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Cover OPERATION LONDON (Outbreak 2)

OPERATION LONDON (Outbreak 2)

Endzeit-Thriller

von Luke Duffy; Übersetzt von: Andreas Schiffmann

Erschienen 2018 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
372 Seiten
ISBN 978-3-95835-357-2

Kurztext / Annotation

Das Festland ist verloren, erobert von den Armeen der lebenden Toten, die nun auf Erden wandeln und sich wie eine Seuche über das Ödland ausbreiten, welches früher einmal unsere Zivilisation gewesen war. Während sich die wenigen Überlebenden auf kleinere Inselgruppen zurückgezogen haben und sich an diesen wie Ratten in einem Meer des Schreckens festklammern, stellen nun jene gefräßigen Schatten der Menschheit die dominante Spezies auf dem Planeten dar.

In den Flüchtlingslagern breiten sich Hungersnöte und Krankheiten aus und gefährden das Überleben der wenigen Menschen. Die Überreste der Regierung und der Streitkräfte sehen sich zu einer Offensive gezwungen, um wieder etwas Boden von den infizierten Horden der Untoten zurückzuerobern. Und so findet sich ein Team mutiger Soldaten schnell an der Frontlinie eines großen Gegenschlags wieder, beauftragt mit einer Mission, welche ihre verfaulenden Gegner erfolgreich zurückdrängen könnte. Von nun an kämpfen sie nicht nur für sich selbst, sondern für die gesamte Menschheit.

Luke Duffy wuchs in Nordengland auf. Seine Kindheit war nicht einfach, und die Gegend, in der er aufwuchs, zwang ihn, schnell zu lernen, sich gegen andere zu behaupten. Entgegen aller Warnungen und guter Ratschläge entschied sich Duffy daher im Alter von achtzehn Jahren für eine Karriere bei den britischen Fallschirmjägern. Seine Dienstzeit führte ihn um die halbe Welt, von Nord-Irland über den Kosovo, nach Sierra Leone und bis in den Mittleren Osten.
Nach dem Irak-Krieg verließ er wie viele seine Kameraden die Britische Armee und arbeitete als Private Operator und im Personenschutz im Irak. Das kriegsgebeutelte Land war hierfür die reinste Geldader. In seinem autobiografischen Roman RUNNING THE GAUNTLET: The Private War in Iraq arbeitete er seine Erlebnisse in dieser Zeit schriftstellerisch auf.
So entdeckte er auch seine Leidenschaft für das Schreiben.
When there's no more room in Hell, eine dreiteilige postapokalyptische Romanreihe, sollte sein nächstes Projekt werden.
Während viele andere Autoren ihre Fantasie bemühen müssen, um Kämpfe und Schusswechsel zu beschreiben, hat Duffy diese selbst erlebt. Er kennt die Geräusche, Gerüche und das Gefühl in diesen Situationen wie kein Zweiter. Seinen Beschreibungen liegen bei aller Fiktionalität also auch immer reale Erfahrungen zugrunde. Zudem versucht er, mit seinen Romanfiguren vielen teilweise verstorbenen Kameraden ein würdiges Denkmal zu setzen.

Textauszug

Kapitel 2

Die Welt war nun ein vollkommen anderer Ort. Obwohl es nur vier Monate her war, dass die Epidemie die überlebenden Menschen dazu gezwungen hatte, sich zu verschanzen, um den umherstreifenden Untoten entgehen zu können, sah die Landschaft erheblich verändert aus. Es gab kein von Menschen errichtetes Bauwerk mehr, das sich die Natur nicht bereits einverleibte. Farben verblassten, spitze Kanten stumpften allmählich ab. Kräuter und Wildblumen wuchsen aus allen Rissen und Rillen und breiteten sich langsam über den Ruinen der Zivilisation aus.

Die zwei saßen auf dem Hügel und betrachteten die kurze Geschäftsstraße, die an einer weitreichenden Appartementanlage endete. Von ihrer Warte aus sahen sie in jeder Richtung über eine beträchtliche Entfernung hinweg Schatten, die auf den Straßen herumstolperten oder träge verharrten, während sie zu Boden starrten.

"Ist sehr ruhig hier, nicht wahr?", brummte Bull.

"Stimmt", antwortete Danny, während er über das Meer aus Dächern blickte. "Ehrlich gesagt, finde ich das ganz angenehm."

Bull schaute ihn kurz verdutzt an, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder auf die Straße richtete.

"Na ja, wenn man die Tatsache ausblendet, dass so ziemlich überall, wohin man schaut, Tote herumlaufen, wirkt eigentlich alles recht friedlich", fuhr Danny zur weiteren Erklärung fort.

Bull nickte. Er verstand schon, worauf sein Gefährte hinauswollte, und musste ihm nach kurzem Überlegen, bei dem er die früheren Umstände mit den jetzigen verglich, durchaus recht geben. Es war wesentlich ruhiger auf der Welt geworden. Der unschöne Lärm, den die Gesellschaft verursacht hatte, war komplett verschwunden, er war abgelöst worden von dem leisen Murmeln der Natur. Allerdings konnte er sich noch so sehr bemühen ... die wirkliche Lage ausgesprochen lange zu verdrängen, fiel ihm äußerst schwer.

Ein lautes Poltern, gefolgt von einem tiefen Grollen, das vom Fuß des Hügels her kam, holte ihn abrupt wieder in die Gegenwart zurück. Sie hatten während der letzten Stunden vor der Mittagssonne geschützt, im Schatten eines Baumes gesessen. Es war im Moment Hochsommer und gerade dörrte eine Hitzewelle die Erde aus, während der sich die Menschen immer noch wie gewohnt bedeckt hielten.

Unten am Hang markierte eine Reihe am Straßenrand geparkter Fahrzeuge die Grenze zwischen dem Land und dem urbanen Raum. Auf dem Fahrersitz eines Autos saß die halb verweste Leiche eines Mannes und drehte noch immer am Lenkrad. Er zog und drückte an der Schaltung oder an den Funktionshebeln herum und hatte es sogar geschafft, den Sicherheitsgurt über seine aufgerissene Brust anzulegen.

"Das sind nicht gerade die Hellsten, stimmt`s?", meinte Bull.

"Der sitzt bestimmt schon mehrere Wochen dort", erwiderte Danny. "Du weißt ja, wie beharrlich sie sind."

"Eher dämlich", hielt Bull dagegen. "Was treibt denn Bill Gates im Moment?"

Danny drehte sich mit dem Feldstecher vor dem Gesicht nach rechts. Weiter oben an der Straße auf einer Bank vor einem Schaufenster, in dem immer noch neue Elektrogeräte und Software als Sonderangebote auslagen, hockte ein weiterer wiederbelebter Toter. Er hielt einen Laptop in der Hand und tippte wiederholt auf der Tastatur herum, so als arbeite er an irgendeinem Textdokument oder schreibe gerade eine E-Mail. Hin und wieder machte er auch einen verwirrten Eindruck und begann, an der Unterseite des Computers herum zu nesteln, als ob er überprüfen wollte, ob das Gerät noch mit einer Steckdose verkabelt war.

"Das Gleiche wie immer", entgegnete Danny, während er die Gestalt beobachtete. "Ich glaube, er versucht immer noch, sich an sein Facebook-Passwort zu erinnern."

Bull lachte neben ihm leise, dann wälzte er sich auf den Rücken und stieß einen langen Seufzer aus, wobei er zu den Ästen hinaufschaute, die sich sanft im Wind über ihnen wiegten. Ihm wurde immer langweiliger, weshalb er sich wü

Beschreibung für Leser

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