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Cover MÖWEN, MEER UND TOD

MÖWEN, MEER UND TOD

Rügen-Krimi

Erschienen 2019 bei Luzifer Verlag
Sprache: Deutsch
364 Seiten
ISBN 978-3-95835-411-1

Kurztext / Annotation

Nach einer längeren Berufspause freut sich Kriminalhauptkommissarin Luna Maiwald erneut durchzustarten. Doch kaum zurückgekehrt, muss sie sich zunehmend den Problemen des Alltags stellen. Ihre Ehe kriselt, ihre Tochter ist im Selbstfindungsmodus und auch beruflich wird ihr keine Atempause gegönnt, denn auf Rügen geschehen seltsame Dinge. Neben einem fraglichen Reitunfall häufen sich mysteriöse Todesfälle. Augenscheinlich gesunde und junge Menschen versterben völlig unerwartet. Ihr Todeskampf ist qualvoll und ähnelt sich, aber sonst scheint sie nichts miteinander zu verbinden; außer die Zigarette vor ihrem Ableben. Um dem Täter auf die Spur zu kommen, muss sich Luna ihrer Vergangenheit stellen und Kontakt zu dem Mann suchen, der Gegenstand ihrer Albträume ist, und den sie einst selbst wegen abscheulicher Morde hinter Gitter brachte. Gefangen zwischen routinierter Ermittlungsarbeit und der Angst vor den düstersten Tiefen ihrer Seele gerät sie zunehmend in einen gefährlichen Sumpf psychischer Abhängigkeit und sexuellen Verlangens.

Regional, spannend und strandkorbtauglich, mit einem Hauch Chick Lit a la Emma Bieling.

Emma Bieling, die sich als Autorin der 'Chick Lit' einen Namen gemacht hat, arbeitet als freie Redakteurin und Journalistin für verschiedene Printmedien. Ihre Romane, meist märchenhafte Liebesromane, platziert sie gerne auf deutschen Inseln, wie Rügen oder Sylt. Ihre wenige Freizeit genießt die Autorin am liebsten im Kreise ihrer Familie. Sie träumt sich gerne ans Meer, mag Zocker-Chips-Abende mit ihrem Sohn und schreibt wahnsinnig gerne Oster- u. Weihnachtsmärchen in alttraditioneller Form für Kinder.

Textauszug

Kapitel 2 - Dienstag

Randgebiet Putbus, Haus Luna Maiwald, 28. März, 02.20 Uhr

Ein konstantes Summen erfüllte die Räume. Ein Summen, das von den auf Hochtouren laufenden Brennkammern des Verbrennungsofens stammte. "Willkommen im Krematorium, in der Vorwelt zur Hölle", sagte eine im Licht des Feuers stehende Person, die neben dem Ofen stand und Luna wie magisch anzog. "Rund 400 Leichen pro Monat werden hier eingeäschert. Nichts, außer einem Kehrblech Asche bleibt übrig."

Luna blinzelte gegen das grelle Licht, gegen die unerträgliche Hitze, der sie mit jedem Schritt näherkam, und erstarrte. "Du, Ingmar?" Sie spürte seine kräftigen Hände an ihrem Hals, die sie packten und langsam ihre Kehle zudrückten, während seine Zunge über ihr verschwitztes, angsterfülltes Gesicht zum Ohrläppchen glitt. "Ich sagte doch, ich werde immer in deiner Nähe sein", hauchte er ihr ins Ohr. Sie spürte wie ihre Beine versagten, dann das kalte Metall der Selektionsliege unter sich, auf die Ingmar Wolff sie presste. Der Geruch von verbranntem Fleisch war unerträglich. Atemnot, gefolgt von einem pulsierenden Druck, der ihr mit jedem Herzschlag zunehmend den Verstand raubte. Luna schnappte verzweifelt nach Luft. "Bitte, Ingmar. Bitte nicht!"

"Luna! Luna, wach auf! Kommissar Sandiego ist am Telefon. Er meint, sie hätten dich schon mehrfach angepiepst", hörte sie Freds verzerrte Stimme.

"Geh weg! Verschwinde aus meinem Leben!", röchelte sie und schlug um sich, immer noch mit einem Teil ihres Körpers im Albtraum steckend.

"Luna, aufwachen! Du hast wieder schlecht geträumt. Und außerdem ist es wichtig." Ein unsanfteres Rütteln folgte und beförderte Luna zurück in die reale Welt, weit weg von Ingmar Wolff. Vorsichtig öffnete sie ihre Augen. "Was ist denn los?"

Fred setzte sich auf die Bettkante und strich besorgt über Lunas verschwitzte Stirn. "Kommissar Sandiego ist dran. Er sagt, es sei wichtig."

"Meinetwegen, gib her. Was gibt's denn, Sandiego?"

"Tut mir leid, Sie um diese Zeit zu stören, aber es gibt eine weibliche Leiche am Strand von Göhren. Wir haben Sie auch schon mehrfach angepiepst."

"Mich angepiepst?"

"Über Ihren Pager. Sie wissen schon, das kleine praktische Ding, das Ihnen Kommissar Schröder geschenkt hat."

"Ja, ja, ich weiß, Sandiego."

"Sie haben ihn doch eingeschaltet?"

"Aber natürlich, was glauben Sie denn. Gibt es Hinweise, die auf ein Fremdverschulden hindeuten?"

"Bisher sieht alles nach einem Sturz vom Pferd aus. Aber völlig auszuschließen ist es nicht."

"Inwiefern? Sichtbare Verletzungen?"

"Die Tote liegt bäuchlings im Sand in einer Wassermulde. Sichtbare Verletzungen befinden sich im Gesichtsbereich, linker Hand an Schläfe und Stirn. Eine Art U-förmiges Hämatom. Im unmittelbaren Umfeld wurden Hufspuren gesichert, die auf einen Sturz vom Pferd deuten könnten."

"Verstehe. Wurde der Veterinärmediziner schon verständigt, um das Pferd zu begutachten?"

"Ja, er wurde angepiepst. Jedoch fehlt vom Pferd bislang jede Spur."

"Ist zufällig ein Reiterhof in der Nähe?"

"Eine Ranch, um genau zu sein. Die Blue Sea Ranch wird gerade von Kommissar Schröder überprüft."

"Alles weiträumig absperren, Sandiego. Die Spurensicherung soll jede einzelne Hufspur sicherstellen. Und ich will Flutlicht im Umkreis von einhundert Metern."

"Okay, Boss."

"Gut, ich bin dann gleich vor Ort. Wurde der Rechtsmediziner schon informiert?"

"Ja, er ist ebenfalls auf dem Weg hierher."

Als Luna aufgelegt hatte, saß Fred immer noch auf der Bettkante und sah sie mit ernster Miene an.

"Was?", fragte sie, den Bericht des Leichenschauers glattstreichend.

"Du hattest wieder diesen Traum, stimmt's?"

Luna stöhnte genervt auf. "Ich hatte gar nichts. Lass mich einfach aufstehen und meinen Job tun, okay? Und ma

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