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Cover HINTER DEM SPIEGEL (Alice im Totenland 2)

HINTER DEM SPIEGEL (Alice im Totenland 2)

Roman

von Mainak Dhar; Übersetzt von: Peter Mehler

Erschienen 2018 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
272 Seiten
ISBN 978-3-95835-369-5

Kurztext / Annotation

Mehr als zwei Jahre sind vergangen, seit Alice einem Biter mit Hasenohren in ein Erdloch folgte und damit Ereignisse auslöste, die ihr Leben und das jedes anderen im Totenland für immer verändern sollte.
Die Rote Garde konnte zurückgedrängt werden, und im 'Wunderland' - der ersten großen und freien Stadt seit dem Ausbruch - herrscht Frieden, sogar zwischen Menschen und Bitern. Doch dieser Frieden ist nur von kurzer Dauer. Eine Serie blutrünstiger Biter-Angriffe bringt die Bewohner des Wunderlandes gegen Alice auf. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als wieder ins Totenland zurückzukehren und herauszufinden, welche Mächte ihre so hart erkämpfte Zuflucht bedrohen. Und dabei sieht sie sich schnell ihrer bislang tödlichsten Widersacherin gegenüber: der Herzkönigin.

Mainak Dhar ist tagsüber Bürohengst und in der Nacht Autor. Seine erste 'veröffentlichte' schriftstellerische Arbeit war eine zusammengetackerte Sammlung von Mathe-Lösungen und Gedichten (er ahnte bereits, dass ihm niemand nur für seine Gedichte etwas bezahlen würde), die er an seine Mitschüler in der siebten Klasse verkaufte. Die Einnahmen legte er in Eiscreme und Comics an. Seine erste Veröffentlichung in einem etwas konventionellerem Sinn hatte er mit 18 Jahren und seitdem zehn Bücher geschrieben, darunter den Amazon-Science-Fiction-Besteller 'Vimana'.

Textauszug

Kapitel 1

Was Alice am meisten daran bedauerte, kein echter Mensch mehr zu sein, war der Umstand, dass sie nicht mehr weinen konnte. Mehr als ein Jahr war nun vergangen, seit Alice einem Biter mit Hasenohren in ein Loch im Erdboden gefolgt war und damit Ereignisse auslöste, die ihr Leben und das aller anderen im Totenland grundlegend veränderte. Ereignisse, die zur Errichtung einer völlig neuen Ansiedlung geführt hatten, einer Siedlung, wie sie die Welt seit den Tagen des Ausbruchs nicht mehr gesehen hatte. Tausende Menschen waren aus dem Totenland in das ehemalige Delhi geströmt, um dort in einer großen Gemeinschaft zusammenzuleben. Einer Gemeinschaft, in der es Gesetze, Sicherheit und für jedermann ein Dach über dem Kopf gab. Eine Gemeinschaft, in der man nicht jede Nacht in Angst vor marodierenden Bitern oder der Roten Garde zubringen musste. Eine Gemeinschaft, die mittlerweile einfach nur als das Wunderland bekannt war.

Die Kosten für ihren Sieg waren hoch gewesen. Tausende waren im Kampf gegen die Rote Garde im Totenland umgekommen, und hunderte weitere bei den Luftschlägen, die gestartet wurden, als man Alice gefangen nahm. Und auch Alice hatte einen hohen Preis bezahlen müssen. Sie hatte ihre gesamte Familie verloren und ihre Identität dazu. Sie war nicht länger das aufgeweckte fünfzehnjährige Mädchen, das ihr Vater abgöttisch liebte. Sie war jetzt die Königin des Wunderlandes, jemand, zu dem die Menschen mit Ehrfurcht und Angst aufsahen. Als halber Biter würde sie sich nie wieder an Essen erfreuen, denn sie benötigte keine Nahrung mehr. Sie würde nie wieder von ihrer Familie träumen, denn Biter träumten nicht, und wenn sie an all das zurückdachte, was sie verloren hatte, konnte sie nicht einmal mehr weinen, um ihren Schmerz zu lindern, denn auch das war einem Biter fremd.

Für ihre Gegner war Alice eine ernst zu nehmende Gegnerin geworden, mit dem Training und den kampferprobten Instinkten der besten menschlichen Soldaten, aber auch mit der scheinbar unerschöpflichen Ausdauer und Unempfindlichkeit gegenüber einem Großteil an Verletzungen - mit Ausnahme eines direkten Kopfschusses - für den ihre Biterhälfte gesorgt hatte. Für ihre menschlichen Gefolgsleute stellte sie so etwas wie einen Messias dar; jemand, der sie aus dem Totenland gerettet und ihnen die Hoffnung zurückgegeben hatte, wieder wie zivilisierte Menschen leben zu können. Für die Biter, die ihr folgten, war sie die Anführerin ihres Rudels, der sie sich mit tierischem Instinkt und Unterwürfigkeit beugten.

Doch für sie selbst war sie noch immer Alice Gladwell, Tochter und Schwester einer ermordeten Familie. Sie hatte sich an der Roten Garde gerächt, und was als persönliche Vendetta begann, war zu etwas viel Größerem geworden. Alice hatte sich nie selbst als Anführerin gesehen, doch sie wusste, dass nun mehr als zehntausend Menschen im Wunderland von ihr abhängig waren. Ganz gleich, ob sie die Last einer Führungsrolle jemals tragen wollte oder nicht - nun war ihr dieses Amt zugefallen, und sie war entschlossen, die Menschen, die sich auf sie verließen, nicht im Stich zu lassen.

Das meiste ihres noch jungen Lebens hatte sie mit Kämpfen verbracht und ihre Ausbildung bestand aus wenig mehr als zu lernen, wie man kämpft und im Totenland überlebt, doch heute würde Alice etwas tun, das sie noch nie zuvor getan hatte. Sie würde die erste Schule des Wunderlandes einweihen.

Ein Raunen ging durch die Menge der mehr als tausend versammelten Menschen, als sie das behelfsmäßige Podium betrat. Arjun, ihr Vertrauter und treuer Berater, hatte diesen Ort mit dem für ihn typischen Sinn für Humor ausgewählt. Die Schule befand sich dort, wo früher einmal der Zoo Delhis gewesen war.

"Bewohner des Wunderlandes, ich danke euch, dass ihr gekommen seid. Ich selbst habe nur wenig Bildung genossen, außer dem, was für ein Überleben im Totenland notwendig war, doch jetzt werden uns

Beschreibung für Leser

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