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Cover MIDNIGHT SOLITAIRE

MIDNIGHT SOLITAIRE

Horrorthriller

Erschienen 2018 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
420 Seiten
ISBN 978-3-95835-334-3

Kurztext / Annotation

Während eines furchtbaren Schneesturms über New England suchen vier Fremde Unterschlupf in einem heruntergekommen Motel am Rande einer wenig befahrenen Straße - irgendwo im Nirgendwo.
Doch es ist nicht nur das Unwetter, vor dem sie flüchten. Ein sadistischer Serienmörder ist ihnen auf den Fersen. Unerbittlich macht dieser Jagd auf seine Opfer, um seine uralten dämonischen Rituale vollziehen und sein Schicksal erfüllen zu können.
Für die vier Fremden beginnt ein grausames Spiel - jene eine Nacht zu überleben. Doch wie soll man ein Schicksal bekämpfen, welches bereits vorbestimmt scheint? Wie soll man einen Mörder aufhalten, der vielleicht nicht einmal ein Mensch ist?
Zwischen Blut und Schnee beginnen die vier Fremden das grausame Geheimnis des Mörders, aber auch ihrer eigenen Identitäten zu lüften.
Mögen die Spiele beginnen.

Greg F. Gifune ist ein internationaler Bestsellerautor.

'Der beste Autor für Horror und übernatürliche Thriller der heutigen Zeit.' - New York Times Bestseller-Autor Christopher Rice

Seine Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt und erhielten bereits Aufmerksamkeit in Hollywood.
Sein Roman THE BLEEDING SEASON, ursprünglich im Jahr 2003 veröffentlicht, wird als Klassiker des Genres gefeiert und gilt als einer der besten Horror-Romane des Jahrzehnts. Im Jahr 2015 wird seine Kurzgeschichte HOAX mit Rodney Eastman Stern (Nightmare on Elm Street-Reihe, I Spit on Your Grave Remake) und Tiffany Shepis (The Violent Kind) und Eric Shapiro (The Rule of Three) verfilmt. Greg arbeitet als Senior Editor bei Darkfuse. Er wohnt in Massachusetts mit seiner Frau Carol, einer Schar Katzen und zwei Hunden, Dozer und Bella.

Textauszug

Zwei

Der Mann beeilt sich nach Kräften, indem er auf einem Bein humpelt und das andere hastig hinter sich herzieht; es schlackert dabei unbrauchbar hin und her, als wenn es gequetscht und gebrochen wäre, denn das ist es auch. Er schleppt sich trotz seiner quälenden Schmerzen immer weiter, so zügig wie er nur kann, also ganz und gar nicht schnell, und schleicht mitten auf der Straße vorwärts, an deren Mittelspur er sich orientiert, um im Dunkeln nicht vom Weg abzukommen, denn jetzt bei Nacht und einsetzendem Schneefall hält sich die Sichtweite schließlich sehr in Grenzen. Der Sturm kommt zwar gerade erst auf, doch schon jetzt gleiten dünne, gewundene Verwehungen über den Straßenbelag wie Schlangen aus Salz, die der Wind von einer Spur zur nächsten treibt. Er hat heftiges Herzklopfen, röchelt und leidet aufgrund der bitteren Kälte bereits unter Lungenstechen, bemüht sich aber dennoch, nicht zu husten, da irgendetwas tief in seinem Körper offenbar gebrochen ist. Er weiß instinktiv, dass dies seine Verletzung nur umso schlimmer machen würde. Er wagt jetzt einen schnellen Schulterblick zurück in die Dunkelheit. Keine Lichter. Keine Spur von jemandem, der ihm nachstellt, oder überhaupt irgendein Lebenszeichen, sondern nur pechschwarze Nacht, besprenkelt mit Schneeflocken und einem Atemhauch, der wie Dampf aus seinem Mund aufsteigt. Allerdings ahnt er, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist. Er weiß, sein Verfolger lauert dort hinter ihm in der Finsternis und spielt lediglich mit ihm, so wie die Katze die Maus bis zum äußersten Rand ihres Einzugskreises fliehen lässt, bevor sie zwanglos zuschnappt und ihr einfach das Genick bricht.

Sein lahmes Bein schleift immer noch über den Asphalt, ein Geräusch, das sich mit seinem angestrengten Keuchen und dem gelegentlichen Stöhnen vor Schmerz vereint. Der pfeifende Wind geht ihm durch Mark und Bein, hallt über den ansonsten verlassenen Highway. Ein endloser Strom fiebriger Gedanken flutet jetzt seinen Geist: Bin ich wach? Geschieht das hier wirklich? Wo ist er? Wie weit liegt er jetzt zurück? Warum jagt er mich denn nicht mehr weiter? Worauf wartet er denn noch? Oder ist er vielleicht verschwunden? Habe ich es tatsächlich geschafft? Wird mich jemand retten? Früher oder später kommt bestimmt jemand hier vorbei, nicht wahr? Letzten Endes muss doch irgendwann ein Auto auftauchen und - Carey! Was ist mit Carey passiert? Oh mein Gott, Carey, wo ... wo steckt sie jetzt? Hält er sie fest? Kümmert er sich deshalb nicht mehr um mich?

Er hält kurz inne, vornübergebeugt, und während er zu verschnaufen versucht, schaut er zurück auf den langen Streckenabschnitt, den er bereits zurückgelegt hat. Dunkelheit, nichts als Dunkelheit. Langsam kehrt die Erinnerung an den Angriff wieder zurück ... an den Wagen, der sie wie aus heiterem Himmel gerammt hat, und an die Schreie, während Carey an ihren Haaren in die Nacht hinaus gezogen wurde, als sei die Dunkelheit selbst zum Leben erwacht, um sie zu rauben. Sie trat wild um sich und rief laut um Hilfe, die aber nie kam. Ihm fällt wieder ein, wie er mit klingelnden Ohren und verschwommenem Blick, benommen und blutüberströmt aus dem Auto gesackt war, und dass der schwarze Wagen anschließend erneut zurückgekehrt war, aus der Finsternis schnellte und ihn dieses Mal erfasste. Die unvorstellbare Wucht beim Aufprall hatte ihn abheben lassen, und er entsinnt sich daran, wie eine Stoffpuppe auf die Straße geschleudert worden zu sein, wo er schließlich liegen blieb und hinauf in den Nachthimmel schaute, während er sich fragte, ob er jetzt an diesem Ort und auf diese Weise sterben müsse. Dann kam ihm Carey wieder in den Sinn, und ihm wurde klar, dass er unbedingt aufstehen musste - um sich zu bemühen, sie zu retten. Er strengte sich an, auf die Beine zu kommen, wobei er sich allerdings schwertat, nicht ohnmächtig zu werden, doch zu dem Zeitpunkt, als er sich in Bewegung setzen konnte und sich wieder eini

Beschreibung für Leser

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