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Cover GRIMWEAVE - Das Monster der grünen Hölle

GRIMWEAVE - Das Monster der grünen Hölle

Horrorthriller

von Tim Curran; Übersetzt von: Michaela Rink

Erschienen 2019 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
212 Seiten
ISBN 978-3-95835-384-8

Kurztext / Annotation

Tief im Dschungel von Indochina lauert etwas Uraltes. Etwas Böses.
Ein riesiges, blutrünstiges Monster. Perfekt auf die extrem heiße und feuchte Umgebung des urzeitlichen Dschungels angepasst, schlägt es immer wieder unverhofft zu. Seine Opfer: Menschen.
Michael Spiers, ein Marine-Scharfschütze, ist der einzige Überlebende eines früheren Aufeinandertreffens mit dieser Kreatur. Nun ist er ihr erneut auf den Fersen. Wider besseren Wissens hat er sich einer Marine-Force-Recon-Einheit angeschlossen, um das Monster zu jagen und zur Strecke zu bringen.
Doch es dauert nicht lange, bis die Jäger zu Gejagten werden ...

Ein grausiges Vergnügen für echte Horror-Fans.

Tim Curran lebt in Michigan und ist Autor der Romane SKIN MEDICINE, HIVE, BLACKOUT und SKULL MOON. Seine Kurzgeschichten sind in Zeitschriften wie City Slab, Flesh&Blood, Book of Dark Wisdom und Inhuman sowie Anthologien wie FLESH FEAST, SHIVERS IV, HIGH SEAS CTHULHU und VILE THINGS erschienen.

Textauszug

Kapitel 1

Wie Mikado-Stäbchen lagen die Körper verstreut auf dem Boden. Alle waren gleich angezogen, in der typischen Ho-Chi-Minh-Kluft, bis hin zu den Sandalen und Kappen.

Die Gliedmaßen lagen in verrenkten und unnatürlichen Positionen, wie nur der Tod sie erfinden konnte. Bei den meisten war das Gesicht zerfetzt, manchen fehlte die Schädeldecke, wieder andere hatten Löcher im Rücken, wo die Hohlgeschosse das Rückgrat zersplittert hatten. Das waren die guten Treffer, die man bekommen konnte.

"Hier ist nicht viel, Gunny", sagte Spiers, der nach Karten, Waffen und persönlichen Dingen suchte. Carmody stand unbeweglich wie eine Statue. Schweiß rann über sein grün bemaltes Gesicht. Er spuckte auf den Boden. "Ich will den Offizier", sagte er. Seit sie die anderen alle umgenietet hatten und der Offizier ihnen wie ein Aal durch die Finger geglitten war, wiederholte er dies immer wieder. Das war wie ein Mantra: "Ich will den verdammten Offizier."

"Er wird nicht weit kommen mit so einer Schussverletzung und wahrscheinlich stolpert er schon über seine Innereien."

"Das kannst du nicht wissen."

"Ich hab es durch meinen Sucher gesehen."

"Einen Scheiß hast du gesehen."

"Mann, wirklich."

Carmody zog sich seine dreckige Kappe in die Stirn und leckte sich die Lippen. Sie schmeckten nach Salz, Lehm und Kordit.

"Du hast es durch deinen Sucher gesehen, Cherry? Willst du mir das jetzt weismachen? Ist das jetzt der Spruch des Tages?"

Spiers schüttelte den Kopf und blätterte durch zerknickte fleckige Fotos, die er den Toten abgenommen hatte. Es waren Bilder von deren Freundinnen. Sie sahen genauso aus wie die Huren und Barmädchen aus Saigon. Aus irgendeinem Grund fand er aber, dass sie doch anders aussahen. Er stopfte sie in seinen Rucksack.

"Komm schon, Gunny", meinte er. "Ich bin jetzt seit acht Monaten in dem Land und bin keine Jungfrau mehr."

Gunny lachte. "Acht Monate? Acht verdammte Monate? Du bist so frisch wie dein kleiner Pimmel mein Junge. Du hast noch nicht mal richtig Blut geleckt geschweige denn angefangen. Das hier ist meine dritte Tour. Wenn du drei Touren gemacht hast, du Scheißhausfliege, dann weißt du, was echte Scheiße ist. Es braucht allein drei Monate, um deine Eier abzukochen. Nach verdammten drei Scheißtouren weißt du, wie es ist, vom System so richtig gefickt zu werden."

Spiers seufzte und zündete sich eine Zigarette an. Ja klar, jetzt geht es wieder los. 30 Jahre im Corps Bougainville und so weiter ... "Alles schon gehört, Gunny, alles Scheiße und du bist der Held, wenn du schon nicht John Wayne bist."

"John Wayne? Jetzt beleidige mich hier nicht und vergleiche mich mit dieser Hollywood-Schwuchtel, die nie gedient hat. John Wayne kann nicht das eine Ende eines Sturmgewehrs vom anderen unterscheiden. Der setzt sich doch zum Pissen."

"War doch nur Spaß, Gunny."

"Versuch das noch mal, und dann haben wir alle was zu lachen."

"Schon gut."

Carmody grinste wieder. "Das gefällt mir an dir, Cherry. Du hast vor niemandem Respekt. Was für ein Marine bist du eigentlich? Ich hab so das Gefühl, dass da ein Hippie in dir steckt, der versucht auszubrechen. Dass du dir deinen Arsch mit der Flagge abwischst und deinen BH verbrennst, wenn ich dich lassen würde."

"Na, meine Titten sind hier in der Hitze schon verschwitzt genug, Gunny."

Carmody machte ein finsteres Gesicht. Nun lachte Spiers. Das trauten sich nicht viele. Carmody war extrem bissig. Er mochte es, Leute zu zerfleischen. Er war gut darin. Wenn man aber mal hinter seine Fassade geblickt hatte, dann war er nicht ganz so schlimm. Man musste eben nur die Leichen übersehen, die er wie eine gezähmte Schlange hinterließ, und aufpassen, ihm nicht den Rücken zuzudrehen.

Spiers seufzte. "Die Waffen hier sind völlig wertlos, Gunny." Er kickte nach einem Berg AK-47, die er den Leichen a

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