Jahren unter Kennedy in New York City einige Berühmtheit erlangte. Obwohl sie gesucht wurde und eingesperrt worden wäre, wenn man sie gefasst oder ihre Identität gelüftet hätte, war die BLACK STILETTO eine kompetente und höchst erfolgreiche Verbrechensbekämpferin. Doch irgendwann in den 1960er-Jahren verschwand sie von der Bildfläche, und man hörte nie wieder von ihr. Die meisten Menschen glaubten, sie wäre gestorben, und niemand erfuhr je, wer hinter der Kostümierung steckte.
Bis heute blieben viele Fragen unbeantwortet: Wer war sie? Ist sie noch am Leben? Und wenn ja, wo?

Als Martin eine Reihe von Tagebüchern mit den Aufzeichnungen seiner Mutter findet, ist er überwältigt.
Sie soll die Untergrund-Heldin vergangener Tage gewesen sein? So steht es zumindest bis ins kleinste Detail in diesen Tagebüchern geschrieben: Wie es dazu kam, dass sie zu einer Kämpferin für die Gerechtigkeit wurde, warum sie sich dazu entschloss, außerhalb des Gesetzes zu agieren, all ihre Heldentaten als berühmt berüchtigte Superheldin, und wie sich ihr Ruf plötzlich ins Gegenteil verkehrte. Kurzum - wie sich alles zutrug.
Konnte das wahr sein? Talbot ist voller Zweifel und Unglauben. Doch dann tritt ein alter Erzfeind von BLACK STILETTO auf den Plan, welcher gnadenlos Rache nehmen will, und damit nicht nur ihr eigenes, sondern auch das Leben ihres Sohnes und ihrer Enkelin gefährden könnte.

Raymond Benson ist Autor von über 35 Büchern, darunter die von der Kritik gelobte BLACK STILETTO-Saga. Besondere Berühmtheit erlangte er mit seinen Romanen für die James Bond Reihe, für die er als einer von drei Autoren weltweit und als einziger Amerikaner von den Rechteinhabern des James Bond Franchises auserkoren wurde. Insgesamt schrieb er sechs eigenständige Romane, drei Romanfassungen zu Filmen, drei Kurzgeschichten und mehrere Sachbücher über den berühmten Geheimagenten mit der Lizenz zu Töten.
Unter dem Pseudonym David Michaels ist Raymond Benson außerdem der Autor der New-York-Times Bestseller TOM CLANCY's SPLINTER CELL und der Fortsetzung TOM CLANCY's SPLINTER CELL-OPERATION BARRACUDA.
Neben weiteren, vielfach ausgezeichneten Romanen hat Benson zudem Romanfassungen zu einer Reihe von populären Videospielen wie der METAL GEAR SOLID-Reihe, HOMEFRONT, HITMAN oder DYING LIGHT verfasst.

Benson arbeitete als Computerspiele-Designer, Komponist und Regisseur für Theaterstücke und gibt Kurse über Filmgeschichte. Zu Ehren eines seiner Romane wurde ein dauerhaftes Museum in Naoshima, Japan, gewidmet, außerdem ist er Botschafter der Präfektur Kagawa.

Neben seiner Arbeit als Autor ist Raymond Benson ein gefeierter Pianist und gibt regelmäßig Konzerte.

Textauszug

2 Judys Tagebuch

4. Juli 1958

Liebes Tagebuch, ich denke, ich sollte vielleicht damit anfangen, alles niederzuschreiben. Als kleines Kind führte ich mal ein Tagebuch. Ich schrieb, glaube ich, für etwa drei Jahre hinein. Keine Ahnung, was aus ihm geworden ist. Ich schätze, es ist immer noch in Odessa und liegt in einer Schublade in meinem alten Zimmer. Sofern mein altes Zimmer noch existiert.

Ich werde von allem berichten, was mir in der letzten Zeit widerfahren ist, nur für den Fall, dass mir etwas passiert. Ich bin nicht sicher, ob ich will, dass die Wahrheit herauskommt, aber hier ist sie. In den letzten sechs Monaten ist so viel passiert. Auf gewisse Art bin ich berühmter als der Bürgermeister von New York City. Also, nicht ich, Judy Cooper. Aber die Black Stiletto. Niemand weiß, dass Judy Cooper Black Stiletto ist, und ich hoffe, dabei bleibt es auch.

Interessant, ich kann Elvis seinen neuen Song "Hard Headed Woman" irgendwo in einem Radio in der Ferne singen hören. Der Song könnte von mir handeln, haha. Wem auch immer das Radio gehört, er muss es furchtbar laut aufgedreht haben, denn ich sitze in diesem Moment auf dem Dach des Second Avenue Boxklubs und schaue mir das Feuerwerk über dem East River an. Oder es liegt daran, dass mein Gehör besser ist als das der meisten Menschen. Das ist manchmal schwer zu sagen.

Der Boxklub ist ein Zuhause, und das jetzt schon seit einer geraumen Weile. Er gehört Freddie Barnes. Freddie ist der Trainer und selbst ehemaliger Boxer. Er wohnt über dem Klub, so wie ich. Er überlässt mir jetzt seit ein paar Jahren ein Zimmer über dem Klub, und ich bezahle ihn, indem ich aushelfe, wo ich kann. Angefangen habe ich als Hausmeisterin und putzte die widerlichen Toiletten in der Herrenumkleide. Dann beförderte er mich zur Kassiererin und zur stellvertretenden Chefin. Jetzt helfe ich auch beim Training, denn ich bin ziemlich gut im Ring. Nicht viele Frauen sind das. Nicht viele Frauen machen so einen Sport. Mir macht es Spaß. Ich mag es. Eines Tages will ich ein eigenes Selbstverteidigungsprogramm für Mädchen auf die Beine stellen. Ich will nicht, dass irgendjemand als Opfer aufwächst. Niemand sollte erleben müssen, was mir als Dreizehnjährige widerfuhr.

Ich bin jetzt zwanzig Jahre alt. Am 4. November werde ich einundzwanzig. Ich lebe in New York City, seitdem ich vierzehn bin. Ich denke, man kann sagen, dass mein Leben erst hier so richtig begann, denn davor war es die Hölle - der ich zum Glück entfliehen konnte.

Ich vermute, ich sollte dieses Tagebuch damit beginnen, die Vergangenheit aufzurollen. Ich werde die nächsten Tage damit zubringen, meine Geschichte aufzuschreiben, und dann, wenn ich den 4. Juli 1958 erreicht habe, kann ich täglich oder wöchentlich regelmäßige Einträge verfassen - oder wann immer mir danach ist.

Tja, liebes Tagebuch, dann mal los. Das hier ist mein Leben, und ich muss dich warnen - manches davon ist nicht sehr schön.

Wie gesagt, ich wurde am 4. November im Jahre 1937, in Odessa, Texas, geboren. Meine Eltern tauften mich auf den Namen Judith May Cooper. Mein Vater, George Cooper, war ein Oilman, ein Ölbohrarbeiter, was während der Depression der einzige Job war, den er kriegen konnte. Er arbeitete auf den Ölförderanlagen. Ich kann nicht sagen, wie gut er darin war. Er zog nach West-Texas, als man dort 1926 Öl fand. Meine Mutter, Betty, ging Putzen. Da erging es ihr nicht besser als den farbigen Frauen, die dasselbe taten. Ich denke sogar, dass sie mehr Geld nach Hause brachte als mein Dad. Es war eine harte Zeit. Wir lebten am unteren Ende der Mittelklasse, oder vielleicht auch am oberen Ende der Unterschicht. Ich weiß nur noch, dass wir in einer Hütte am Stadtrand lebten. Und dort gab es eine Menge Menschen, die gar keinen Job hatten.

Ich hatte zwei Brüder - John war fünf Jahre und Frank drei Jahre älter als ich. Mit zwei Brüdern aufzuwachsen machte mich von Anfa

Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Drucken

Kundenbewertungen

4,99 €
(inkl. MwSt.)
EPUB sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!